Politik aus erster Hand

Abgeordnete Daniela Ludwig beim Europatag an der Wasserburger Realschule

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„Von wegen Politikverdrossenheit! Die Schülerinnen und Schüler an der Anton-Heilingbrunner-Realschule in Wasserburg sind in der Politik topfit und mit Begeisterung bei politischen Diskussionen dabei.“ Diese Erfahrung machte die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende CSU-Generalsekretärin Daniela Ludwig beim Europatag an der Schule.

Über eine Stunde lang gab es für fünf Klassen in der Aula von ihr Politik aus erster Hand. Danach prasselten eine Menge von Fragen der interessierten Buben und Mädchen auf die heimische Wahlkreisabgeordnete ein. Anlass für den Besuch war die Europawoche an der Realschule.

Zu Beginn erläuterte Daniela Ludwig die Gründungsgeschichte der Europäischen Union. „Deutschland und Frankreich haben die Union angestoßen. Der Gedanke war: Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es den Ost- und Westblock. Dazwischen viele kleinere europäische Staaten. Deshalb erkannte unter anderem Adenauer: Wir müssen unsere Kräfte und Interessen bündeln. Nur ein gemeinsames Europa ist ein starkes Europa.“

Dieser Gedanke zähle heute noch, so Ludwig. „Die Auswirkungen der Europäischen Union spürt ihr alle täglich – bei verschiedenen Themen.“

Diese Themen hatten die Schüler parat: Die gemeinsame Währung beispielsweise, die Zölle und die Grenzkontrollen, die es bis vor kurzem nicht mehr gab.

Auch der Brexit war allen geläufig. Ein Thema, das sich noch lange hinziehen werde, betonte Daniela Ludwig: „Das ist wie in einer Ehe. 40 Jahre lang waren die Briten in der Europäischen Union. Sie haben viel bezahlt und sind bei vielen Abkommen dabei. Jetzt müssen wir das alles auseinanderdividieren. Das ist nicht leicht.“

Auf großes Interesse stieß bei den Schülerinnen und Schülern das Thema Innere Sicherheit. Dass es jetzt wieder Kontrollen an der Grenze zu Österreich gibt, wussten alle. Schließlich, so meinten einige, müsse der Staat verhindern, dass Schmuggler, Terroristen, Dealer oder andere Verbrecher problemlos einreisen können.

Wäre es nach den Schülerinnen und Schülern gegangen, hätte der Besuch von Daniela Ludwig noch viel länger gedauert. Die Fragen an die Abgeordnete wollten kein Ende nehmen. Warum wollten die Briten raus aus der EU? Was arbeitet denn der Bundespräsident den ganzen Tag? Warum sind soziale Jobs so schlecht bezahlt?

„Die Fragen haben mir gezeigt, dass bei den Realschülern keine Politikverdrossenheit zu spüren ist“, meinte Daniela Ludwig am Ende. „Mich freut es sehr, dass das Wissen über aktuelle politische Themen bei den Buben und Mädchen so groß war.“

Eine Wiederholung des Besuchs sei jedenfalls gewünscht. Konrektorin Monika Dirschl legt Wert darauf, den Schülern das Thema Europa näher zu bringen. Dabei steht nicht nur die Politik aus erster Hand mit Daniela Ludwig auf dem Programm. Im Erdkunde- und Geschichtsunterricht dreht sich eine Woche lang auch alles um Europa.

Auf ein besonderes Schmankerl dürfen sich noch die Fünftklässer freuen. „Für sie haben wir ein internationales Büffet mit Köstlichkeiten aus europäischen Ländern vorbereitet“, so Dirschl. „So lernen die Kinder Europa auch kulinarisch kennen.“

Den EU-Projekttag gibt es seit 2007. Er wurde im Rahmen der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft initiiert, um junge Menschen für Europa zu interessieren. Seitdem besuchen Politikerinnen und Politiker aller Parteien bundesweit Schulen und kommen mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch.

Fotos: MdB Daniela Ludwig beim Europatag in der Realschule Wasserburg.

 

 

Der Besuch der CSU-Abgeordneten war von den Linken kritisiert worden – lesen Sie auch:

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Ein Gedanke zu „Politik aus erster Hand

  1. So muss Politik an Schulen sein, jemanden, der sich auskennt, einladen und die Schüler einfach losfragen lassen.

    Wenn ich mich da an meinen langweiligen Frontalunterricht erinnere, werd ich doch glatt ein bisschen neidisch 🙂

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