Proben für das Sommertheater laufen

Die Hochzeit des Kurfürsten, ein eingeübtes Theaterstück der Handwerker und unglücklich Verliebte. Im Sommertheater am Schlosshof verknüpfen sich reale und fantastische Welt zu einem facettenreichen und turbulenten Stück. Gemeinsam mit einem durchmischten Ensemble, bei dem neben alt eingesessenen Schauspielern und etlichen Haagern auch einige Nachwuchsschauspieler dabei sind, präsentiert Jörg Herwegh seine Fassung von Shakespears „Sommernachtstraum.“

„Es geht um die Liebe“, so Herwegh, als er den Schauspielern das diesjährige Sommertheater vorstellte. Am neu gestalteten Schlosshof traf sich das Ensemble, um einen ersten Eindruck über die Bühnensituation zu bekommen. Es soll fantasievoll und turbulent werden. Viele Details des Schlosshofes werden dafür eingebaut.

Die bayerische Fassung „Sonnwend-Draam“ hat Herwegh in ein anderes Jahrhundert versetzt. Sie ist um 1750 im Kurfürstentum Bayern angesiedelt und das Spiel mit der Sprache ist dabei besonders wichtig. Von lyrischen Fersen zu bayerischen Texten hat jede Figur ihre eigenen Facetten und Eigenarten. „Jede Figur bekommt ihren Witz – aber auch ihre tiefgründigen Seiten“, so Herwegh bei der ersten Textprobe mit den Schauspielern.

 

Das Ensemble ist in diesem Jahr gut gemischt. Neben bekannten Gesichtern aus dem „Brandner Kaspar“, das im vergangenen Jahr auch im Bürgersaal aufgeführt wurde, sind auch einige Haager Nachwuchsschauspieler mit dabei.

 

Die Premiere findet am Donnerstag, 16. Juli, statt. Insgesamt zwölf Aufführungen der Open-Air-Inszenierung sind geplant.

 

Und darum geht’s:

Die Untertanen fiebern der Hochzeit des Kurfürsten entgegen. Eine Gilde Handwerker probt für die Feierlichkeiten eine rührselige Tragödie, ein Kampf gegen Windmühlen angesichts ihrer schauspielerischen Fähigkeiten.

Zwei junge Frauen und Männer kommen liebestechnisch nichts ins Reine und jagen sich durch den nahen Wald. Aber die Nächte der Sommersonnenwende sind angebrochen und die phantastische Welt der Feen und Elfen öffnet sich den Menschen. Der Kobold Puck soll für Oberon die Blume Veilchenlieb besorgen. Mit dem Zaubersaft dieser besonderen Blume will sich der Elfenkönig an seiner Elfenkönigin nach einem Eifersuchtsstreit rächen. Der Zaubersaft, einem Schlafenden aufs Augenlid geträufelt, versetzt diesen in wilde Liebesraserei. Das erste Lebewesen, dass er oder sie nach dem Erwachen sieht, wird zum unerbittlichen Objekt der Begierde.

Doch der närrische Puck verwechselt die Personen und löst ein wildes Chaos aus.

Die vier Handlungsstränge des turbulenten und phantastischen Geschehens verzahnen und lösen sich wie in einem Reigen.