Ohne Papiere

Etwa 20 Migranten zurückgewiesen und der österreichischen Polizei überstellt

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Übers Wochenende verteilt hat die Bundespolizei rund 30 Personen entdeckt, die zwischen Kufstein und Kiefersfelden versucht hatten, illegal einzureisen. Das meldet die Dienststelle am heutigen Montagnachmittag. Die meisten der Personen waren in Zügen und Reisebussen unterwegs. Die Migranten stammen unter anderem aus Nigeria, Somalia, Ghana, Mauretanien, dem Senegal, Gambia, Albanien und der Ukraine. Zwei albanische und zwei ukrainische Staatsangehörige haben nach ersten Erkenntnissen vergeblich auf die Dienste von Schleusern vertraut.

Die mutmaßlichen Schlepper konnten im Rahmen der Grenzkontrollen auf der A93 gestoppt und festgenommen werden. Am Steuer eines in Deutschland zugelassenen Pkw saß ein 41-jähriger Pole, der zwei Albaner beförderte. Nach eigenen Angaben beabsichtigten beide, in Deutschland zu arbeiten.

Die erforderlichen Papiere für den Arbeitsaufenthalt hatten der 25- und der 49-Jährige aber nicht. Nachdem der polnische Fahrzeugführer, der im Landkreis Landshut einen festen Wohnsitz hat, wegen Schleuserei angezeigt worden war, konnte er seine Heimreise ohne Begleitung antreten.

Auch die beiden Ukrainer, 19 und 25 Jahre, die von einem 36-jährigen Landsmann in einem Auto mit italienischem Kennzeichen gefahren wurden, wollten in der Bundesrepublik arbeiten. Über ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis verfügte keiner der drei Fahrzeuginsassen. Gegen den Fahrer wurde eine Strafanzeige wegen Einschleusens von Ausländern gestellt. Anschließend hatte er das Land wieder in Richtung Österreich zu verlassen.

Als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren musste er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft 1.000 Euro hinterlegen. Den vier Geschleusten wurde jeweils die Einreise verweigert.

Insgesamt hat die Rosenheimer Bundespolizei am Wochenende etwa 20 Migranten zurückgewiesen und der österreichischen Polizei überstellt.

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