Richtige Beleuchtung ist wichtig

Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Der Verkehrstipp der Woche (84)

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Wenn die Führerscheinprüfung schon etwas länger her ist, stellt sich immer wieder die Frage, wie die eine oder andere Regelung im Straßenverkehr lautet. Deshalb klärt das Team der Fahrschule Eggerl an dieser Stelle wöchentlich über Verkehrsregeln und –Mythen auf. Heute geht es um die verschiedenen Beleuchtungseinrichtungen am Auto.


>>Vor allem jetzt im Winter breiten sich am Morgen und Abend regelmäßig dichte Nebelfelder aus. Schnee oder Regen behindern die Sicht oft noch zusätzlich. Umso wichtiger ist in der jetzigen Jahreszeit eine korrekte und ausreichende Beleuchtung am Fahrzeug. 

Die StVO stellt dazu eine einfache Grundregel auf: „Während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, sind die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen zu benutzen.“ (§17 Abs. 1 StVO). Das bedeutet konkret, dass bei Nebel, Schneefall oder Regen auch am Tag mit Abblendlicht gefahren werden muss, falls die Sicht erheblich beeinträchtigt ist. Dabei sollten Sie stets bedenken, dass das Abblendlicht, wie auch andere Beleuchtungseinrichtungen, nicht nur für Ihre eigene Sicht wichtig ist. Insbesondere werden auch Sie von anderen Fahrern besser gesehen, wenn Sie mit Licht fahren. Deshalb ist es oft auch am Tag bei normaler Witterung empfehlenswert, mit Abblendlicht zu fahren, beispielsweise bei der Fahrt durch einen Wald oder eine dunkle Allee. Nur weil Andere Sie gut sehen, heißt das nicht, dass auch Sie selbst gut gesehen werden! Genau aus diesem Grund sind Motorradfahrer dazu verpflichtet, stets mit Abblend- oder Tagfahrlicht zu fahren. Auch das Tagfahrlicht, mit dem mittlerweile viele PKW ausgestattet sind, erfüllt genau diese Funktion des „Gesehenwerdens“. Wann immer das Abblendlicht vorgeschrieben ist, kann es allerdings nicht durch das Tagfahrlicht ersetzt werden.

Wird die Sicht durch die Witterung erheblich beeinträchtigt, dürfen auch die Nebelscheinwerfer eingeschaltet werden. Etwas strenger ist die Regelung zur Nebelschlussleuchte. Diese darf nur bei Nebel eingesetzt werden, wenn die Sicht weniger als 50 Meter beträgt. Dann gilt außerdem eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.

Unsicherheit herrscht manchmal darüber, wann mit Fernlicht gefahren werden darf und wann nicht. Klar ist, dass das Fernlicht nicht benutzt werden darf, wenn andere Fahrzeugführer (und mitunter auch Fußgänger) davon geblendet werden. Irrtümlicherweise gehen aber viele Fahrer davon aus, dass die Benutzung des Fernlichts innerorts generell verboten wäre. Sollte es nötig sein, darf nämlich auch innerhalb geschlossener Ortschaften durchaus mit Fernlicht gefahren werden. Allerdings sollte der Einsatz hier möglichst sparsam erfolgen, um Andere durch das helle Licht nicht unnötig zu belästigen. Verboten ist die Benutzung tatsächlich nur auf Straßen mit einer durchgehenden und ausreichenden Laternenbeleuchtung. Diese kann sowohl außerorts als auch innerorts zu finden sein. 

Auch auf der Straße parkende Fahrzeuge müssen laut StVO beleuchtet sein, wenn keine ausreichende Ausleuchtung durch Straßenlaternen vorhanden ist. Möglich ist unter anderem der Einsatz des Parklichts, dessen Ausstattung allerdings nicht vorgeschrieben und das deshalb nicht in jedem Fahrzeug verbaut ist. Alternativ können das Standlicht oder eine Parkwarntafel benutzt werden. Insbesondere gilt diese Pflicht für größere Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen oder mehr. Zwar sind entsprechende Kontrollen selten, aber im Falle eines Unfalls können Schadenersatzforderungen an denjenigen gestellt werden, der sein parkendes Fahrzeug nicht ausreichend kenntlich gemacht hat.

Unser Tipp: achten Sie immer auf eine ausreichende Beleuchtung Ihres Fahrzeugs. Während der Fahrt liegen Sie mit dem Einschalten des Abblendlichts niemals falsch. Egal ob am Tag, bei schlechter Witterung oder in angehender Dämmerung: auch wenn es Ihre eigene Sicht nicht zwangsläufig verbessert, werden Sie von anderen Fahrern früher und zuverlässiger gesehen. So lassen sich viele gefährliche Situationen ohne jeglichen Aufwand vermeiden.<<

Foto: Pixabay

 

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