Quarantäne in Wasserburg

Landkreis nutzt ein Schülerwohnheim in der Stadt für „Gestrandete" aus dem Ausland um

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Um die Betten in den RoMed-Kliniken für Corona-Patienten mit schwererem Krankheitsverlauf freizuhalten, wird ein Schülerwohnheim in Wasserburg ab sofort für Quarantänemaßnahmen genutzt. Das meldet das Landratsamt. Untergebracht werden hier ausschließlich ausländische Personen, die in Stadt oder Landkreis Rosenheim keinen Wohnsitz haben und darum nicht in den eigenen vier Wänden in häusliche Quarantäne gehen können. Aufgrund der Grenzschließungen ist es für sie derzeit nicht möglich, nach Hause zu kommen.

Die Personen, die im Schülerwohnheim untergebracht werden, seien bestätigte Corona-Fälle mit nur leichten Krankheitssymptomen, die keiner klinischen Behandlung bedürfen oder Verdachtsfälle, die noch auf das Testergebnis warten.

Sie werden im Schülerwohnheim in Einzelzimmern untergebracht, mit Nahrungsmitteln und allen notwendigen Dingen des Lebens versorgt.

Wie bei jeder anderen häuslichen Quarantäne dürfen die Personen das Gebäude nicht verlassen, untereinander keinen Kontakt haben und stehen unter ärztlicher Beobachtung, heißt es von der Behörde.

Eine Ansteckungsgefahr für die umliegenden Anlieger könne damit ausgeschlossen werden. Bestätigte Fälle bleiben bis zur Ansteckungsfreiheit nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts im Schülerwohnheim in häuslicher Quarantäne. Erst dann können sie die Heimreise antreten.

 

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21 Kommentare zu “Quarantäne in Wasserburg

  1. Wie wird gesichert dass die quarantäne eingehalten wird?

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  2. Das würde mich auch interessieren. Und wie viele Gestrandete sind es? Wenn da einer rausgeht, was passiert dann? Milde Form mag sein, dennoch bleibt eine Ansteckungsgefahr. Die Stadt oder der Kreis sollten bei so einer ernsten Sache, siehe Rede von Merkel, schon mehr Informationen geben.

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    1. Die Behörden hätten diese “Quarantäne-Station” in Wasserburg auch einfach stillschweigend einrichten können und (fast) niemand hätte es mitbekommen. Ich finde die Informationspolitik im Landkreis bislang gut und absolut ausreichend. Die zentralen Entscheidungen werden aktuell ohnehin in München getroffen!

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    2. Schon mal herzlichen Dank für die Ausgangssperre, die ihr uns bescheren werdet.

      Du hast es selbst geschrieben, gegen Influenza kann man impfen, gegen Corona nicht, d.h. man kann zu jeder Zeit die Kontrolle darüber zurückbekommen.
      Influenzakranke stecken im Schnitt 1-2 Leute an, bei Corona sind es 2-3 (würde man schön an der Kurve sehen, wenn man nicht nach dem Influenzaargument schon das Nachdenken aufhören würde).

      Die Inkubationszeit beträgt bei Influenza wenige Tage. Coronainfizierte verteilen die Viren bis zu 14 Tage lang ohne es zu wissen.
      Die Fallzahlen steigen exponentiell an, die Corona-Zahlen werden in wenigen Wochen die Influenzazahlen als lächerlich klein erscheinen lassen (siehe Fallzahlenkurve oder ITA-Kurven).

      Ich persönlich habe noch nie erlebt, dass Influenza eine Überlast in Krankenhäusern erzeugt, dass Ärzte sich entscheiden müssen, wen sie jetzt sterben lassen (siehe ITA oder eben Deutschland in 2 Wochen).

      (…) Man müsste sich einfach anständig informieren. Aber ausgerechnet jetzt gehen die Leute raus und verteilen Unwahrheiten zusammen mit Viren.

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  3. Wer garantiert dir das jeder der in häuslicher Quarantäne ist, diese auch einhält? Wenn ich das Verhalten unserer Mitmenschen ansehe bin ich mir sicher das es auch einige gibt

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  4. Diese Info bitte ich auch dringend von der Stadt an die Bürger weiterzugeben. Jeder macht sich Sorgen!

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  5. Auch wenn es sein kann, dass der ein oder andere die Quarantäne nicht einhält, sind diese Personen weit weniger problematisch als diejenigen, die nicht wissen, dass sie ansteckend sind (weil noch keine Symptome oder nur bisschen Husten).

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  6. Leider kapieren viele nicht um was es geht. Es sind auch hier bestimmt welche dabei, die die Quarantänemaßnahmen nicht einhalten und bei uns für eine entsprechende Ausbreitung sorgen.

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  7. Ist doch ne gute Idee! Die Krankenhäuser werden entlastet, das Wohnheim ist momentan unbenutzt und die Patienten haben sicher keine Lust viel rumzulaufen wenn sie krank sind.

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  8. Es gibt ein Infektionsschutzgesetz. Dort ist der Begriff Quarantäne (§30) bzw. geeignete Einrichtungen genau definiert.. Das Wort “geschlossen” taucht dort oft auf.
    Wie ein Schülerwohnheim, mitten in Wohnquartieren geeignet sein kann, dass wissen nur die Beamten des LA RO.
    Warum werden diese Patienten nicht in Kasernen der Bundeswehr (oder BuPo) mit Sanitätseinrichtungen untergebracht?
    Die ersten, aus China rückgeholten Bürger, wurden auch 2 Wochen in einer Kaserne in Quarantäne gesetzt, obwohl sie zu 95 % nicht infiziert waren.

