„Oft gibt es hohe Erstattungen“

Wasserburger Steuerexperte Martin Reiss gibt wichtige Tipps - Teil 9

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Die Lohn- und Einkommenssteuer – das ist eine Wissenschaft für sich. Und nicht jeder hat dabei einen Überblick über alle Möglichkeiten und Regelungen. „Deshalb sollte man einen Experten ranlassen. Denn oft winken auch rückwirkend hohe Erstattungen“, sagt Martin Reiss von der gleichnamigen Kanzlei in Wasserburg. Hier sein nächster Steuertipp:

„Nicht jeder ist dazu verpflichtet eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Arbeitgeber behalten bei den laufenden Gehaltszahlungen Lohnsteuer ein und führen diese direkt an das Finanzamt ab. So begleichen Sie die Steuerschuld Ihrer Arbeitnehmer.“

Der Experte: „Weitere Einnahmen, eingetragene Freibeträge oder bestimmte Kombinationen von Steuerklassen können dazu führen, dass Arbeitnehmer trotzdem eine Steuererklärung abgeben müssen, da der Staat in diesen Fällen davon ausgeht, dass trotz Lohnsteuerabzug zu wenig Steuern bezahlt wurden.  Trifft dies nicht zu, so ist man von der Abgabepflicht befreit. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man keine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen darf, denn es besteht die Möglichkeit freiwillig, bis zu vier Jahre rückwirkend, eine Steuererklärung abzugeben. Es ist in jedem Fall ratsam zu prüfen, ob es sich lohnt diese Möglichkeit zu nutzen, denn oftmals ist mit hohen Steuererstattungen zu rechnen.“

Reiss weiter: „Werbungskosten, wie beispielsweise Fortbildungskosten, Dienstreisen oder die Strecke zur Arbeit, dürfen steuermindernd berücksichtigt werden. Wer keine oder nur geringe Werbungskosten nachweisen kann, darf eine Werbungskostenpauschale in Höhe von 1.000 Euro geltend machen. Aber auch Sonderausgaben, wie haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerkerleistungen oder Spenden, wirken sich positiv aus. Auch hier gibt es wieder einen allgemein gültigen Pauschbetrag. Dieser beträgt 36 Euro. Bei Ehepaaren verdoppelt sich der Betrag auf 72 Euro. Weiter können sich hohe außergewöhnliche Belastungen steuermindernd auswirken. Hierzu zählen zum Beispiel Krankheitskosten oder Kosten für Bestattungen und Grabinstandhaltung.“

Besonders lohnen könne sich die freiwillige Abgabe, wenn man nicht das ganze Jahr über ununterbrochen beschäftigt war oder ein Steuerklassenwechsel stattgefunden habe.

Der Experte: „Zur Steuererstattung kommen häufig noch Erstattungszinsen vom Finanzamt, wenn man rückwirkend für frühere Jahre Steuererklärungen abgibt, denn 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem die Steuer entstanden ist, beginnt das Finanzamt Erstattungszinsen auf die Steuererstattung zu bezahlen. Noch bis 31. Dezember 2018 ist es möglich, Steuererklärungen für das Jahr 2014 einzureichen. Wenn auch Sie Geld vom Staat zurück bekommen wollen, dann melden Sie sich gerne bei uns. Wir beraten Sie ausführlich und übernehmen die Erstellung Ihrer Einkommensteuererklärung für Sie.“

 

Direkt-Kontakt:

Steuerberaterkanzlei Reiss

Neustraße 4-6
83512 Wasserburg am Inn

​Telefon/Telefax
08071/93100
08071-93101

​E-Mail: Kanzlei@Reiss-Steuerberater.de

 

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