ÖDP tritt in Wasserburg an

Ökodemokraten stellen erstmalig Stadtratsliste auf

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Als eine Art „historisches Ereignis“ bezeichnete eingangs die Versammlungsleiterin Christine Mehlo-Plath vom Kreisvorstand die Aufstellungsversammlung der ÖDP in Wasserburg. Denn nach der Zulassungshürde wird es zum ersten Mal eine ÖDP-Stadtratsliste geben. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Ludwig Maier übernahm die Rolle als Wahlleiter.

Der erstplatzierte Christian Flemisch sagte zu seinen Zielen für Wasserburg: „Ich möchte, dass der Klima- und Artenschutz in Wasserburg konsequent umgesetzt wird. Dabei möchte ich alle Wasserburger mitnehmen. Es sollen regelmäßige Vorträge und Workshops stattfinden, um die Bürger bei dieser notwendigen Veränderung zu begleiten. Denn Umwelt- und Klimaschutz ist eine gemeinsame Aufgabe und nicht nur Aufgabe der Stadt. Weitere Blühflächen für Insekten sind im Stadtgebiet zu schaffen.“

Der Spitzenkandidat Christian Flemisch (48) ist Lehrer und  freiberuflicher Dozent. Er ist in Wasserburg aufgewachsen und ist Beisitzer im ÖDP-Kreisvorstand, Mitglied im Pfarrgemeinderat St. Konrad und Neumitglied im Bund Naturschutz. Er bekräftigte sein Ziel, die elektrifizierte S-Bahn als Kulturgut bis in die Altstadt zu führen. Auf Platz zwei kam H. Deuschl (32), der als Betriebswirt von der Politik der ÖDP so überzeugt ist, dass er sie so viel unterstützen möchte, wie er nur kann.

Auch Edith Horender, Designerin i. R. (69), die als parteilose Kandidatin auf Platz drei gewählt wurde, will sich entsprechend einsetzen, ebenso wie für die Altstadtbahn, so auch für die Beendigung des Ladensterbens in der Altstadt. Potenzial sieht sie für den Tourismus und die Erweiterung des kulturellen Angebots.

Der Arten- und Naturschutz liegt Gärtnermeister Rauch (56), Platz vier, besonders am Herzen. Sebastian Otter (49), Maurermeister, auf Platz fünf, ist besonders wichtig, den Flair der Stadt zu erhalten, der im Laufe der Jahre immer mehr abhanden gekommen sei. Er sprach er sich für ein Durchfahrtsverbot durch die Altstadt ab dem Roten Turm aus. Kai Hausmann, Dipl.-Ing. für Lebensmitteltechnologie (48) auf Platz sechs wünscht sich neben mehr kulturellen vor allem mehr familienfreundliche Angebote. Anja Garlik (38), Verkäuferin auf Platz sieben und die beiden aktiven Bund-Naturschutz-Mitglieder Alois Schrems, Molkereimeister (46), Platz acht, und Simone Schrems, Hauswirtschafterin (40), Platz neun wollen ihren Beitrag für mehr Umwelt- und Artenschutz in der Stadt leisten.

Am Ende der Veranstaltung wurde darauf hingewiesen, dass nach Einreichen des  Wahlvorschlags mindestens 180 Unterstützerunterschriften von Bürgern des Stadtgebiets Wasserburg zu leisten sind, bevor die erstellte Wahlliste zugelassen werden kann. Daher werden alle wahlberechtigten Bürger der Stadt Wasserburg gebeten, nach Weihnachten bis zum 3. Februar im Bürgerbüro hierfür zu unterschreiben.

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