Rettet die Bienen …

Volksbegehren ab 31. Januar für „die Artenvielfalt und Naturschönheit Bayerns"

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Rettet die Bienen: Vom 31. Januar bis zum 13. Februar läuft ein Volksbegehren unter diesem Titel in ganz Bayern! In den Gemeinden gibt’s zum Teil Sonder-Öffnungszeiten der Rathäuser während der Eintragungsfrist. Erfolg hat es jedoch nur, wenn sich während dieses Zeitraumes mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten unter Vorlage des Personalausweises in die Unterschriftenlisten eintragen, die nur in den örtlichen Rathäusern ausliegen.

 

Andreas Gumminger aus Rechtmehring setzt sich im Landkreis Mühldorf engagiert für das Volksbegehren ein: „Das Volksbegehren ist die größte Chance für den Naturschutz seit Jahrzehnten. Es verspricht, das wirksamste Naturschutzgesetz in Europa zu werden … damit das stille Sterben der Bienen, Schmetterlinge, Vögel und Insekten ein Ende hat.“

 

Unser Beispiel ist die Gemeinde Eiselfing, die auf ihrer Homepage zum Volksbegehren umfangreich und vorbildlich informiert:

 Volksbegehren „Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern“, bekannt auch unter dem Namen: „Rettet die Bienen“!

Was ist der Inhalt des Volksbegehrens?
Der Inhalt des Volksbegehrens ist der Zuslassungsbekanntmachung zu entnehmen.

Wann können Sie sich eintragen?
Die Eintragungsfrist beginnt am 31. Januar 2019 und läuft bis 13. Februar 2019. Die amtliche Eintragungsbekanntmachung erfolgte am 21.12.2018.

Wo können Sie sich eintragen?
Einwohner der Gemeinde Eiselfing können sich eintragen im Einwohnermeldeamt der Gemeinde Eiselfing, Am Pfarrstadl 1, 83549 Eiselfing, Zimmer 0.2.

Die Eintragungszeiten sind:

Mo.-Fr.   8 – 12 Uhr
Mo.-Mi.   13 –16 Uhr
Do. 13 – 18 Uhr
Zusätzlich:
Do. 07.02.2018
18 – 20 Uhr
Sa. 09.02.2018
10 – 12 Uhr

Wer kann sich eintragen?
Eintragungsberechtigt sind alle Deutschen im Sinn des Art. 116 Abs. 1 des Grundgesetzes, die spätestens am letzten Tag der Eintragungsfrist das 18. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten in Bayern ihre Wohnung, bei mehreren Wohnungen ihre Hauptwohnung, haben oder sich sonst in Bayern gewöhnlich aufhalten und nicht vom Stimmrecht ausgeschlossen sind. Die Ausübung der Eintragungsberechtigung setzt die Aufnahme in das Eintragungsverzeichnis voraus. Dieses kann gemäß der Bekanntmachung vom 13.11.2018 am 11.01, 14.01. und 15.01.2018 eingesehehen werden.

Was ist, wenn ich mich während der gesamten Eintragungsfrist nicht in Eiselfing aufhalte?
In diesem Fall besteht die Möglichkeit, einen Eintragungsschein zu beantragen, mit dem Sie sich in einer anderen Gemeinde in Bayern eintragen können. Bei Krankheit oder körperlicher Behinderung kann mittels des Eintragungsscheines auch eine andere Person beauftragt werden.

Näheres kann ebenfalls der Bekanntmachung vom 13.11.2018   entnommen werden. Benutzen Sie nach Möglichkeit das Antragsformblatt für die Erteilung eines Eintragungsscheines.

 

Foto: Die Grünen

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22 Gedanken zu „Rettet die Bienen …

  1. Ich find es toll, dass Ihr diesen Artikel veröffentlicht.
    Das Artensterben – und hierbei handelt es sich nicht nur allein um die Bienen – ist dramatisch!

    Wie dramatisch, ist kaum jemandem bewusst. Es ist nicht nur „5 vor 12“, eher „1 Minute vor 12“ und es herrscht dringender Handlungsbedarf!

    Die Politik wird (wie fast immer) zu langsam reagieren und Gott sei Dank haben wir mit der Möglichkeit eines „Volksbegehrens“ hier in Bayern die Chance, selbst als Volk bzw. Bürger was zu tun.
    Bitte liebe Redaktion, belasst es aber nicht nur bei diesem einen Artikel.

