„Radlweg nicht verkehrstüchtig”

Gefährliches Teilstück des Inn-Radwegs in Gabersee: Manfred Förtsch wendet sich an den Bezirk

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Er ist vielen Wasserburgern noch als ehemaliger Stadtbaumeister bekannt. 25 Jahre leitete Manfred Förtsch das Stadtbauamt. Das Radln gehört zu seinen Hobbys. Und da ist er auch für die Wasserburger Stimme unterwegs und berichtet von den schönsten Touren und Radlwegen im Altlandkreis. Leider gibt’s dabei auch die eine oder andere holprige Stelle. Und sogar eine gefährliche – wie Förtsch jetzt dem Bezirk Oberbayern in einem Schreiben mitteilte.

„Es handelt sich dabei um ein Teilstück mit einer Länge von rund 200 Metern, das nur aus einem Kiesweg besteht und außerdem ein erhebliches Gefälle aufweist. Bei stärkeren Regenfällen wird der Weg ständig ausgewaschen und es entstehen gefährliche Spurrillen”, so der ehemalige Stadtbaumeister. Der Streckenabschnitt, um den es geht: Ein kleines, aber viel befahrenes Teilstück des Inn-Radweges vom Inn-Salzach-Klinikum zum gut Gern.

„In meiner Amstzeit ist die Kanalisation des Ortsteiles Attel über diesen Weg an die Kanalisation von Wasserburg angeschlossen wurde. Im Zuge dieser Maß­nahme wurde der Weg mit Mineralbeton in einen sehr guten Zustand versetzt. Seitdem hat sich keiner mehr bemüht, diesen Weg instand zu halten, sodass die Verkehrssi­cherheit mittlerweile nicht mehr gegeben ist”, schreibt Förtsch an den Bezirk Oberbayern, der für den Weg zuständig ist.

Bei dem Weg handle es sich um einen Teilstück des überregionalen Inn-Radwegs, der von Rosenheim kommend über Attel, Kornberg, Gabersee in die Altstadt von Wasserburg führt. „Ich selbst bin den gesamten Radweg von St. Moritz bis Passau schon gefahren, je­doch ist mir kaum ein Wegstück bekannt, das in einem derart schlechten Zustand ist wie dieser Abschnitt. Selbst die Teilstücke im Engadin die über die Muren führen haben einen viel bessere Oberfläche.”

Nachdem der Bezirk offensichtlich nicht im Stande ist, den Weg dauerhaft in Ordnung zu halten empfiehlt Förtsch, dieses Teilstück zu asphaltieren. „Vielleicht kann sich auch im Rahmen einer Vereinbarung der Landkreis Rosenheim in Ab­stimmung mit der Stadt Wasserburg hier beteiligen, da es doch eine Maßnahme für den Tourismus und Freizeit ist.”

Förtsch weiter: „Sollte dies nicht zustande kommen, bitte ich darum, in Gabersee und in Attel alle Schilder des Inn-Radweges zu entfernen und eine andere sichere Route zur Anbindung an die Stadt Wasserburg zu wählen.”

 

 

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Klobeck Sommer201907

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12 Kommentare zu “„Radlweg nicht verkehrstüchtig”

  1. Sonst hama koane Probleme oder?
    Ps. Bin selbst Radler aber koana aus da stod sondern vom Land do Sama sowos gwont.

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  2. Sehr gute Idee, asphaltieren!!! Ich glaub ich spinn. Alle reden von rettet die Bienen
    und dann muss immer mehr zubetoniert werden. Gibt es keine bessere Idee?

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    Antworten
  3. (…) Jeder Wasserburger “Stadtradler” ist nach 5 Minuten Fahrt auf dem flachen Land und deswegen ist jeder – bestimmt auch der Manfred Förtsch-Menzel – Kies und Schotterpisten gewohnt und einigermaßen geländetauglich.
    Hier ist es halt die Kombination aus der nicht unerheblichen Steigung und der Beanspruchung durch landwirtschaftlichen Verkehr, die den Weg besonders schlecht und gerade bergab auch gefährlich macht. Wenn so ein Teilstück dann Teil einer überregional bedeutenden Radroute ist, dann kann man schon mal überlegen, wie man das verbessern kann. Das ist dann noch lange nicht so lächerlich, wie z.B. SUV-Fahrer, die drüber jammern, dass es auf der geteerten Straße vor der eigenen Haustüre ein paar Spurrillen oder kleine Schlaglöcher gibt.

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  4. Oidstoderer - das Original!

    Im Sommer 2017 kam an der Stelle (drittes Bild von oben, ungefähr da wo die Person zu sehen ist) ein 79jähriger Radfahrer aus Rott so schwer zu Sturz, dass er wenige Wochen später, unter anderem wegen der schweren Verletzungen verstarb.
    Er galt für sein Alter als überaus sportlich und kannte die Strecke sehr gut, weil er diese oft benutzte um eine Angehörige im Pflegeheim zu besuchen.

