„Pro Bahn“ darf weiter streiten

Unendliche Geschichte Altstadtbahn: Verwaltungsgerichtshof lässt Berufung zu

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„Einen Etappensieg auf dem Weg zur Wiederherstellung der Wasserburger Altstadtbahn“ nennt der Fahrgastverband „Pro Bahn“ die jüngste Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Bayern. Der hat jetzt die Berufung des Konsortiums „Wasserburger Altstadtbahn“ zugelassen. Eigentlich hatte das Verwaltungsgericht München vor genau einem Jahr die Klage gegen den Stilllegungsbescheid des Freistaats Bayern für nicht zulässig erklärt (wir berichteten). Jetzt darf doch wieder geklagt werden.

„Das ist jedoch noch keine Entscheidung zum Stilllegungsbescheid selbst, sondern nur darüber, dass das Konsortium weiter vor Gericht die Zulassung seiner Klage gegen den Stilllegungsbescheid erstreiten darf“, heißt es in einer Pressemitteilung von „Pro Bahn“.

„Wir sehen damit unsere Rechtsauffassung bestätigt“, erklärt dazu Norbert Moy, oberbayerischer Vorsitzender von „Pro Bahn“ und ergänzt: „Viel lieber wäre es uns aber, wenn sich das Gericht nicht mit Fragen der Zulässigkeit unserer Klage aufhalten würde, sondern zur Sache selbst verhandeln würde.“

Das Konsortium „Wasserburger Altstadtbahn GbR“, bestehend aus den Firmen BayernBahn GmbH, Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH, Innrail und dem Fahrgastverband „Pro bahn“, hatte mit der Stadt Wasserburg über die Übernahme der Bahnstrecke verhandelt.

Da die Stadt nicht gewillt war, dem neuen Betreiber die unterlassene Instandhaltung auszugleichen, erklärte sie die Verhandlungen für gescheitert und stellte beim Freistaat Bayern den Antrag auf Stilllegung der Altstadtbahn. Die Befürworter der Altstadtbahn sehen dagegen nur in umsteigefreien Zugverbindungen von der Wasserburger Altstadt bis nach München eine Möglichkeit, die verkehrliche Situation in Wasserburg nachhaltig zu verbessern.

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17 Gedanken zu „„Pro Bahn“ darf weiter streiten

  1. Hurra hurra des Kasperltheater is wieder da 😉

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  2. Wer braucht die Altstadtbahn wirklich? Meiner Meinung nach der größte Schmarrn. Die Energien sollten lieber gebündelt werden um den „Flaschenhals“ Bahnübergang Reitmehring endlich anzupacken. Ganz egal welche Molche, Frösche, Kibitze oder sonst was daher kommen mag. Es ist bestimmt auch nicht gut für die zu schützenden Tiere, wenn diese jeden Tag von den Abgasen wartende Autos am Bahnübergang vergiftet werden… Oder ist das vielleicht ein groß angelegter langzeit Menschenversuch mitdenken Reitmehringern wie dieses Abgase reagieren so wie es bei Volkswagen, Daimler und BMW stark verurteilt wurde?
    Und die Altstadtbahn Wasserburg ist und bleibt ein Schmarrn, außer es wird ein Transrapid bis München… 😉 in 10 Minuten quasi gell Herr Stoiber!

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    1. Es gibt soviel unsinnige Bauten in Wasserburg. Aber da, wo es wirklich drauf ankommt, ist nix! Wie sieht es aus mit Ampeln Bahnhof Reitmehring – B 304, Schule Reitmehring – B 304, Friedhof Im Hag (Ampel wäre da Mist, aber vielleicht ein Übergang), da fahren ja die Leute wie wild (manche), die denken wohl auch das man schon am Friedhof ist. In der Ledererzeile kann man froh sein, dass es wenigstens ein Fußgängerüberweg gibt. Wie wäre es mit einem zweiten? Die Sicherheit der Fußgänger ist nämlich in Wasserburg nicht so ganz gegeben. Solch ein sinnloses Zeug wie eine Bahn, die muss her. Es fahren Busse, und nicht nur die Stadtlinie, ich selbst gehe meist von der Burgau zu Fuß nach Wasserburg, man ist gleich drin. Die Kleinen Leute haben eh nix zu sagen und die, die das Sagen haben, denken aber nicht groß nach. Noch mehr Geld verprassen.

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  3. Kauft Euch zum spielen ne Modelleisenbahn ….. alles andere ist nur sinnlose Geldverschwendung….

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    1. Immer wieder diese Träumer von der Altstadtbahn.

      Was für diese Strecke an Millionen nötig wären um sie nach
      heutigen Stand wiederzubeleben.

