Problematisch wird’s nächstes Jahr

... und übernächstes Jahr - Die finanziellen Aussichten waren schon mal rosiger für den Landkreis

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Und nun das Unerfreulichere zum Abschluss unserer Berichterstattung aus der heutigen Pressekonferenz mit Landrat Otto Lederer: Die finanziellen Auswirkungen von Corona auf den Landkreis-Haushalt! Heuer im Jahre 2020 sei ja noch alles ganz gut beherrschbar, schickte das Landkreis-Oberhaupt voraus, problematisch aber werde es anschließend. Gemeint waren die Jahre 2021 und 2022. Die Rede sei von einem dann massiven Einbruch der Umlagegrundlagen …

Foto: Renate Drax

Im Bild links Landrat Otto Lederer und daneben sein Pressesprecher, Michael Fischer, heute im Sitzungssaal des Landratsamtes.

Die Kreisumlage ist eine von den kreisangehörigen Gemeinden an den Landkreis zu zahlende Umlage zur Finanzierung der vom Landkreis erbrachten öffentlichen Leistungen. Die Kreisumlage ist wiederum zudem eine der wichtigsten Einnahmequellen der Landkreise. Und genau hier werde sich ab dem nächsten Jahr Corona wohl rückwirkend kräftig niederschlagen. Negativ.

Denn wie genau der Bund oder der Freistaat einspringen, das sei noch offen, sagte Otto Lederer. Eine Netto-Neuverschuldung werde man wohl in Betracht ziehen müssen, so die Prognose. der Plan sei, an den Projekten im Landkreis festzuhalten, aber es könne auch passieren, dass man eventuell was verschieben müsse. Da werde man aber sehr umsichtig vorgehen.

Gedacht sei hier an Bauvorhaben von landkreiseigenen Gebäuden – zum Beispiel die Sanierung einer Fassade oder ähnliches, was man halt auch parken könne. Natürlich sei hier NICHT an den Klinik-Neubau in Wasserburg zum Beispiel gedacht oder an das Bauvorhaben der FOS/BOS in Rosenheim. Das alles laufe weiter, so Lederer.

Der Landkreis habe in der Vergangenheit zum Glück sehr gut gewirtschaftet und sich jährlich mit fünf bis sechs Millionen Euro im Jahr ENTschuldet. Die Rücklagen aus dem Jahre 2019 könnten jetzt gut verwendet werden.

Durch die Corona-Pandemie selbst habe der Landkreis bislang Mehrausgaben von rund drei Millionen Euro gehabt. Das Geld sei unter anderem für Schutzausrüstung und das Testcenter ausgegeben worden.

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