Plasmaspender sind Lebensretter

Viel beachtetes Pressegespräch in der „dsai“-Bundesgeschäftstelle in Schnaitsee

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„Jede Spende rettet Leben!“ Diesen Appell richtete jetzt Gabriele Gründl, Bundesvorsitzende der „dsai“ – der Patientenorganisation für angeborene Immundefekte – bei einem deutschlandweiten Pressegespräch in der Bundesgeschäftsstelle in Schnaitsee an alle Bürger. „Wie wichtig es ist, Blut zu spenden, ist den meisten Menschen bekannt. Bei der Plasmaspende sieht es leider anders aus …

… dabei ist sie ebenfalls von enormer Bedeutung. Denn menschliches Blutplasma ist die Basis zahlreicher Medikamente, die für Menschen mit bestimmten Krankheiten – einem angeborenen Immundefekt oder auch der genetisch bedingten „Bluterkrankheit“ oder für Unfallopfer überlebenswichtig sind. Leider wissen immer noch viel zu wenig Menschen, wie wichtig es für Patienten ist, dass Plasma gespendet wird“, erklärte Grundl.

Die „dsai“ ist Anlaufstelle in elf Regionalgruppen und natürlich in Schnaitsee für Menschen, die an einem angeborenen Immundefekt leiden. Zudem macht sich die Patientenorganisation auch dafür stark, die Bedeutung der Plasmaspende mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

„Immer noch haben wir viel zu wenig Spender; jeder gesunde Mensch ab 18 sollte sich überlegen, ob nicht auch er zum Lebensretter werden will. Schließlich könnte auch er einmal auf solche Medikamente oder als Unfallopfer auf Fremdplasma angewiesen sein“, sagte die Pressereferentin Sonja Slezazek aus Frankfurt.

In Deutschland werden etwa 16.000 chronisch kranke Menschen mit Plasmapräparaten behandelt. Patienten, die an einem angeborenen Immundefekt leiden, fehlen die zur Abwehr erforderlichen Antikörper. Sie leiden an häufigen Infektionen, die im schlimmsten Fall tödlich sein können. Behandelt werden kann diese seltene Erkrankung mit Antikörper-Präparaten, die aus dem Blutplasma gesunder Menschen gewonnen werden.

Dazu erläuterte Gründl die Prozedur an sich. „Dabei wird aus einer Armvene Blut entnommen. Im Unterschied zur Blutspende läuft das Blut durch ein spezielles medizinisches Gerät. Darin wird das Blutplasma direkt von den Blutzellen getrennt und gewonnen, während die Blutzellen dem Körper wieder zugeführt werden. Dieses Verfahren belastet den Körper weniger. Plasma kann daher bis zu 60 Mal im Jahr gespendet werden.

Spenden können prinzipiell alle gesunden Menschen zwischen 18 und 59 Jahren.

„Es ist enorm wichtig, dass möglichst viele Menschen regelmäßig Plasma spenden. Das ist auch gar kein großer Aufwand – mit dem aber jeder einzelne außerordentlich viel Gutes tun kann“, sagte Gabriele Gründl abschließend.

Detaillierte Informationen dazu gibt es unter:  https://www.dsai.de/immundefekte/plasma-spenden-leben-retten.html

ju

Fotos / Quelle: dsai

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