Reichsbürger luden zum „Gottesdienst“

Veranstaltungsleiter war ein 54-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim - Polizei alarmiert

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Wie das Polizeipräsidium am heutigen Montagvormittag meldet, gab es gestern Vormittag in Obing eine als Gottesdienst deklarierte Veranstaltung von mehreren Personen, die der Reichsbürgerszene zuzurechnen seien. Die Polizei wurde zu der Veranstaltung gerufen. Nach erfolgter polizeilicher Anzeigenaufnahme „war die Messe gelesen“, so das Präsidium. Die Veranstaltung wurde durch die Organisatoren beendet. Die Hygiene-Schutzmaßnahmen seien bei der Veranstaltung zudem nicht beachtet worden …

Gegen 10.30 Uhr hatte die Polizeiinspektion Trostberg eine Mitteilung über eine größere Zusammenkunft in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Fahrschule in Obing erhalten. Dort waren mehrere Fahrzeuge geparkt, eine größere Anzahl von Personen hielt sich im früheren Unterrichtsraum des Gebäudes auf.

Die Anwesenden hielten sich nicht an die geltenden Hygienevorschriften. So wurden beispielsweise keine Mindestabstände eingehalten, auf das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung wurde gänzlich verzichtet.

Bei der Kontrolle durch zwei Streifen-Besatzungen der Polizei wurden elf Personen festgestellt, die nach behördlicher Definition der Reichsbürgerszene zuzuordnen sind. Der Veranstaltungsleiter, ein 54-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim, deklarierte das Zusammentreffen als Gottesdienst.

Die polizeilichen Feststellungen konnten diese Deklarierung jedoch nicht bestätigen, weshalb alle Anwesenden wegen Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt wurden.

Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde die Veranstaltung von den Anwesenden selbst beendet.

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