„Nochmal ein Rekordvolumen“

Kämmerer Christian Prieller stellte dem Haager Gemeinderat den Haushaltsplan vor

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„Eine stattliche Summe“ – so bezeichnete Kämmerer Christian Prieller das Volumen des Haushaltsplanentwurfes für 2019. Mit einem Verwaltungshaushalt von 16,9 Millionen Euro und einem Vermögenshaushalt in Höhe von 6,5 Millionen Euro ist der gesamte Haushalt im Vergleich zum Vorjahr um gut drei Prozent gestiegen.

„Bei langjähriger Betrachtung wird deutlich, dass es nochmal ein Rekordvolumen darstellt“, so Prieller. Die gestiegenen Einkommensteuerbeteiligungen und Gewerbesteuern seien herausragende Werte. Die kassenwirksamen Einnahmen steigen deutlich stärker als die Ausgaben. „Wir kommen in den nächsten Jahren voraussichtlich gut mit der Schuldenbelastung zurecht“, prognostizierte der Kämmerer. Im aktuellen Entwurf des Haushaltsplans beläuft sich die Pro-Kopf-Verschuldung von Schulverband und Markt auf 844 Euro.

 

Die wesentlichen Positionen auf Ausgabenseite seien die Personalkosten, die gegenüber zum Vorjahr unter anderem aufgrund Tariferhöhungen und Höhergruppierungen um 3,1 Prozent gestiegen sind, sowie die Kreisumlage. Diese führte im Gemeinderat zu Diskussionen: Trotz prozentualer Senkung ist der tatsächliche Wert für die Marktgemeinde im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

 

Dass der Verwaltungshaushalt gestiegen ist, liegt vor allem positiven Entwicklungen der Steuereinnahmen zugrunde. Auch die Zuführung zum Vermögenshaushalt hat sich auf einen außergewöhnlich hohen Wert erhöht und trägt zur Finanzierung des Investitionshaushaltes bei. In den Folgejahren wird weiterhin mit einer hohen Zuführungsrate gerechnet.

 

Und die ist auch nötig: Der Markt hat viele Investitionen geplant. Unter anderem die Revitalisierung der Burganlage, die Sanierung und Erweiterung des Kinderhauses „Arche Noah“ und auch Straßen- und Breitbandausbau sollten finanziert werden. Für die Spielplätze an der Agnesstraße sowie der Daimlerstraße sei aber keine Investition geplant, wie Stefan Högenauer (CSU) bemängelte. „Wir halten die Spielplätze nach wie vor für wichtig.“ Aufgrund der Sanierungsarbeiten des Schlossturms sowie des Kindergartens sei es laut Bürgermeisterin Sissi Schätz allerdings unmöglich, die Spielplätze ebenfalls zu realisieren.

 

Dies ist auch auf die Prioritätenliste zurückzuführen, die der Gemeinderat erarbeitet hat. Darin zeigt sich, welche Projekte vorranging umgesetzt werden sollen. Diese Maßnahmen seien auch in der Finanzplanung der nächsten Jahre berücksichtigt. „So wissen wir, was in den nächsten Jahren auf uns zukommt“, so die Bürgermeisterin.

 

„Für die Investitionen, die gestemmt werden müssen, sind auch in den kommenden Jahren Kredite erforderlich“, erklärte Kämmerer Prieller die Entwicklung der Finanzen. „Trotz hoher Zuführungsraten wird weiterhin Fremdfinanzierung erforderlich sein.“ Weil durch den hohen Investitionsbedarf keine Entlastung des Haushalts zu erwarten ist, empfahl Prieller, die Ausgaben auf ein notwendiges Maß zu reduzieren beziehungsweise die Maßnahmen nach Möglichkeit zeitlich zu strecken. JF

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