Pegelstände steigen weiter

Vor allem Mangfall und Prien betroffen - Inn bei Wasserburg könnte Meldestufe 2 erreichen

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Die Pegelstände und Prognosen vor allem zur Mangfall haben das Landratsamt Rosenheim veranlasst, Vertreter von Hilfsorganisationen zu einer Besprechung einzuladen. Laut aktueller Prognose werden an Mangfall und Prien die Pegelstände des Hochwassers von 2013 wohl nicht erreicht werden. Trotzdem entschloss man sich, einige Deichabschnitte entlang der Mangfall noch bei Tageslicht vor Ort zu begutachten, meldet das Landratsamt am Montagabend.

Anschließend ist eine weitere Besprechung geplant, in der, sollte es die Lage erfordern, konkrete Maßnahmen festgelegt werden. Neben Mitarbeitern des Krisen- und Katastrophenschutzes des Landkreises, nahmen Vertreter von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Bayerischen Roten Kreuz, Wasserwacht, Bundeswehr, Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und der Integrierten Leitstelle Rosenheim daran teil.

Am Inn bei Wasserburg (Fotos vom Nachmittag) steigt der Pegel langsam aber stetig. Am frühen Abend wurde die 3,50-Meter-Marke erreicht. Für Mitternacht wird die Meldestufe 1 mit 4,20 Metern erwartet. Morgen könnte gar Meldestufe 2 mit fünf Metern übertroffen werden. Dann soll der Pegel aber wieder sinken. Gefährlich wird’s erst ab Meldestufe 4.

 

Die Meldestufen für Wasserburg

Vom Pegelstand sind zahlreiche Maßnahmen abhängig, die durch Erreichen bestimmter Wasserstände ausgelöst bzw. eingeleitet werden. Hierzu zählen beispielsweise das Schließen bestimmter Luken und Klappen, die Aktivierung von Pumpen, das Sperren von Uferwegen oder das Einlegen von Dammbalken.

Drohendes Hochwasser meldet das Landratsamt bereits bei Meldestufe 1 (Pegel 420 cm) an die Stadt bzw. außerhalb der Dienstzeiten direkt an verantwortliche Mitarbeiter. Die Meldestufen 2 und 3 erfolgen bei einem Pegel von 500 cm bzw. 550 cm und haben neben einzelnen pegelabhängigen Maßnahmen für Wasserburg lediglich informativen Charakter.

Spätestens mit Erreichen der Meldestufe 4 (600 cm) tritt ein Krisenstab zusammen, dem unter anderem der Erste Bürgermeister, das Ordnungsamt und die Feuerwehr mit der Einsatzleitung angehören. Der Krisenstab koordiniert den Einsatz der Rettungskräfte und ggf. des Katastrophenschutzes.

 

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