    Bringt das Thema in regelmäßigem Abstand wieder, damit alle immer wieder daran erinnert werden, sich in ihrer Gemeinde einzutragen.
    Danke!

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  2. Auf der Homepage werden 6 Punkte genannt, für die sich die Organisation einsetzt. Grob gesagt setzt man sich für die Abschaffung der Marktwirtschaft ein.
    Aber WAS GENAU wird passieren, wenn der Antrag durch geht? Rettet die Bienen klingt sehr blumig. WER genau wird denn damit zu WELCHEN Maßnahmen gezwungen oder aufgefordert? Was sind denn die Forderungen, die bei einem positiven Volksbegehren angestrebt werden? Die 6 Schwerpunkte können‘s ja kaum sein.
    Das Volksbegehren zum G8/G9 war eindeutig. Bin ich für G8 oder G9 – fertig.
    Aber was stimme ich hier ab? Ich bin gegen das Bienensterben. Toll … Und dann? Dann dürfen Bienen per Gesetz nicht mehr sterben?
    Ich würde sagen, setzt euch nochmal hin und kommt mit einer konkreten Forderung, G8 oder G9, Rauchen in Gaststätten ja/nein…
    Wie wärs mit einem Volksbegehren zum Verbot von Pestiziden? Da ist klar, was man abstimmt.

    Anm. d. Red.:

    Lieber SUPERINGO: Mit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen – stoppt das Artensterben“ wollen über 50 Bündnispartner das bayerische Naturschutzgesetz KONKRET ändern.

    Unter anderem sollen zum Beispiel Biotope besser untereinander vernetzt und die Biolandwirtschaft ausgebaut werden.
    Des Weiteren sollen Land- und Forstwirte in ihrer Ausbildung mehr über Naturschutz lernen und zum Beispiel ab sofort ein jährlicher Bericht über den Zustand der Natur in Bayern verfasst werden.

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    1. Der SuperIngo weiß also nicht (oder will nicht verstehen), was der Inhalt des Volksbegehrens ist, folgert daraus aber messerscharf, dass die Konsequenz eine „Abschaffung der Marktwirtschaft“ wäre. Diese steile These hätte man als interessierter Laie vom Superingo nun doch gerne genauer erklärt bekommen. Ebenso die Frage, warum man eine „Marktwirtschaft“, deren offensichtlich notwendige Konsequenz das Verschwinden der Biodiversität zu sein scheint, eigentlich unbedingt erhalten sollte.

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    2. @Redatkion:
      Sollte man das den Leuten nicht sagen? Auf den Plakaten steht „Stoppt das Artensterben“. Wer von den 1 Mio Menschen die das unterschreiben sollen, wird auf die Homepage gehen, ganz nach unten scrollen, nach dem man erfahren hat, wie man zum Rathaus kommt, und sich die 6 Punkte durchlesen? Oder gar in der hintersten Ecke auf die FAQs klicken?

      @Innleiten: schon mal nageschaut oder blind eine Biene gerettet?
      Wenn man die Leute nach der Unterschrift fragt, was sie unterschrieben haben, sagen sie „gegen das Bienensterben“ und haben keine Ahnung, wie und was …
      … Ich rege mich nicht darüber auf, dass man Aktionen gegen das Artensterben unternimmt. Ich sage nur, dass dieses Volksbegehren nicht mit Inhalt sondern mit der Tränendrüse glänzt.
      (Kommentar von der Red. gekürzt)

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      1. Also entweder haben sie meine Fragen nicht verstanden oder die Antwort drauf ist der Kürzung durch die Redaktion zum Opfer gefallen. Also nochmal: Wo und inwieweit fordert das Volksbegehren eine Abschaffung der Marktwirtschaft? Und warum sollte man eine „Marktwirtschaft“, deren offensichtlich notwendige Konsequenz das Verschwinden der Biodiversität zu sein scheint, eigentlich unbedingt erhalten? Und dann hätte ich zusätzlich noch eine dritte Frage: schließen sich Marktwirtschaft und ökologische Rahmenbedingungen ihrer Ansicht nach kategorisch aus?

