Polizei-Computer schlug Alarm

Zwei rumänische Staatsangehörige hat die Bundespolizei gestern im Landkreis festgenommen. Die 24 und 27 Jahre alten Männer wurden mit Strafbefehlen gesucht und nun bei einer Kontrolle auf der Autobahn entdeckt. Sie hatten die Wahl, jeweils eine vierstellige Summe zu bezahlen oder stattdessen ersatzweise eine Haftstrafe anzutreten, sagt die Bundespolizei am heutigen Dienstagnachmittag.

In der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden stoppten die Beamten das Auto mit rumänischer Zulassung. Alle drei Insassen konnten sich ordnungsgemäß mit ihren rumänischen Dokumenten ausweisen. Bei der Überprüfung der Personalien der zwei Mitfahrer stießen die Beamten jedoch auf Fahndungsnotierungen der Kölner Staatsanwaltschaft.

Die beiden Männer waren im vergangenen Sommer wegen gemeinschaftlichen Diebstahls vom Amtsgericht Köln verurteilt worden. Ihre Geldstrafen in Höhe von rund 1.400 beziehungsweise 1.600 Euro inklusive Verfahrenskosten hatten sie jedoch bisher nicht gezahlt.

Auch bei der Kontrolle auf der Inntalautobahn waren sie nicht in der Lage, den geforderten Betrag zu entrichten. Glücklicherweise half den Beiden ein offenbar zahlungskräftiger Freund. Der telefonisch verständigte Bekannte beglich die Justizschulden bei einer Dienststelle der Bundespolizei in Hamburg.

Um die insgesamt geforderten etwa 3.000 Euro „erleichtert“ konnten die Rumänen anschließend ihre Reise fortsetzen.