Pkw-Fahrer irrt durch Rosenheim

74-Jähriger fährt mit Auto Schlangenlinien und verursacht zwei Unfälle

image_pdfimage_print

Über mehrere Stunden beschäftigte ein 74-Jähriger die Rosenheimer Polizei in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Zunächst ging gegen 21.30 Uhr bei der Polizei eine Mitteilung ein, wonach ein Pkw-Fahrer von Kolbermoor Richtung Rosenheim unterwegs sei und dabei mit dem Wagen teilweise Schlangenlinien fahre. Das Fahrzeug, ein silberner oder grauer Pkw, konnte jedoch nicht mehr angetroffen werden, ein Kennzeichen war noch nicht bekannt.

Gegen 23 Uhr teilte ein weiterer Verkehrsteilnehmer mit, dass ein grauer Pkw in der Straße Lug ins Land eine Holzwand beschädigt habe. Der Fahrer, ein älterer Herr, habe zudem einen leicht verwirrten Eindruck auf ihn gemacht. Da der Zeuge noch ein Foto des Fahrzeugs machen konnte, wussten die Beamten nun zumindest, wonach sie suchen mussten.

Allerdings konnte das Fahrzeug, ein grauer Skoda, weiterhin nicht aufgefunden werden.

Da aufgrund der Zeugenangaben die Gefahr bestand, dass sich der Fahrzeugführer in einem schlechten Gesundheitszustand befand und sich möglicherweise verfahren hatte, wurde ein Suchaktion in der Stadt Rosenheim und den angrenzenden Gemeinden veranlasst, vorerst allerdings ohne Erfolg.

Schließlich wurde den Beamten gegen 1 Uhr ein weiterer Verkehrsunfall auf der Miesbacher Straße, auf der Innbrücke, mitgeteilt. Schnell stellte sich heraus, dass wiederum der 74-Jährige diesen mit seinem Pkw verursacht hatte.

Dabei beschädigte das Auto mehrere Verkehrszeichen und die Leitplanke, auch am Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden.

Der Mann wurde ebenfalls verletzt und musste ins Klinikum Rosenheim eingeliefert werden, seine Angehörigen wurden verständigt.

Es wird nun geprüft, ob ihm aufgrund der Vorfälle die Fahrerlaubnis entzogen wird.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren

8 Gedanken zu „Pkw-Fahrer irrt durch Rosenheim

  1. Ich versteh nicht warum da steht „ob ihm die Fahrerlaubnis entzogen werden kann“ für mich hört es sich so an, dass dieser Herr nicht mehr in der Lage ist ein Fahrzeug zu führen. Der Führerschein und sein Auto muss weg. Nächstes mal ist es vielleicht 7 Uhr morgens und er rast in eine Bushaltestelle die voll ist mit Kindern oder in die Fußgänger zone weil er keine Orientierung mehr hat. Also da versteh ich nicht was es da zu prüfen gibt. Hätte er nur minimal Alkohol getrunken z.b. er hätte 0,01 Promille nachweisbar und dann diese Unfälle gebaut gäbe es da nichts zu prüfen der Schein wär weg.

    13

    24
    Antworten
    1. Ist doch ganz einfach: Wir leben in einem Rechtsstaat. Da braucht es einen Rechtsgrund um jemandem etwas wegzunehmen und ihn in seinen persönlichen Freiheiten einzuschränken. Nachdem das – zumindest nach der Beschreibung hier – aber ziemlich eindeutig aussieht und die von Ihnen beschriebenen Folgen durchaus möglich sind, bin ich auch zuversichtlich, dass die Prüfung ergibt, dass die Fahrerlaubnis entzogen wird.

      36

      6
      Antworten
  2. Was prüfen? Schein weg nächstes mal sind es unsere Kinder die von dem umgefahren werden wenn er wieder die Orientierung verliert. Oder auch wir selbst.

    11

    35
    Antworten
  3. … und wieder eine ältere Person die nicht mehr handlungsfähig im Verkehr teilnimmt!!!
    … und wieder passiert NIX;
    Wo sind die Werkzeuge des Staates der Überprüfung die ältere Menschen auf Reaktion; Sehen; und HANDLUNGSFÄHIGKEIT testen;
    Aber es is wie immer, erst muas Bluad auf da Straß babn damid wos bassiert;
    „haha“ hod Recht wos is wenns unsare Kinda drifft und ned a Hoizwand??? und sorry für meine impulsiven Worte!

    12

    36
    Antworten
    1. Mag sein das der Herr hier nicht mehr Verkehrstüchtig ist kann aber auch sein das diese verwierung eine andere Ursache hat. Erstmal gehört geprüft und dann entschieden.
      Vieleicht wäre es mal ganz gut wenn vielen Autofahrer bewust wird das sie sich auf den Verkehr konzentrien sollen und nicht z.B. auf das telefonieren mit dem Mobiltelefon oder noch lieber sind mir die Eltern, die in ihrer Straße am liebsten eine Spielstraße haben wollen aber sobald sie aus ihrer Straße raus sind gass geben ohne rücksicht auf verluste. Am besten noch mit einen zur Zeit sehr beliebten Buss oder Hausfrauenpanzer SUV. Das sind die dann auch noch schreien alles Bio und die Umwelt verpesten.
      Und wenn wir schon bei dem Entzug der Fahrerlaubnis sind habe ich noch ein paar Beispiele Alkohol, Medikamente, Drogen, Handy am Steuer (vieleicht kapieren es dann alle).
      Nicht immer auf den älteren rumhacken und ich gehöre noch nicht zu der Generation.

      12

      1
      Antworten
  4. Ich finde man sollte allen Leuten im Alter von 18 – 25 Jahren den Führerschein entziehen. Die verursachen statistisch gesehen die meisten Unfälle.

    48

    21
    Antworten
  5. Lätschen Sepp

    Ganz einfach ab 65 sollte es gesetzlich verpflichtende Fahreignungstests alle 2 Jahre geben.

    7

    13
    Antworten
  6. https://www.tz.de/auto/senioren-steuer-laender-europa-aelteren-fahrern-umgehen-zr-6385470.html
    Wie man am Beispiel anderer Länder sieht, gibt es durchaus Möglichkeiten Unfälle wie diesen zu verhindern! Aber glaube,
    die Automobilindustrie in D verdient einfach zu viel mit dem Verkauf von Neuwagen an solvente Senioren, als dass sie diesen Beispielen folgen wollen….

    7

    8
    Antworten