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      2. Ein bisschen Recht hast du schon. Es verhält sich wie bei den hier kritisierten Bauern. Möglichst gutes Verhältnis von Output zu Input und die Menschen wollen ohne großen Aufwand (eine Unterschrift) das gute Gefühl haben, etwas Gutes getan zu haben. Sich vorher informieren würde das Verhältnis wieder kaputt machen. Also unterschreiben, freuen und Ansehen genießen.

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  3. Hallo,
    ich finde diese Aktion auch sehr wichtig. Glaube auch, die Gemeinden könnten viel dazu beitragen.
    z.B. indem die öffentlichen Flächen (außer Spielplätze) nicht so oft gemäht werden.

    Lieber schaut es etwas „ungepflegt“ aus, dafür erhalten wir den Lebensraum …

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    1. Ist doch kein Wunder, dass Bienen sterben. Es wird doch alles bebaut.

      Seht doch die kleinen Dörfer an, wie die wachsen. Egal, ob Gemeinde Eiselfing oder Babensham, oder sonst wo!

      Gewerbegebiete entstehen und der Lebensraum wird immer kleiner! Und die Wiesen, die es noch gibt, sind nur noch Monokultur!

      Ja kein Unkraut mehr oder sie werden in Maisfelder umgewandelt. Bevor der Löwenzahn blüht, wird abgemäht!

      Es waren einst die Bauern, die Landschaftspflege betrieben haben! Heute werden die Felder verkauft und jeder baut sein Haus darauf! Es geht nur noch ums Geld! Da hilft ein einziger Fleck mit Blumen auch nicht viel!

      Die Bauern und wir müssten umdenken. Nicht soviel Gewerbe und Baugebiete, keine Monokulturen! Dann haben Bienen eine Chance! Alles andere ist nur zur vermeintlichen Beruhigung des eigenen Gewissens!

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      1. Babensham als Beispiel für ein rasant wachsendes Dorf… Ich sollte mal wieder vor die Tür gehen, denn das ist mir entgangen…

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        1. Herbert, dann schauen sie sich mal Würmertsham, Neudeck und Peiting als Beispiel an! Häuser, Straßen und natürlich Straßenlaternen! Sonst ist es ja zu dunkel auf dem Land. Aber das ist ein anderes Thema!

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          1. @Lina,
            Sie haben recht, die Lichtverschmutzung schadet den Insekten.
            „Schattenseiten des Lichts“ kann man in http://www.spektrum.de lesen.

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          2. Ja dann muss es an mir liegen. Wer Peiting nicht kennt, ist vermutlich nicht mehr zu retten. Oder ich war einfach von dem Wort Gewerbegebiet fehlgeleitet.

            Ich hoffe wenigstens die Schnecken dürfen noch ihre eigenen Häuser haben.

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    2. Annette Diouri

      Das allein wird leider nicht helfen. Es geht auch darum z.B. diverse Unkrautvernichtungsmittel etc. zu verbieten, die die Bienen töten. Da helfen auch keine blühenden Wiesen mehr, wie ich traurig jedes Jahr in meinem Garten feststelle. @ SuperIngo: Vielleicht erfindet die „Marktwirtschaft“ dann eine Pflanzenbestäubmaschine für die Landwirte (zynischer Tagtraum meinerseits) damit wir weiter was zu essen haben.

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  4. Stoppt die Hysterisierung

    Netter Aufruf, der allerdings einen kleinen Fehler enthält: Es gibt kein Bienensterben.
    Wer’s nicht glaubt:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/weltbienentag-die-honigbienen-sterben-nicht-a-1208252.html
    (…)

    Hier wird wieder einmal mehr ein trojanisches Pferd auf die Bühne geschoben – es geht weiter in Richtung auf Decarbonisierung und Morgenthauplan 2.0.

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    1. Manfred Braun

      Man sollte die Artikel auch lesen, bevor man zu diesen verlinkt. Der Spiegel-Artikel stellt lediglich in Frage, ob es ein Honigbienensterben gibt. Die Wildbiene ist wie viele weitere Arten auch selbstverständlich gefährdet. Worauf ganz klar und eindeutig im Artikel hingewiesen wird.
      Und ob Artikel von einem klar rechtspopulistischen Blog wie Achgut als neutral zu bezeichnen sind, möchte ich doch stark bezweifeln. (Anm. d. Red.: Dieser Link wurde von uns gelöscht.)
      Was wiederum an der Decarbonisierung auszusetzen ist und was das mit dem Morgenthauplan zu tun haben soll, erschließt sich mir vor diesem Hintergrund überhaupt nicht.

