Noch 1000 suchen Ausbildungsplatz

Die Agentur für Arbeit kontaktieren - Derzeit viele Bewerber und offene Stellen gemeldet

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Ende Juni waren bei der Agentur für Arbeit Rosenheim, die Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, noch rund 1000 junge Menschen gemeldet, die nach einem Ausbildungsplatz suchen, etwa 100 weniger als im Juni des Vorjahres. Die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen lag mit 1450 um 94 unter dem Wert von Juni 2018. Aktuell entfallen somit rechnerisch auf 100 noch suchende Bewerber knapp 145 freie Lehrstellen.

Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur dazu: „Die Tendenz, dass sich der Ausbildungsmarkt zugunsten der Bewerber entwickelt, es also mehr Ausbildungsstellen als Bewerber gibt, setzte sich somit das elfte Jahr in Folge fort. Im Ausbildungsjahr 2008/2009 gab es in unserem Agenturbezirk erstmals mehr Ausbildungsplatzangebote als Bewerber und der Trend hält seitdem an. Die Arbeitgeber müssen sich fragen: Was kann ich machen, damit ein Jugendlicher sich gerade für mein Unternehmen interessiert? Neben der Stellenausschreibung sind Ausbildungsmessen und das Angebot von Praktikumsplätzen gute Möglichkeiten, denn häufig ergibt sich daraus später ein Ausbildungsverhältnis.“

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2018 meldeten sich 2825 Bewerber für Berufsausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit Rosenheim. Das waren 355 Personen (-11,2 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich wurden dem Arbeitgeberservice seitdem 3355 Berufsausbildungsstellen gemeldet, elf weniger als im Vorjahr.

Die meisten Bewerber waren im Juni noch in den Berufen Verkauf (202), Medizinische Gesundheitsberufe (medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte) (103), Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe (89) und Unternehmensführung und -organisation (Industriekaufmann, Kaufmann Büromanagement) (79) gemeldet.

Dr. Cujai sagt an die Betriebe gewandt: „Bitte geben Sie auch jungen Menschen mit nicht so guten Noten eine Chance. Oft zeigen Jugendliche, die auf den ersten Blick nicht der Traumkandidat für die Lehrstelle sind, im Praktikum oder während der Ausbildung ihr Potential. Es sind noch 60 Tage bis zum Startschuss in das neue Ausbildungsjahr. Sichern Sie sich heute ihre Fachkraft von morgen und geben Sie sich und dem Jugendlichen die Chance für eine gemeinsame Zukunft. Ihr persönlicher Ansprechpartner vom Arbeitgeberservice (kostenlose Servicenummer 0800 4 5555 20) unterstützt Sie gerne bei der Suche nach dem passenden Bewerber und berät Sie über mögliche kostenlosen Hilfen wie die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH), quasi Nachhilfeunterricht für den Berufsschulstoff. Diese können Sie gleich zu Beginn der Lehre anbieten, um den Einstieg in den Berufsschulunterricht zu erleichtern. Durch zusätzlichen Stützunterricht werden Sprach- und Bildungsdefizite der Auszubildenden abgebaut sowie fachliche Inhalte gefestigt.“

Die Agenturleiterin spricht auch die Jugendlichen an: „Die Sommerferien stehen vor der Tür und es sind noch viele unbesetzte Lehrstellen gemeldet, beispielsweise im Verkauf (326), in der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung (Fleischer, Bäcker, Köche) (112), in den Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen (Hotelfach- und
-kaufmann; Restaurantfachmann) (93), für Medizinische Gesundheitsberufe (85), für Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe (86) und im kaufmännischen Bereich (67). Nutzt die Chance und vereinbart gleich per E-Mail an Rosenheim.Berufsberatung@arbeitsagentur.de einen Termin mit Eurem Berufsberater, oder kommt am Montag und Donnerstag zwischen 8 und 12 Uhr sowie Donnerstag von 13.30 bis 16 Uhr ganz ohne Termin zu einem Gespräch mit Euren Berufsberatern in die Arbeitsagentur Rosenheim (Wittelsbacherstraße 57). Die Kollegen helfen bei der Stellensuche, halten eine Vielzahl von Lehrstellen bereit und arbeiten mit den Ansprechpartnern vom Arbeitgeberservice zusammen, die in persönlichem Kontakt zu Eurem potenziellen späteren Ausbildungsbetrieb stehen. Außerdem können Euch die Berufsberater wertvolle Tipps für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche geben. Es gibt sicherlich für jede/jeden noch eine attraktive Ausbildungsstelle. Auch Jugendliche, die im nächsten Jahr ihre Schulausbildung beenden werden, können sich bereits jetzt bei der Agentur für Arbeit melden.“

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