Quarantäne auch für sechs Soldaten

Ein Mitarbeiter des Corona-Diagnostikzentrums in Ebersberg infiziert - Nun muss neues Personal eingearbeitet werden

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Über das Corona-Diagnostikzentrum in Ebersberg wurden zuletzt insgesamt 218 Bürger auf das Virus getestet, meldet das dortige Landratsamt. Ein Mitarbeiter des Zentrums habe sich mit SARS-CoV-2 infiziert. Er hatte dabei gar keinen direkten Kontakt zu Landkreisbürgern, die zu einem Corona-Abstrich ins Diagnostikzentrum gekommen waren – aber seine Kollegen gelten nun als Kontaktpersonen der 1. Kategorie und müssen in Quarantäne. Das gilt somit in Ebersberg nun auch für sechs Soldaten der Bundeswehr, die derzeit – wie berichtet – im Diagnostikzentrum unterstützend tätig sind oder besser waren …

Man werde nun neues Personal einarbeiten, teils aus dem Landratsamt oder über Neueinstellungen, heißt es von der Behörde.

Auch die Bundeswehr wurde um Ersatzpersonal gebeten.

Das BRK übernimmt in der Zwischenzeit die Abstriche.

Organisations- und Verwaltungsarbeiten erledigen die bisherigen Mitarbeiter soweit möglich im Homeoffice.

Bei 32 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg ist zum Stand gestern, Dienstag, 1. September 2020, eine Infizierung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen.

Bisher sind im Landkreis insgesamt 643 Infektionen aufgetreten. Fünf sind leider verstorben.

Seit vergangenen Freitag wurden acht Landkreisbürger neu positiv auf das Corona-Virus getestet. Die meisten von ihnen sind Reiserückkehrer aus zum Beispiel Italien, Serbien und Bosnien oder Partygäste. Nur in einem Fall lasse sich die Ansteckung nicht auf einen solchen Hintergrund zurückführen.

147 Landkreisbewohner sind im Raum Ebersberg derzeit als sogenannte KP1 (Kontaktpersonen) unter Quarantäne und dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt im landkreis Ebersberg aktuell bei 20.40. Der Wert ist deutlich unter der Signalmarke von 35 und mit kleinen Schwankungen stabil. Er zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben.

In der Ebersberger Kreisklinik gibt es aktuell keinen Patienten mit einer SARS-CoV-2-Infektion. Sieben Verdachtsfälle sind dort in Behandlung.

Das Bürgertelefon (08092) 823 680 verzeichnete innerhalb dreier Tage 183 Anrufe. Seit Montag wurden die Zeiten für diese Hotline deshalb wieder ausgeweitet.

Jetzt kann man sich von Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr dorthin wenden und am Freitag von 8 bis 13 Uhr.

Bei Stichproben in den regionalen Buslinien im Landkreis Ebersberg hat die Polizei festgestellt, dass das Gebot einen Mund-Nasenschutz zu tragen von den allermeisten Fahrgästen eingehalten wird.

Auch am heutigen Mittwoch wieder tagte der Ebersberger Krisenstab – wegen der besonderen Lage im Diagnostikzentrum und dem anstehenden Schulbeginn in der nächsten Woche!

Quelle: Landratsamt Ebersberg

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