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    1. Warum denken in der aktuellen Ausnahmesituation so viele Mitmenschen wieder nur an sich selbst? Genau diese Verhaltensweise wird zwangsläufig zu Ausgangssperren und weiteren verschärften Maßnahmen führen. Dann aber bitte kein Geschrei!

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      1. Da sie sich sehr Allgemein halten, verstehe ich nicht genau, ob sie mir Egoismus vorwerfen wollen.
        Die die Legislative und damit natürlich die Exekutive verlangen momentan viel von ihren Bürgern. Ich verlange als Bürger, von unserer Exekutive, dass sie verantwortungsvoll und damit auch VERNÜNFTIG handelt.
        Sollte das für Sie, “nur an sich selbst denken” bedeuten. bitte……

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    2. @ Hans K: bitte den § 30 dann genau lesen: in Abs. 2 heißt es “Kommt der Betroffene den … Anordnungen nicht nach oder ist nach seinem bisherigen Verhalten anzunehmen, dass er solchen Anordnungen nicht ausreichend Folge leisten wird, so ist er zwangsweise durch Unterbringung in einem abgeschlossenen Krankenhaus … abzusondern”. Das heißt, das wäre der 2. Schritt, wenn der 1. nicht greifen sollte und das ist in einem Rechtstaat eben sorgfältig abzuzwägen.

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      1. @rob: wer jetzt hier Gesetzestexte nicht richtig verstehen kann, überlasse ich mal jedem Einzelnen; kann ja jeder nachlesen im WWW.
        “durch Unterbringung in einem abgeschlossenen Krankenhaus oder einem abgeschlossenen Teil eines Krankenhauses abzusondern”.
        Dass die Krankenhäuser schon voll sind ist ja keine Frage. Meine Kritik richtet sich an das LA, dass mM verantwortungslos handelt, wenn es “ein Schülerwohnheim, mitten in Wohnquartieren” als geeignete alternativ Unterbringung auswählt (§30 Abs 1;7)

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        1. Dann müssten Sie aber bei allen, die zuhause in Quarantäne sind, genauso laut schreien, werter Herr K.

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        2. @ Hans K: Na ja, dann lesen Sie bitte nochmal vollständig zuerst den Absatz 1 und dann den Absatz 2. Dann stellen Sie fest, dass zwischen der Absonderung in ein (offenes) Krankenhaus bzw. eine geeignete Einrichtung und der zwangsweisen Unterbringung in ein abgeschlossenes Krankenhaus ein wesentlicher Unterschied besteht und dass Schritt 2. erst nach Schritt 1 erfolgen darf. Was die geeignete Einrichtung betrifft: Nachdem Krankenhäuser bekanntlich voll sind, wird man vermutlich auf die Schnelle keine leeren Kasernen oder andere geeignete leerstehende Objekte gefunden haben.

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  9. Annabelle
    Information ist wichtiger als keine oder falsche. Danke Wasserburg für ehrliche Information bzgl. des Wohnheims. Auch ich hätte eine wichtige Info an alle Mitbürger:
    Es gibt Menschen in unserer Gesellschaft die sehr krank sind und aus diesem Grund mit einer Atemschutzmaske einkaufen gehen MÜSSEN,die schon lange im Besitz solcher Schutzmasken sind. Es kann eine durchgestande Transplantation dahinterstecken, MS oder andere schlimme Erkrankungen.

    So eine Maske ist von Haus aus ein nur sehr geringer Schutz für diese Menschen, welche oft seit Jahren leiden.

    Es kann nicht wahr sein, dass solche Mitbürger von anderen dermassen angegiftet werden!! Es heisst, dass gerade diese Menschen unseren Schutz brauchen. Bitte an “Wasserburgs Stimme” dieses Anliegen noch einmal gesondert als Thema ansprechen.
    Ich war 35 Jahre als Krankenschwester unter anderem auf einer großen Intensivstation mit Beatmungspatienten tätig. Da möchte kein Patient freiwillig hin.

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  10. In Hong Kong überwacht man Quarantänepflichtige mit Armbändern. Darum gibts da auch erst 4 Tote, obwohl Wuhan lediglich 900 km entfernt ist.
    Schade, dass wir nicht so toll regiert werden.

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  11. Was ist denn mit den Container für Flüchtlinge . Solche könnte man doch in Krankenhaus nähe aufbauen und dort Personen in Quarantäne isolieren .Dann wäre im Notfall was wir nicht hoffen wollen Hilfe nicht all zu weit. Oder ist das zu teuer und umständlich.

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  12. Ich finde es viel wertvoller und sinnvoller, anstatt mit Gesetzestexten rumzuwerfen einfach nur menschlich und rücksichtsvoll zu denken,

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  13. Nur zur info, Arztpraxen haben bisher von öffentlicher Stelle noch keine Schutzkleidung, Mundschutz u.ä. erhalten.

    Ich hatte das Glück 3 Wochen nach Bestellung in Eigeninitiative 10 ffp3 Mundschutze zu erhalten, für die ich 350 Euro zahle.

    Am Freitag erhielt ich einen Anruf, ob ich nicht an der ärztlichen Versorgung der oben genannten Quarantänestation teilhaben möchte, die ja laut info Landratsamt doch schon gesichert sei! Soweit zur allgemeinen Rücksicht ! Mehr ist glaub ich nicht zu sagen. (…)

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