      Das kann niemand aufbringen und wirtschaftlich betreiben. Es
      würde auch niemand damit fahren. Der Stadtbus ist doch viel Bequemer. Man kann
      an vielen Haltestellen einsteigen und nicht nur unten in der Stadt am nicht
      mehr vorhandenen Bahnhof. Auch für ältere Menschen ist es so viel besser. Schon
      auf der Strecke nach München und Rosenheim sitzt unter Tags fast kein Fahrgast.

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  4. Überall werden derzeit stillgelegte Bahnstrecken reaktiviert, nur in Wasserburg soll das nicht möglich sein? Das Fahrgastpotential ist bei uns sogar ungewöhnlich groß. Die Schulstadt Wasserburg und die Nähe zu München garantieren eine gute Auslastung dieser Bahnstrecke. Warum wäre sonst bereits jetzt der PR-Parkplatz in Reitmehring ständig überbelegt? Für den Tourismus wäre die Altstadtbahn natürlich ein absoluter Hit, einfach die schönste Art, in der Wasserburger Altstadt anzukommen. Die Kosten für die Reaktivierung der Altstadtbahn sind rel. gering und Interessenten für den Betrieb dieser Strecke gibt es auch.
    Was spricht also noch gegen eine Wiederinbetriebnahme der Altstadtbahn?

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    1. Kappes !

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    2. @Hofstatt: die Vernunft spricht dagegen und der gesunde Menschenverstand

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    3. Na wenn die Kosten gering sind lieber Hofstatt bezahl halt du die circa 10 Millionen

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      1. Zahlen dann auch alle, die für die Untertunnelung von Reitmehring sind, die dafür veranschlagten 30 Millionen? Gerne auch gegen eine spätere Gewinnbeteiligung, denn offensichtlich scheint die Rentabilität dieser Maßnahme niemand zu bezweifeln.

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    4. Hätte es sich jemals rentiert, wäre die Strecke nie eingestellt worden. Und mit dem Bus ist es für alle bequemer mit den vielen Haltestellen.
      Bei einem Bürgerentscheid wäre 85% dagegen.

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      1. @Stammgast
        Ich hab eher den Eindruck, dass das in den 80ern durchaus politisch gewollt war und der Dammrutsch wohl einigen ganz recht kam, die dachten,dass man die Eisenbahn künftig sowieso nicht mehr braucht. Ein Wahnsinn – die Wiederherstellung hätte damals nur einen Bruchteil im Vergleich zu heute gekostet. Ich will auch dran erinnern,dass die Strecke Rosenheim-Mühldorf fast 10 Jahre ausser Betrieb war. Wie oft hab ich mir damals anhören müssen, das sei ja viel praktischer mit dem Bus, warum denn Bahnbrücken erneuern,… Ganz politische Linie damals, privatisieren, bloss nicht dieser Staatsbetrieb, etc. Und die Stillegung des Filzenexpress konnte nur dank einiger engagierter Bahnbegeisterter verhindert werden. (So viel zu den Rentnern und Ewiggestrigen). Klar kostet die Dammsanierung erstmal eine Stange, aber da liegen mir die geschätzten Zahlen von pro Bahn und dem Gutachten gar zu weit auseinander. Und ich fürchte, dass auch heute vielen der Weitblick fehlt und wir das bald bereuen würden, würde der einzige alternative, nicht auto-gebundene, Zugang zur Altstadt – immer noch der Kern Wasserburgs – unwiderbringlich gekappt werden. Deshalb begrüsse ich, dass der Rechtstreit weitergeht und die Option erstmal erhalten bleibt, auch wenn das einigen (Gewerbebetrieben) nicht passt.

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  5. Das ist echt ein Wahnsinn mit der sch…. Altstadtbahn.
    Warum kann man es nicht einfach akzeptieren, dass es unrentabel ist?
    Achja ich vergaß, es sind 90% Rentner die nicht wissen was sie machen sollen dann rennen wir halt mal von einem Gerichtstermin zum nächsten…… lächerlich

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    1. Hallo Zanker, gehts noch!
      Was hast Du gegen Rentner?
      Belege erst mal daß 90 % der Rentner nicht wissen, was sie machen sollen.
      Deine Außerung ist abscheulich und diskriminierend.
      Pfui sog i do nur.

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      1. @Hof Herbert, ich denke die 90% waren von Zanker nicht allgemein auf Rentner bezogen, sondern auf die ProBahn Mitglieder ..

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        1. Genau richtig!
          Danke!

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      2. @Hof Herbert: Korrekt. Nicht nur diskriminierend, sondern auch absolut unsachlich.

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