Polizei: „Sofort die 110 wählen“

Tag des Einbruchschutzes: Sicheres Zuhause durch Technik und aufmerksame Nachbarn

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Erfreulicher Trend bei der Entwicklung der Wohnungseinbruchszahlen im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd: Die leichte Entspannung der Einbruchslage, die bereits im Vorjahr zu erkennen war, hat sich im laufenden Jahr fortgesetzt. Die intensiven Maßnahmen der Dienststellen zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchs zeigen Wirkung, die Zahlen liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau. 

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sind die Zahlen der Wohnungseinbruchsdelikte zurückgegangen. Während sich die Lage bei den Wohnungseinbruchsdiebstählen bereits im vergangenem Jahr 2017 leicht entspannte, die Fälle in der Polizeilichen Kriminalstatistik sind von 502 (2016) auf 499 (2017) zurückgegangen, lässt sich auch ein rückläufiger Trend (Stand: Oktober 2018) für das laufende Jahr beobachten. Auch im Bereich der Einbrüche in gewerbliche Objekte lässt sich ein Rückgang feststellen, nämlich von 537 Delikte im Jahr 2016 auf 416 Delikte im Berichtsjahr 2017.

 

Polizeipräsident Robert Kopp: „Wir werden unser repressives und präventives Maßnamenbündel konsequent fortführen und setzen weiterhin auf einen erhöhten Fahndungsdruck! Bei der erfolgreichen Bekämpfung der Einbruchskriminalität sind wir auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Mein Appell: Haben Sie keine Scheu und wählen Sie bei jeder verdächtigen Wahrnehmung sofort die Notrufnummer 110. Machen wir den Einbrechern das Leben im südlichen Oberbayern so schwer als möglich!“

Obgleich es mit den bisherigen Anstrengungen gelungen ist, die Anzahl der Delikte in den vergangenen Jahren zu senken, wird das Polizeipräsidium Oberbayern Süd, die Einbruchskriminalität unter anderem durch Aufklärung der Bürger, verstärkte Kontrollen und professionelle Ermittlungen  fortführen.

Neben der objektiven Sicherheit kommt dabei der Aufrechterhaltung eines positiven Sicherheitsgefühls in der Region zunehmend Bedeutung zu. Wie schon in den Jahren zuvor sind auch 2018/19 vielfältige Maßnahmen vorgesehen. So werden zum Beispiel durch die Kriminalpolizeilichen Fachberater bei Messen und im Rahmen von Infoveranstaltungen sicherheitstechnische Beratungen und Aufklärung zum Thema Wohnungseinbruch neutral und kostenlos durchgeführt.

 

Darüber hinaus werden die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Polizeiinspektionen im Zeitraum vom bis zum 3. November Infostände betreiben und Flyer verteilen.

Der Schutz vor ungebetenen Gästen basiert im Wesentlichen auf drei Säulen:

Ø  Nachbarschaftshilfe – Aktion „Wachsamer Nachbar“

Ø  Mechanische Sicherungseinrichtungen

Ø  Richtiges Verhalten – Aktion „Notrufoffensive 110“

Beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd steht der Einbruchschutz in diesem Jahr unter dem Motto des „Nachtwächters“. Weitere Informationen zur Aktion des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gibt’s unter https://www.polizei.bayern.de/index.html/286872.

Dass niemand Einbrechern schutzlos ausgeliefert ist, soll der Tag des Einbruchschutzes „K-Einbruch“ verdeutlichen. Die bundesweite Kampagne findet in diesem Jahr am 28. Oktober 2018 am Tag der Zeitumstellung statt und soll die Bürgerinnen und Bürger getreu dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ umfassend über effektiven Einbruchschutz informieren.

Ein herausragender Schlag gegen ein Einbrecherduo gelang dem Fachkommissariat für Einbruchsdelikte der Kriminalpolizeistation Miesbach. Zwei Tatverdächtige konnten nach Wohnungseinbrüchen in Bad Wiessee ermittelt und festgenommen werden. Den mutmaßlichen Einbrechern werden nach hochkomplexen Ermittlungen insgesamt 69 Einbruchsdiebstähle im gesamten Bundesgebiet zur Last gelegt, bei welchen ein Gesamtschaden von zirka 350.000 Euro entstanden war (wir berichteten).

Einen weiteren Erfolg konnten die Ermittler des Kommissariats zwei der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim im Juli vermelden, als ein Tatverdächtiger nach einem Einbruch in der Äußeren Münchner Straße in Rosenheim noch im Rahmen der sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung festgenommen werden konnte. Auch in diesem Fall wird eine Beteiligung an weiteren Einbruchsdiebstählen geprüft (wir berichteten ebenfalls).

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