Reihentestungen angesetzt

Landratsamt meldet 18 corona-infizierte Mitarbeiter in Waldkraiburger Schlachtbetrieb

In einem Schlachtbetrieb in Waldkraiburg sind bislang 18 Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Neun weitere Angestellte befinden sich als Kontaktpersonen I zum Jahreswechsel in Quarantäne. Das teilte das Mühldorfer Landratsamt am gestrigen Silvester-Abend mit, berichtet der Bayerische Rundfunk. In dem 400 Mitarbeiter großen Betrieb werden mehrere Reihentestungen stattfinden – die nächsten seien nun am kommenden Montag, 4. und am Donnerstag, 7. Januar.

Der Schlachtbetrieb Vion in Vilshofen im Landkreis Passau – zu dem auch der Betrieb in Waldkraiburg gehört – hatte bereits vor einem Monat gemeldet, dass 82 der rund 300 Mitarbeiter des Schlachthofs positiv auf Corona getestet wurden. Seit Monaten schon führt das Unternehmen konzernweit wöchentliche Testungen durch, um sicherzustellen, dass corona-infizierte Beschäftigte frühzeitig erkannt werden …

Mehr als 650 Corona-Infektionen beim Branchenriesen Tönnies in Rheda-Wiedenbrück  hatten im vergangenen Sommer für Schlagzeilen gesorgt. Während der Betrieb – einer der großen Schlachtbetriebe Deutschlands – erstmal weiter lief, mussten dort 7.000 Menschen in Quarantäne, Schulen und Kitas im Kreis Gütersloh blieben bis zu den Sommerferien geschlossen.

In Fleisch verarbeitenden Betrieben herrschen niedrige Temperaturen – um die zwölf Grad Celsius. Das gewährleisten spezielle Lüftungs- und Kühlsysteme. Diese niedrigen Temperaturen seien aber leider ideal für Viren wie SARS-CoV-2, sagen Experten.

Bei starker Belüftung, die für die Bewegung der Luft sorgt, können die Viren offenbar – die höchstwahrscheinlich nicht nur in den Speicheltröpfchen, sondern auch den deutlich kleineren Aerosolen enthalten sind – weitere Distanzen zurücklegen als anfangs angenommen.

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5 Kommentare zu “Reihentestungen angesetzt

  1. Der Einzelhandel bleibt geschlossen. Die Fleischindurstrie produziert fröhlich weiter. Muß man nicht verstehen, oder? Wie wäre es zumindest mit einer Sonderabgabe für Tönnies und Co. mit der sie direkt Künstler, Soloselbständige, Händler und Messebauer entschädigen könnten? Auf jede Wurst 1 Euro oder so ….

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    1. Die,die jetzt wegen des Lockdown keine Arbeit haben könnten sofort bei Schlachthöfen,Großbäckereien in der Milchindustrie, Landwirtschaft usw.
      anheuern und wären somit systemrelevant. Sie hätten wesentlich kürzere Anfahrtswege wie die osteuropäischen Leiharbeiter und müßten nicht
      in ungesunden Containern hausen. Übrigens, in Schlachthöfen werden Lebensmittel für den täglichen Verzehr verarbeitet.

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      1. Klar. Da man sich im Einzelhandel nicht ansteckt soll man in der Fleischindustrie arbeiten und sich dort in den Kühlhäusern oder Kantinen anstecken. Geht’s noch? Dann doch lieber die Massenschlachterei schließen und den Einzelhandel – wo nachweislich nichts passiert – wieder öffnen. Übrigens: Wer sich die Zahlen genau ansieht wird bemerken, dass sich durch den bisherigen Lockdown nichts geändert hat. Ein möglicher Grund: Es wurden die falschen Orte geschlossen.

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        1. Völlig richtig, das einzige Problem ist, dass praktisch alle kleineren Schlachthöfe schon vor Jahren geschlossen wurden und es sich für normale Metzgereien einfach nicht rentiert, noch selbst zu schlachten.

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  2. Wer die heutigen Nachrichten gesehen hat, hat spätestens jetzt erkannt, warum die Zahlen nicht runtergehen.
    Schrecklich, dass alle leiden müssen durch völlig unvernünftige Menschen.

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