Polizei: „Zelt war völlig überfüllt“

23 Uhr: Stellungnahme der Wasserburger Inspektion zum Party-Stopp am Gries

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Um 19 Uhr war Schluss! Die Polizei stoppte am Sonntagabend das Partytreiben nach dem Faschingszug in Wasserburg fünf Stunden vor dem genehmigten Ende (wir berichteten). Das Zelt am Gries sei völlig überfüllt gewesen, so Wasserburgs Polizeichef Markus Steinmaßl, der noch gegen 23 Uhr Stellung nahm. 

Am Abend war es am Parkplatz „Am Gries“ zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. „Die dortige Faschingsparty musste aus Sicherheitsgründen durch die Einsatzkräfte beendet werden“, so die Polizei.

Ausschlaggebend für „die erforderliche Beendigung“ des dortigen Faschingstreibens sei der Umstand gewesen, „dass das Zelt völlig überfüllt war und der Veranstalter die Notbremse ziehen musste. Die Organisatoren der Party erließen einen Einlassstop. Der Sicherheitsdienst konnte aufgrund der Überfüllung bei einer Schlägerei im Zelt nicht mehr eingreifen und musste dem Treiben handlungsunfähig zuschauen.“

Die Polizei weiter: „Hinzu kam, dass sich die Situation am Eingang aufgrund der wartenden, mit der Zeit immer aufgebrachteren und teilweise aggressiven Partygäste zu eskalieren drohte. Nur durch den Einsatz verstärkter Polizeikräfte konnte Schlimmeres verhindert werden.“

„Nachdem weder der Veranstalter noch der Sicherheitsdienst – der aufgrund des heuer sehr hohen Besucheransturms personell zu gering bemessen war – eine Lösung für die Notlage parat hatten und die Situation sicherlich wieder hochgekocht wäre, wurde die Faschingsparty zum Leid, aber auch zur Sicherheit vieler Gäste um 19 Uhr durch die Einsatzleitung der Polizei beendet. Es mussten der Ausschank und die Musik eingestellt werden.“

Die Polizei: „Das Zelt wurde nach Bekanntgabe des Veranstaltungsendes nicht geräumt. Den Partygästen wurde Zeit gelassen, den Veranstaltungsort nach und nach selbstständig zu verlassen. Bis gegen 20.30 Uhr leerte sich der Veranstaltungsort ohne größere Störung.“

Der Polizeichef: „Wenngleich der Polizei bewusst ist, dass das vorzeitige Ende der Faschingsparty im Zelt am Gries für viele Partygäste enttäuschend war, musste der Einsatzleiter, um die Sicherheit der Gäste unterschiedlichster Altersstufen zu gewährleisten, diese unpopuläre Entscheidung treffen.“

 

Wir berichten am Montag ausführlich über die Schließung des Zeltes …

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6 Gedanken zu „Polizei: „Zelt war völlig überfüllt“

  1. a Wasserburger

    Na also, da sehen ja die ganzen voreiligen Kommentatoren das es einen guten Grund gegeben hat. Aber Hauptsache erstmal schimpfen ohne irgendwas zu wissen…

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  2. Für Sicherheit gibt es absolut keine Alternativen!!!

    Schade, dass gegen das Sicherheitspersonal – sei es Polizei oder Sicherheitsdienst – so aggressiv vorgegangen wurde.

    Nur weil der Veranstalter Geld sparen wollte.
    Sanitäre Anlagen sind auf einem solchen Fest Pflicht.

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    1. Keiner wollte geld sparen!!! Alles war vorschriftshalber. Nur wenn die leute so saufen müssen kann da niemand was ändern

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  3. Ich stand vor der Sicherheits-Absperrung; Gedränge ohne Ende.
    Ich habe gesehen, wie zwei Jugendliche, mehr Kinder, eine Bierflasche von weitem einfach in hohem Bogen, ohne zu sehen wohin, wegwarfen. Die Flasche zerbrach natürlich. Wenn da jemand gestanden hätte, was reiner Zufall war, dass keiner daneben stand, wäre das böse ausgegangen. Da hinterfragen noch viele, warum das Zelt geschlossen wurde.
    Unverständlich !!!!

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    1. Und da können die Veranstalter was dafür?!!! Dass viele Leute so besoffen sein müssen. Und den Eltern von diesen jugendlichen sollte etwas vorgeworfen werden

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  4. Gut, dass die Polizei eingegriffen hat. Es passiert doch schon genug überall. Vollkommen richtig! Sicherheit geht vor!

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