Noch hofft die Stadtgarde

Wasserburger trainieren - Eine Gruppe in der Region hat den Fasching 2021 aber schon abgesagt

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Sie lächeln, auch wenn die Anzeichen aus Berlin grad deutlicher werden: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bekräftigte jetzt seine Aussage, die kommende Faschingssaison wegen der Pandemie werde wohl ausfallen müssen. Das Signal ist auch in Wasserburg angekommen. Vor allem bei der Stadtgarde. „Aber noch trainieren wir“, sagt 1. Präsident Anton Gartner (Foto).

Das Foto zeigt die Vorstandschaft mit von links

Magda Sinzinger (Hebefigurentrainerin), Bina Sinzinger (Hofmarschallin), Done Gartner (Präsident), Jenny Wagner und Nadine Voggenauer (Abteilungsleitung).

Alex Fischer (Trainerin), Claudia Fischer (Major und Schriftführerin), Nina Wolsberger (Präsidentin), Julia Lux (Trainerin), Sylvia Hofer (Kassiererin)

Vor knapp zwei Monaten erst hat die Stadtgarde nach dem Lockdown das Training wieder aufgenommen (wir berichteten). Derzeit üben die 22 Tänzerinnen und Tänzer entweder bei schönem Wetter im Freien oder aber in der Maschinenhalle von Anton Gartner.

„Dort, wo wir sonst trainieren, ist wegen der Ferien oder wegen Bauarbeiten geschlossen“, sagt der Präsident, „wir bereiten uns auf den Fasching 2021 vor, als wenn nichts wäre.“

Dass doch „was“ ist, wird an den Maßnahmen deutlich, die der Vorstand getroffen hat. Nur mit Abstandsregelung – aufgeteilt in drei Gruppen und mit den üblichen Sicherheitsvorkehrungen sowie einem Hygienekonzept – werden die Tänze einstudiert.

Alles für die Katz? „Wir schieben im Moment eine mögliche Absage noch nach hinten“, meint Gartner, „auch, wenn ich die Chancen als gering ansehe.“ Man stehe im ständigen Austausch mit den anderen rund 15 Faschingsgarden im Landkreis. – eine davon habe schon abgesagt. Bedenken kämen etwa wegen der kalten Jahreszeit, die dem Virus neuen Schwung geben könnte oder bei geplanten Veranstaltungen, wo tausende Narren im Festzelt feiern würden.

Gartner befürchtet deshalb, dass auch der beliebte Wasserburger „Badriazzo“ – bei dem Anfang januar stets das aktuelle Programm erstmals gezeigt wird – auf der Kippe steht, der stets Hunderte dicht an dicht in die Halle lockt.

Auch gerade hinter den Auftritten in Senioren- und Behindertenheimen stehe ein großes Fragezeichen. „Wir sind keine Marschgarde“, gibt Präsident Gartner zu bedenken, „wir haben Tanzeinlagen von etwa 15 Minuten Dauer, die nur drinnen stattfinden.“

Und: Sollte die kommende Saison ausfallen, fällt der Stadtgarde auch die Einnahmequelle weg. „Die Kosten für unsere Kostüme liegen im vier- bis fünfstelligen Bereich“, so Gartner.

Ende September wollen sich die Garden in der Region nochmals digital austauschen. Vielleicht könne man ein Alternativprogramm auf die Beine stellen. „Wir sind Narren“, sagt Gartner entschlossen, „zur Not trainieren wir eben für 2022 …“

Foto: Stadtgarde Wasserburg

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