Nichts geht mehr: Sendling abgeriegelt!

Von Absperrungen umzingelt: Seit heute Baustellen-Wahnsinn bei Ramerberg

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Absperrungen, dass einem schwindelig werden könnte: Die Ortschaften Sendling und Steingassen in der Gemeinde Ramerberg sind ab heute quasi von der Außenwelt abgeschnitten! Und wer sich Schleichwege suchend doch dorthin verirrt hat, der fühlt sich wie gefangen. Bitte wenden – nur wohin? Zur B15 ist seit heute alles dicht und seit einer Woche gibt es ab dem Bahnhof keine Zufahrt mehr. Derweil wälzen sich Lkw und Busse durch die umliegenden kleinen Orte. Bilder eines Baustellen-Wahnsinns …

Warum gleichzeitig? Das ist die große Frage für die Anwohner: Am Ramerberger Bahnhof wird gewerkelt und ab heute nun auch auf der B15 bei Ramerberg! Weil die Fahrbahn angeblich so schlecht sei, heißt es von der Behörde.

Schwer zu verstehen ist dieses Absprache-Malheur (wir berichteten). Sendlinger und Steingassner, bitte keine Groß-Anlieferungen in den kommenden Wochen erwarten, kein Heizöl ordern oder geschweige denn irgendeinen Notfall haben!

Auch der Ortsteil Anger ist betroffen – gerade die ortsansässige Firma Riedl für Schalungen, Gerüste, Baugeräte. Die mögliche Zufahrt zur Firma ist aktuell nur mehr ausschließlich für Pkw geeignet und das sei mit täglichen Abholungen und Lieferungen eine Zumutung, so eine Firmensprecherin. Eine Zufahrt für den Schwerlastverkehr sei von den Behörden schlichtweg vergessen und nicht berücksichtigt worden. Auf Nachfrage beim Landratsamt Rosenheim sei der Firma mitgeteilt worden, dass man in den nächsten fünf Wochen doch keine Abholungen oder Anlieferungen planen solle. Eine geeignete Lösung wurde nicht vorgeschlagen … 

Die umliegenden Ortschaften wie Dirnhart, Allmannsberg – oder Mühltal und Reitberg wie Zellerreit – dürfen sich ab heute vier Wochen lang bis mindestens 12. Mai auf erheblich mehr Verkehrsaufkommen samt internationaler Lkw-Palette gefasst machen.

Foto: ck

Und wehe es wird von der B15 aus per Sattelschlepper die Umfahrung über Katzbach versucht – ein Begegnungsverkehr an den dortigen Serpentinen scheint geradezu unmöglich, geschweige denn, wenn zwei Lkw – oder ein Lkw und ein Bus – sich begegnen.

Auch Rott und Pfaffing und Edling werden in den kommenden vier Wochen erhöhten Lkw-Durchgangsverkehr haben.

Unser Foto unten: Wia kimmt jetzt der heid nach Sendling eine – vermutlich über das einspurige Bruck bei Ramerberg von Litauen kommend herangeschlichen! Bleibt die Frage, wo wui er überhaupt hi und wia kimmt er wieder raus aus Sendling?

Und er da im kleinen Attelthal? Wohin denn des Weges?

Dicht vom Ramerberger Bahnhof her:

Dicht nun seit heute auch von der B15 aus gesehen:

Gefangen in Sendling: Bitte wenden – nur wohin jetzt? Kein Umleitungsschild weit und breit.

Fotos: Renate Drax

Hier noch mal der Behörden-Text:

B15 Rosenheim – Wasserburg
Fahrbahnerneuerung südlich Attel
Vollsperrung der B15 ab 16. April 2018

Das Staatliche Bauamt Rosenheim führt im Zeitraum vom 16. April bis 12. Mai unter Vollsperrung der Bundesstraße 15 die Erneuerung der Fahrbahn der Bundesstraße 15 südlich von Attel durch.

