Nigerianer muss in Untersuchungshaft

Schleusungsverdacht: Rosenheimer Bundespolizei stoppt Afrikaner

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Die Rosenheimer Bundespolizei hat am gestrigen Sonntag einen Nigerianer in Untersuchungshaft gebracht. Er war bei Grenzkontrollen nahe Mittenwald gestoppt worden. Der Afrikaner wird beschuldigt, mit seinem Pkw zwei nigerianische Staatsangehörige illegal über die deutsch-österreichische Grenze befördert zu haben.

In den frühen Morgenstunden überprüften Bundespolizisten am Grenzübergang Mittenwald-Scharnitz die Insassen eines Autos mit italienischen Kennzeichen. Der Mann am Steuer des Wagens legte seinen nigerianischen Reisepass und eine abgelaufene italienische Aufenthaltserlaubnis vor. Die beiden weiteren Mitfahrer, die wohl ursprünglich ebenfalls aus Nigeria stammen, hatten keine gültigen Papiere für die Einreise und den beabsichtigten Aufenthalt in der Bundesrepublik dabei. Für die Fahrt von Italien nach München waren laut Aussage einer 25-Jahre alten Mitreisenden 500 Euro fällig geworden. Wegen des Verdachts des Einschleusens beziehungsweise der versuchten unerlaubten Einreise wurden alle Personen zu zuständigen Bundespolizeiinspektion nach Rosenheim gebracht.

Dort stellte sich heraus, dass der 46-jährige Fahrzeugführer in der Vergangenheit unter anderem bereits wegen Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung polizeilich in Erscheinung getreten war. Die Ermittler der Bundespolizei gehen auch im aktuellen Fall von einer geplanten Schlepper-Tour aus.

 

Der Afrikaner musste auf richterliche Anordnung hin die Untersuchungshaft antreten. Bundespolizisten brachten den Festgenommenen in ein Münchner Gefängnis. Er wird sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen. Den mutmaßlich Geschleusten verweigerte die Bundespolizei die Einreise. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie den österreichischen Behörden überstellt.

 

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