Ramerberg: Polizei will helfen!

Verkehrschaos: Wasserburgs Inspektionschef nimmt Sorge der Anwohner ernst

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„Ich schau‘, was ich tun kann“ – das sagt Wasserburgs Polizeichef Markus Steinmaßl. Er nimmt die Problematik rund um das Verkehrschaos auf der B15 (wir berichteten) sehr ernst. Den Anwohnern bereitet das hohe Lkw-Aufkommen auf kleinen Straßen in der Gemeinde Ramerberg seit der Sperrung der Bundesstraße einige Sorge. Vom Straßenbauamt Rosenheim war auf Anfrage dagegen zu hören: „Wir können nichts zu tun. Wir haben perfekt ausgeschildert.“

Unser Foto – seit gestern rund um Ramerberg ein alltägliches Bild: Eine kleine Brücke und darauf ein Schulbus mit einem Lkw aus Osteuropa im Begegnungsverkehr …

 

Wasserburgs Polizeichef Steinmaßl jedenfalls will sich sofort der Lkw-Problematik rund um Ramerberg (wir berichteten) annehmen.

Noch vier Wochen lang sind die Sperrungen geplant. Steinmaßl will sich jetzt mit der jeweils zuständigen Verkehrsbehörde (Gemeinde oder Landratsamt) wegen sinnvoller Maßnahmen besprechen.

Matthias Kreuz vom Straßenbauamt erklärte gegenüber der Wasserburger Stimme, dass man bereits im Januar mit der Gemeinde und den Vertretern des Landratsamtes zu einer entsprechenden Verkehrsbesprechung wegen der B15 zusammen gesessen sei. Dass die Bahn nun gleichzeitig am Ramerberger Bahnübergang Bauarbeiten gestarte habe,  habe man erst vor etwa drei Wochen erfahren, so Kreuz. Darüber sei auch er „entsetzt“ gewesen.

Zur Situation mit den vielen Lkw auf Schleichwegen rund um die Baustelle der B15 sagte er, da könne er nichts machen – das sei wie überall woanders auch. Von ihrer Seite habe man „perfekt ausgeschildert“, betonte er noch einmal. Mehr ginge da nicht.

Auf die Frage der Wasserburger Stimme, warum denn die Fahrbahn der B15 an diesem Streckenabschnitt überhaupt erneuert werden müsse – so schlecht sei sie doch gar nicht gewesen – erwiderte Kreuz, dass die B15 im Raum Ramerberg in einem „koordinierten Erhaltungsprogramm“ gelistet sei. Und dieses arbeite man ab. Vereinfacht gesagt, gehe es um die Tragschicht, die nicht mehr in Ordnung sei.

Übrigens sei bei ihm „die Hölle“ los – Telefonate und E-Mails über E-Mails besorgter Bürger zum Thema Ramerberg.

rd

 

 

 

 

 

 

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7 Gedanken zu „Ramerberg: Polizei will helfen!

  1. „Von ihrer Seite habe man „perfekt ausgeschildert“, betonte er noch einmal. Mehr ginge da nicht.“

    Sorry, wie weltfremd ist das denn? Die fahren nach ihrem Navi, die Ausschilderung ist denen völlig egal.

    Evtl sollte man an bestimmte Stellen einen Polizisten hinstellen, der die Herren Lkw-Fahrer zurechtweist.

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    1. Oder z.B. bei der Verbindungsstraße (Feldweg) von Katzbach nach Sendling eine Höhenbegrenzung installieren. Fraglich ist auch ob die Katzbachbrücke die Lasten trägt.

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  2. Ferner ab der Realität als das Amt, kann man kaum sein.
    Viele Grüße, jemand aus’m Amt.

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    1. Das Problem wär sofort und billig zu lösen. Schwerlastkontrolle am Parkplatz Reisacher Hölzl und Abfahrt Attel.
      Aber die tun halt lieber Bulldogs kontrollieren.
      Die Bauern sind anscheinend bessere Zahler als die Osteuropäer und sonstigen Umwegfahrer. Was leider übrigbleibt sind kaputte Bankette und Feldwege.

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      1. Ah de Bulldogfahrer schods scho a ned wenns kontrolliert wern …

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  3. Ich verstehe die Aussage dieser Führungskraft überhaupt nicht. Immer gleich eine Schuld von sich schieben, ist doch keine Lösung. Erkennen und mitteilen, dass man sich um die Sache kümmern muss.

    @Straßenbauamt: Uns Betroffenen ist doch nicht langweilig! Seit Montag rauschen Fernlastzüge durch Attel. Kommen Sie doch mal bitte von Ihrem Schreibtisch hervor und machen Sie sich selbst ein Bild. Es kann wohl kaum von einer professionellen Ausschilderung gesprochen werden, wenn so etwas vorkommt. Sind Sie schon mal selbst die Strecke abgefahren?

    Von Ebersberg auf der B304 kommend sind an der Kreuzung zur B15 drei Schilder. Beim ersten ist Rosenheim offen, beim zweiten durchgestrichen und dann beim dritten wieder offen.
    Von Landshut kommend steht an der Kreuzung eine Bedarfsampel. Das ist kein eindeutiges Zeichen der Beginn einer Umleitung, sondern dient der Verkehrssicherheit. Es ist keine Sperre eingerichtet mit dem Hinweis UMLEITUNG.

    Das ist doch alles dilettantisch.
    Und was ist, wenn Unfälle aufgrund dieser Schlamperei passieren?

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    1. In meinem Arbeitsleben habe ich mal gehört, dass so etwas unter grob fahrlässig fällt und ich dafür persönlich grade stehen muss, wenn es kracht.
      Aber im Amt scheint dieser Grundsatz wohl keine Rolle zu spielen.

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