Extrembergsteiger in Wasserburg

Peter Habeler zeigt Multivisions-Show - Benefizveranstaltung zugunsten der Bergwacht

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Diesen Termin sollten sich alle Bergfreunde unbedingt vormerken: Am Donnerstag, 29. November, ist im Wasserburger Rathaussaal der weltberühmte Extrembergsteiger Peter Habeler mit seiner neuesten Multivisions-Show zu Gast. Die Raiffeisenbank RSA ermöglicht diese Benefizveranstaltung zugunsten der Bergwacht Wasserburg.

Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist um 18.30 Uhr.

Der Kartenvorverkauf startet am 22. Oktober in allen Geschäftsstellen der Raiffeisenbank RSA. Karten können telefonisch unter Tel: 08071/92298-0 reserviert und gegen Barzahlung in den Geschäftsstellen in der Hofstatt 19 in Wasserburg, in Rechtmehring, Soyen und Albaching abgeholt werden.

Die Eintrittskarten kosten 18 Euro im Vorverkauf und 20 Euro an der Abendkasse. Der Eintrittspreis wird in voller Höhe der Bergwachtbereitschaft Wasserburg gespendet.

„Die Berge sind mein Lebenselixier“, sagt Peter Habeler und bis heute kann er davon nicht lassen. Ausnahme-Bergsteiger, Legende, Vorbild für Generationen und liebenswerter Bergfreund zugleich: Vor 40 Jahren – am 8. Mai 1978 – stand er zusammen mit Reinhold Messner auf dem Mount Everest. Die erste Besteigung ohne zusätzlichen Sauerstoff war gelungen, ein Meilenstein des Bergsteigens im Himalaya und weltweit. In seinem neuen Vortrag zeigt er Bilder seiner großen Expeditionen am Nanga Parbat, am Kangchendzönga, am Hidden Peak und natürlich auch den Sieg am Mount Everest. Mit dabei sind auch Bilder vom Yosemite, neues Material aus den Dolomiten und dem Wilden Kaiser sowie von Sardinien und Kreta, wo er gerne trainiert.

Last but not least erzählt Habeler über die vor kurzem erfolgte Durchsteigung der winterlichen Eiger-Nordwand, gemeinsam mit David Lama als Seilpartner. Peter Habeler war seiner Zeit immer ein Stück voraus. Schwierigste Touren im Wilden Kaiser und in den Zillertaler Alpen, der erste Europäer an den Big Walls im kalifornischen Yosemite Valley, die erste Besteigung eines 8.000-ers im Alpinstil (Hidden Peak), der Gipfelsieg an drei weiteren Achttausendern (Cho Oyu, Nanga Parbat, Kangchendzönga).

Er ist ein Mann der Rekorde, bis heute. Zu seinem 75. Geburtstag durchsteigt er noch einmal die Eiger-Nordwand. 1974 hatte er sie mit Reinhold Messner in knapp zehn Stunden durchstiegen – eine Bestmarke, die fast 30 Jahre lang hielt. Nun klettert Habeler mit einem der derzeit besten Bergsteiger der Welt: David Lama. Der war einst als Kind bei ihm in einem Camp erstmals mit dem Klettern in Berührung gekommen. Der Held von einst und der Held von heute, vereint in einer Seilschaft, die Generationen verbindet. Das Vorhaben ist spektakulär und am Ende auch erfolgreich. Und wie nebenbei ein neuer Rekord: Er ist der älteste Mensch, der jemals die Eiger-Nordwand durchstiegen hat.

1942 im Zillertal geboren, lebt der Bergsteiger mit Professoren-Titel immer noch zwischen Tuxer-, Kitzbüheler und Zillertaler Alpen. „Mein Shangri-La ist das Zillertal“, sagt Peter Habeler, der hier geboren und aufgewachsen ist. Mit 16 Jahren klettert er bereits schwierigste Routen im Fels, mit 21 erwirbt er das Diplom als staatlich geprüfter Berg- und Skiführer und wird zum jüngsten Chef der Österreichischen Berg- und Skiführerausbildung.

Grenzerfahrungen jenseits von 8000 Metern, das Überwinden von scheinbar Unmöglichem, der Weg aus der Komfortzone als Erfolgsfaktor, sind seine Vortragsthemen. Packen erzählt Habeler über die Höhen und Tiefen des Bergsports und dabei wirdt er noch immer wie ein Lausbub. Gut gelaunt, immer einen Witz auf den Lippen, die Lachfalten im Gesicht – und dazu fit wie ein Turnschuh. „Das Klettern ist mein Jungbrunnen“, sagt Peter Habeler.

„Der Everest ist nicht besiegt, nicht bezwungen worden. Er hat mich lediglich geduldet. Und wenn sich überhaupt von einem Sieg sprechen lässt, dann höchstens von einem Sieg über den eigenen Körper, über die Angst“, so Peter Habeler.

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