Polizei-Ärger mit „Masken-Verweigerer“

Junger Mann beschäftigt die Beamten gestern gleich fünf Stunden lang

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Gleich erstaunliche fünf Stunden lang ist die Bundespolizei in Rosenheim gestern mit einem aggressiv auftretenden „Masken-Verweigerer“ – so die Polizei – beschäftigt gewesen. Obwohl der Mann erst vor knapp zwei Wochen aus einer Haftanstalt entlassen worden war, wurde er am gestrigen Donnerstag nun erneut vorläufig festgenommen. Dem 25-Jährigen werden mehrere Straftaten vorgeworfen.

Um die Mittagszeit herum informierte eine Zugbegleiterin die Bundespolizei telefonisch, dass sich im EuroCity zwischen München und Rosenheim eine Person vehement weigere, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Nach Ankunft des betreffenden Zuges am Rosenheimer Bahnhof machte die verständigte Streife den „Masken-Verweigerer“ schnell ausfindig. Die Beamten wiesen ihn auf die Pflicht, eine Maske zu tragen, hin und übergaben ihm eine solche.

Lautstark verwehrte er sich dagegen, Mund und Nase zu bedecken, und warf die zur Verfügung gestellte Schutzmaske auf den Boden. Die Nachfrage, ob er denn überhaupt einen Fahrschein habe, verneinte er mit der Begründung, dass er über kein Geld verfüge. Im weiteren Verlauf der Kontrolle sprang der Mann immer wieder schreiend und wild gestikulierend im Zug herum.

Trotz des Hinweises der Bundespolizisten, dass die mitgeführte „Body-Cam“ aktiviert worden sei und das weitere Geschehen aufgezeichnet werde, sei er gegenüber den Beamten ausfällig geworden, habe diese mehrfach beleidigt und gedroht, ihnen etwas anzutun, wenn er sie ausfindig gemacht habe, sagt die Polizei.

Schließlich sei er aber der polizeilichen Aufforderung, den Zug zu verlassen, nachgekommen.

Ausweisen konnte sich der Mann aus Nigeria mit einem Ankunftsnachweis für Asylsuchende. Wie sich mit Hilfe eines ausgehändigten Entlassungsscheins herausstellte, ist der „Masken-Verweigerer“ vor nicht einmal zwei Wochen aus einer Haftanstalt entlassen worden. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass es sich bereits um seinen vierten Gefängnisaufenthalt gehandelt haben muss.

In der Vergangenheit war der polizeibekannte Mann unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Diebstahls mit Waffen auffällig geworden. Der 25-jährige Nigerianer wurde vorläufig festgenommen und zur Dienststelle der Bundespolizei in Rosenheim gebracht.

Nachdem er sich wieder beruhigt hatte, wurde er dort angezeigt. Ihm werden Leistungserschleichung, Beleidigung und Bedrohung vorgeworfen. Nach Abschluss aller erforderlichen polizeilichen Maßnahmen konnte er am späten Nachmittag aus dem Gewahrsam entlassen werden.

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