    @Hansl
    Bitte erklären sie dem Rest der Welt mal genauer, was die Biene auf einem Kiesweg besser finden kann als auf Asphalt/Beton.

    @Manfred Förtsch
    Ich finde deine Bemühungen, egal ob es um die junge MS-Gruppe oder die Sicherheit der Radfahrer geht, einfach nur fantastisch!
    Diese Welt könnte mehr ‘Manfred Förtsch’ vertragen!

    DANKESCHÖN!!!

    PS.: ich bin kein Radler und leide auch nicht unter MS.
    Ich freue mich nur an Menschen die Gutes tun!

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  5. I bin den Weg a scho oft gfahrn. Des is no a richtiger Radlweg. Wer Radl fahren ko, hat do koa Problem zum fahrn. Einfach a Bisserl langsam doa… (-;

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  6. Der Radweg von Edling nach Reitmehring wurde mit grobem Asphaltsplit aufgekiest,
    es ist besser, man schiebt sein Fahrrad!!!!!

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  7. Also ich bin den Weg mit meinem 6 jährigen Sohn vor 2 Wochen gefahren und keiner von uns hatte ein Problem an dieser Stelle – weder rauf noch runter!!!!
    Aus einer Mücke einen Elefanten machen!?!?

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  8. @ Oidstodera, need radlfahrn, aber aufregen?
    I konn need schwimma und reg mi a need auf, weil des Wossa so diaf is:(

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  9. Oidstoderer - das Original!

    Es ist scheinbar besser, irgendwelchen Blödsinn von Bienen zu verzapfen, als die Wahrheit zu akzeptieren.
    Fast die komplette Strecke dort hinten lang ist asphaltiert/betoniert.
    Warum ist das ausgerechnet beim (gefuhlt) steilsten Abschnitt nicht so?
    Und nochmals: was sollte ne Biene auf Schotter besser finden als auf Teer/Beton?

    Ich für meinen Teil, habe durch die dort vorherrschende Situation ausgelöst, einen guten Bekannten verloren.

    Und ob ich gerne Rad fahre oder lieber gehe und wandere sollte meine Sache sein.
    Insofern möchte ich bitte weiterhin meine Meinung haben dürfen!

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  10. @Oidstoderer: nicht ärgern, nur wundern! Es ist ja leider nichts Neues, dass ein gewisses Klientel Selbstvertrauen daraus tankt, im Internet in entsprechend maskulinem Duktus möglichst ausgrenzend und empathielos rüberzukommen. Lässt sich leider nicht ändern, aber zum Glück kriegen diese Leute im “real Life” den Mund nur höchst selten auf.
    Was man auch bedenken muss: Sand- und Kieslinsen und loses Geröll, wie sie diesen Weg so schlecht befahrbar machen, sind auf einem Feldweg optisch nicht so leicht vorher auszumachen wie z.B. ein Schlagloch oder ein Kanaldeckel auf einer geteerten Straße. Deswegen bemerkt man sie oft erst, wenn es zu spät ist, d.h. wenn man mitten drin steckt. Das ist vor allem ein Problem für diejenigen, die den Weg nicht aus Erfahrung kennen, also z.B. die meisten Radltouristen. Die fahren den Innradweg i.d.R. flussabwärts und damit an dieser Stelle bergab – also meistens etwas schneller. Freuen wir uns alle also darüber, dass der Markus, der Hansl, der DiDa und noch ein paar mehr so tolle Fahrradhelden sind, aber lassen wir deshalb bitte die Sicherheit und Gesundheit aller anderen nicht außer Acht!

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  11. Oidstodera,
    reg de need auf, is need guad für de Gsundheid.
    Hob a scho Freind von mir verlorn, weils an Bam onegrennd san, soi i mi desweng dafür eisetzn, dass olle Bam de neba da Strassn stehen weg gschnittn wern?
    Des mit de Bienen und dem Weg war doch nur sinnbildlich gmond für des wos überall zubetoniert und an Oberfläche versiegelt werd.
    Also cool bleim und gfrein das mas so sche ham bei uns.

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  12. Hallo das ist doch lächerlich, ich wohne jetzt seit 2003 in Wasserburg, gehe den Weg immer wieder mit meinen Hunden.

    Bis jetzt war das Radfahren dort kein Problem. Wobei die meisten Radfahrer den früheren Schotterweg von Gabersee am ehemaligen Kindergarten vorbei gekommen sind. Und man stelle sich vor – der war auch nicht geteert und zu dem auch wirklich steil.

    Und mal ehrlich, wem das Stück zu steil ist (was an und führ sich schon lächerlich ist), der schiebt seinen Drahtesel und ich hab mal läuten hören, dass Fahräder Bremsen haben und die sind glaube ich nicht nur zu Dekozwecken vorhanden.

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