Die Baustrecke
erstreckt sich von der Einmündung der Kreisstraße RO 34 bei Katzbach
bis zum Beginn des dreispurig ausgebauten Attler Berges.
Im Zuge der Arbeiten wird auf einer Länge von drei Kilometern die Fahrbahn
herausgefräst und durch einen neuen, dreilagigen Asphaltaufbau ersetzt.

Zusätzlich werden die Bankette ertüchtigt und die Straßenausstattung
erneuert.
Um die Bauarbeiten innerhalb der Bauzeit von vier Wochen abwickeln zu
können und die Arbeitsstellensicherheit zu gewährleisten, ist eine Vollsperrung
mit großräumiger Umleitung erforderlich.

Die Umleitungsstrecke ist beschildert und verläuft östlich vom Inn. Von
Süden kommend wird der Verkehr ab der Einmündung B15 / St2359 über
Griesstätt, Schonstett, Frieberting, Eiselfing nach Wasserburg zur B304,
Anschluss Penzing, geführt.

Für den Schwerverkehr wird die Umleitungsstrecke
ab dem Kreisverkehr Frieberting geradeaus Richtung Amerang
und zum Anschluss an die B304 bei Stephanskirchen geführt.

Auf der B304 läuft die Umleitung zurück zur B15 bei Wasserburg.
Der Verkehr in Richtung Süden befährt die Umleitungsstrecke in entgegen gesetzter
Richtung.

 

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6 Gedanken zu „Nichts geht mehr: Sendling abgeriegelt!

  1. Vielleicht kann wenigstens dafür gesorgt werden, dass der Lkw-Verkehr sich an die reguläre Umleitung hält?

    Scheint mir wichtiger als der Blitzmarathon am Mittwoch!

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    Antworten
    1. Jeder eine Woche Urlaub, Klappstuhl und einen Schlagbaum vor die Brücken.

      Nur so gehts, interessieren tut das keinen, ob sie da langfahren dürften – außer, sie krachen mit der Brücke ein, dann is das Gejaule groß.

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      1. Vielleicht sollten wir uns zusammentun und am Schlagbaum Maut kassieren!?

        Sicherlich eine lukrative Einnahmequelle, die das Remmidemmi doch etwas erträglicher machen würde… 😉

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        Antworten
    2. normal denkender

      Wen interessieren denn die LKW ?
      Mit´m Blitzen wird´s Geld verdient !!!

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  2. Sehr geehrte Damen und Herren,

    auch heute morgen konnte ich auf der Fahrt zur Arbeit zwischen Edling und Rosenheim wieder große LKW beobachten, die die Verkehrsführung ignorierten und die großflächige Umleitung nicht befahren.

    Diese LKW befahren die eh schon für Pkw erschwert befahrbare Alternative zwischen Katzbach und Edling über Zellerreit, auch konnte ich einen LKW beobachten, der aus Richtung Attl Abbiegung Edling bei Schloß Hart verstopfte, da er nicht wusste, wie es weitergeht.

    Ein weiterer LKW wendete an der Absperrung Abzweigung B15 – Katzbach, auch er glaubte nicht daran, dass es hier tatsächlich nicht weitergeht.

    Meine Bitte daher an Sie, wirken Sie auf das Landratsamt ein – mit dem Appell an das Landratsamt: „Optimieren Sie die Verkehrsführung durch geeignete LKW Verbotsschilder und weisen Sie aggressiver auf die großflächige LKW-Verkehrsführung hin“.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hermann

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  3. Grundsätzlich bleibt eh die Frage offen, wieso fahren so viel LKW aus aller Herren Länder über unsere 15er?
    Mautpreller?
    Wo ist da die Legislative, die sonst so gern abkassiert?

    Und noch eine Frage: Wer zum Teufel von den Studierten hat so etwas geplant? Können die Planer nur eindimensional denken?
    I ko de Ramaberga und Sendlinga voi vasteh, warum koan Schlogbam himacha

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