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      1. Stoppt die Hysterisierung

        Jep, Wildbienensterben. Nicht Honigbienen. Ist klar, denn anders als für Honigbienen gibt es für Wildbienen keine belastbaren Zahlen, da muss man dem Artensterben-Tatütata der Umweltalarmistern glauben.
        Oder auch nicht. Glauben ist jedenfalls einfacher als selbst zu recherchieren (hier bspw.: https://www.faz.net)

        Und sicher auch richtig: Dir ist der Zusammenhang zwischen Decarbonisierung und Morgenthauplan nicht nachvollziehbar. Deswegen unterschreibst du auch bei dieser Aktion. Ach ja, es ist wirklich mindestens genau so erhebend wie einfach, auf der richtigen Seite zu stehen.

        p.s.: Bezieht sich das „Artensterben“ nur auf das Verschwinden von Arten oder ist das „Artensterben“ ein saldierter Wert aus ausgestorbenen Arten und neu entdeckten Arten?

        Anmerkung der Redaktion: Wir bitten darum, Punkt 4 unserer Leitlinien für Kommentare zu beachten.

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        1. Manfred Braun

          Ich habe mit keinem Wort erwähnt, wie ich zum Volksbegehren selbst stehe. Insofern halte ich es für erstaunlich, dass Sie wissen, auf welcher Seite ich mich befinde. Ich wehre mich aber entschieden dagegen, wenn jemand den Einsatz für den Arten- und Umweltschutz als Alarmismus verunglimpft und das auch noch auf eine höhere historisch-politische Ebene hievt, wo es überhaupt nicht hingehört. Es wäre im Übrigen der Diskussion auch zuträglich, wenn man Personen, die man ansonsten nicht kennt, erstmal siezt. Und man sollte sich vielleicht auch darauf einigen, dass das Posten von Links nicht ein Wahrheitsbeweis per se ist.

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        2. Dann erklären Sie halt einmal den Morgenthauplan und wie er mit der Dekarbonisierung zusammenhängen soll. Dass Deutschland nach dem 2. Weltkrieg ein Kartoffelacker werden sollte, war Propande des Joseph Goebbels. Henry Morgenthau wollte dass die Judenvernichtung beendet wird und Kriegsverbrecher bestraft werden und die Entfesselung eines neuen Krieges verhindert.

          In der ZEIT gibt es einen Artikel von Bernd Greiner (Historiker und Politologe) unter dem Titel die Morgenthau Legende.

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    2. Stoppt die hysterischen Leute, die hinter Vielem, sei es ein Kondensstreifen oder das Bienensterben, einen Plan von Morgenthau (…) herbeifaseln.

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      1. … es gibt in Bayern ca. 5 Milliarden Bäume und in etwa 3,4 Millionen Ha. bewirtschaftetes Nutzland.
        Dazu kommen noch Freiflächen und etliche private Grünflächen. es ist also mehr als ausreichend fruchtbare Fläche für die Bienen da..
        Sicher mag jeder Bienen, denn sie sind nützliche, fleißige Tiere, die jeder mag und auch schützen möchte, aber dabei geht es in diesem Begehren nur zu einem, wenn überhaupt, sehr geringen Teil.

        Die allgemeine Beliebtheit der Biene wird hier in dem Begehren wissentlich ausgenutzt, um unter dem Vorwand, diese zu schützen, ganz etwas anderes zu erreichen. Zum Beispiel die Landwirte dazu verpflichten, dass sie auf 30% ihrer Fläche biologisch anbauen müssen, usw…
        Man sollte sich das Begehren genau durchlesen, überlegen und dann entscheiden…

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  5. Witzig. Im Sommer beim Kaffee und Kuchen findet die Biene jeder doof…ähh da kann mann es ja gar nicht aushalten…bäh soviel Bienen…

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  6. Da sollte man Bienen und Wespen auseinanderhalten können. Mich hat noch selten eine Biene beim Kaffee gestört.

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