„Rennwagen“ bei Testfahrt gestoppt

Rosenheimer Polizei zieht komplett umgebauten BMW aus dem Verkehr

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Beamte der Rosenheimer Polizei kontrollierten am Freitagnachmittag im Bereich der B15 einen 30-jährigen Rosenheimer, der mit seinem BMW unterwegs war. Die Beamten stellten am BMW fest, dass es sich um eine Art Komplettumbau, für den Einsatz auf einer abgesperrten Rennstrecke handelte. Die Front- und Heckstoßstange waren verändert, das neu eingebaute Sportfahrwerk entsprach nicht den Herstellerangaben und im Innenraum wurde ein Überrollkäfig verbaut.

Die Bereifung durch so genannte SEMI-Slicks war bis auf die Karkasse abgefahren und da das nicht zugelassene Fahrwerk viel zu tief war, schleiften die Reifen beim Lenkeinschlag an der Innenseite der Radkästen.

Die Abgasanlage war technisch verändert und entsprach nicht den Herstellerangaben. Die Fensterscheiben waren teilweise mit Folie getönt, dass Sichtfeld des Fahrers war dadurch nicht unerheblich eingeschränkt. Im Motorraum wurde ein für die Rennstrecke vorgesehener Ladedruckregler für den Turbolader verbaut.

Der BMW wurde von den Beamten noch vor Ort zur Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt.

Gegen den Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren mit Punkten in Flensburg eingeleitet. Wie der Fahrer schilderte, war er auf dem Weg zum Sudelfeld, um sein neu eingebautes Getrieben zu testen.

 

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Ein Kommentar zu “„Rennwagen“ bei Testfahrt gestoppt

  1. Super gemacht. Ein Lob an die Polizei. Im Sudelfeld sind das die Fahrzeuge die mich als Motorradfahrer mit Höllenlärm und Geschwindigkeit überholen, wenn ich als Motoradfahrer mit 60 km/h die Strecke fahre. Die Anzal dieser lauten PS-Boliden wird leider auch immer mehr auf den Straßen. Da macht sich aber wegen der Fahrverbote keiner Gedanken. Gleichbehandlung? Fehlanzeige!

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