Plasmaspende so wichtig wie nie

Besorgniserregender Mangel an Blutplasma - „Jede Spende zählt – und rettet Leben!“

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Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Vorräte an menschlichem Blutplasma: Die Zahl von Plasmaspenden ist in den vergangenen Monaten massiv zurückgegangen. Die „dsai”-Patientenorganisation für angeborene Immundefekte mit Sitz in Schnaitsee ruft daher anlässlich der achten International Plasma Awareness Week (IPAW) dazu auf, Plasma zu spenden.

„Ein Versorgungsengpass ist für Patienten mit einem angeborenen Immundefekt lebensbedrohlich“, erklärt Gabriele Gründl, Bundesvorsitzende der „dsai”. „Sie sind auf Medikamente angewiesen, die aus Plasma hergestellt werden. Auch zum Beispiel Unfallopfer oder Menschen mit schweren Verbrennungen benötigen Blutplasma – im Prinzip kann also jeder von uns von einem Plasmamangel betroffen sein.“ Die „dsai” wird während der IPAW in den sozialen Medien verstärkt über die große Bedeutung von Plasmaspenden aufklären und zu Spenden aufrufen.

Allein in Deutschland sind ungefähr vier Millionen chronisch kranke Menschen auf Präparate angewiesen, die auf der Basis von Blutplasma hergestellt werden. Die Plasmagewinnung hängt von freiwilliger Spendenbereitschaft ab. „Demografie bedingt geht das Spendenaufkommen generell zurück, nun kommt es durch die Pandemie zu einem weiteren Rückgang“, erklärt Gabriele Gründl. „Auf der anderen Seite wächst die Nachfrage deutlich und ständig, da die Diagnostik immer besser wird und Plasmapräparate immer häufiger zum Einsatz kommen. Es ist also wichtiger denn je, dass Menschen Plasma spenden – jede Spende zählt und rettet Leben!“

Plasma spenden kann jeder gesunde Mensch im Alter zwischen 18 und 69 Jahren; Anlaufstellen sind die Plasmacenter in zahlreichen deutschen Städten. Vor der ersten Spende werden Spender gründlich untersucht und ihr Blut wird analysiert. „Die Spende selbst dauert etwa 45 Minuten, während denen man zum Beispiel Musik hören, lesen oder einfach dösen kann“, erläutert Gründl.

Umfangreiche Informationen zur Spende und Adressen von Plasmacentern gibt es unter www.dsai.de/immundefekte/plasma-spenden-leben-retten.html.

 

Über den verein „dsai”:

Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 macht sich die „dsai” dafür stark, Ärzte aller Fachgebiete und die Öffentlichkeit über angeborene Immundefekte aufzuklären. Die Patientenorganisation ist mit 15 Regionalgruppen in ganz Deutschland vertreten. Sie engagiert sich für den Ausbau der Forschung auf dem Gebiet der Immunologie, organisiert bundesweit zertifizierte Ärztefortbildungen und ist kompetenter Partner in einem umfangreichen Netzwerk aus Betroffenen, Spezialisten, Behörden und Forscherteams.

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Ein Kommentar zu “Plasmaspende so wichtig wie nie

  1. Als ich in München gewohnt habe, habe ich regelmäßig und gern Plasma gespendet. Aber von Wasserburg (und Umgebung) aus nach München tingeln ist mir ehrlich gesagt einfach zu aufwendig, zeitintensiv und teuer. Wenn es wenigstens in Städten wie Rosenheim Anlaufstellen gäbe

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