„Nicht erst kommen, wenn’s schon zwickt“

Der Beruf, die schönsten Erfahrungen und hilfreiche Tipps: Osteopath Matthias Steinberg im Interview

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PR – Kopfschmerzen, Verspannungen, Schmerzen beim Gehen: Jeder kennt die Wehwehchen des Alltags, die meistens nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Aber was, wenn die Beschwerden immer wieder kommen und Physiotherapie, Kernspintomografie und Co. keine Lösung bringen? Immer beliebter in solchen Angelegenheiten wird die Osteopathie, die den Menschen ganzheitlich betrachtet und da ansetzt, wo die klassischen Behandlungsmethoden oft aufhören. Matthias Steinberg hat seit Juli diesen Jahres seine eigene Praxis am Badria in Wasserburg. Unser Interview:

So, Matthias, jetzt mal ein paar kurze Fakten über dich, damit dich die Leute kennenlernen.

Vorname?

Matthias

Nachname?

Steinberg

Alter?

41

Familienstand?

In festen Händen.

Wohnort?

Stephanskirchen

Hobbies?

Alles, was mit Berg zu tun hat. Klettern, Wandern, Skifahren. Und Fotografieren. Und Kochen

Lieblingsessen?

Das einzige, was ich nicht mag, ist Sushi, sonst mag ich alles. Und mit Tomaten kann ich auch nix anfangen. (lacht)

Lieblingsfarbe?

Rot

Lieblingsmusik?

Ich hör gern deutsche Musik, also Ärzte, Tote Hosen. Und sehr gern Rock, auch Rockballaden.

Wie würden dich deine Freunde in einem Satz beschreiben?

Ein Kumpel vom Fußball hat mal gesagt, ich wäre „positiv verrückt“. (lacht)

Sehr gut. Dann reden wir jetzt mal über deinen Beruf. Seit wann bist du denn bei uns in Wasserburg?

Also wohnen tu ich in Stephanskirchen bei Rosenheim. In Bayern bin ich seit 2006 – eigentlich komme ich ja aus Thüringen. Seit 2013 arbeite ich als Osteopath in Wasserburg und seit Juli hab ich meine eigene Praxis hier am Badria.

Wie war grundsätzlich dein beruflicher Werdegang zum Osteopathen?

2003 hab ich angefangen, eine Ausbildung zum Physiotherapeuten zu machen, da war ich dann 2006 fertig. Zwei Jahre später hab ich dann mit der Ausbildung zum Osteopaten begonnen. Da bin ich 2013 fertig geworden.

Der Bereich der Osteopathie erlebt ja gerade einen kleinen Boom. Es wird viel darüber gesprochen und auch immer wieder über die Vorteile gegenüber der klassischen Physiotherapie geredet. Worin liegen da die genauen Unterschiede? Und was macht die Osteopathie für dich so interessant?

Die Osteopathie zielt auf das gesamte Gewebe des Körpers um etwaige Bewegungseinschränkungen aufzuspüren und zu behandeln. Man schaut halt individuell auf jeden einzelnen Menschen, sieht ihn als Einheit von Körper, Geist und Seele. Es ist wichtig, die Beweglichkeit des Körpers in seiner Gesamtheit zu betrachten, aber auch jedes einzelne Körperteil, jedes Organ bzw. Organsystem. Wichtig ist auch das Zusammenspiel der Organe und Organsystem. Wenn die Beweglichkeit körperlich oder organisch eingeschränkt ist, entstehen Gewebsspannungen auf die Funktionsstörungen folgen. Auf Dauer kann der Körper diese oft nicht ausgleichen und dann kommt es zu Beschwerden.

Gibt es da Zusammenhänge, mit denen du sehr häufig zu tun hast?

Häufig gibt es Magenprobleme, zum Beispiel Sodbrennen – das kennt jeder. Oft hängt das mit Blockierungen der Wirbelsäule oder Dysfunktionen der Organe im Bauchraum zusammen. Oder Kopfschmerzen – können durch Blockierungen der Halswirbel, zu starke fasziale Spannung oder auch durch Fehlhaltungen entstehen. Oft haben Leute solche Beschwerden schon lange und die Ursache liegt auch oft schon länger zurück – zum Beispiel ein Sturz.

Wie bist du denn damals drauf gekommen, erst Physiotherapeut und dann Osteopath zu werden?

In meinem Bekanntenkreis gab es einen Unfall und ich war oft im Krankenhaus zu Besuch. Mir hat die Arbeit des Physiotherapeuten gut gefallen und damit wusste ich, dass ich diesen Beruf ergreifen und machen möchte. Durch einen damaligen Kollegen kam ich zur Osteopathie. Ich konnte mich nicht mehr richtig bewegen, drehen und atmen und das durch blockierte Rippen und Wirbel. Mein Kollege, ein Osteopath, hat mir sehr schnell geholfen und ich war völlig fasziniert. Er behandelte zusätzlich meine Organe, was für mich in der Form neu war. Das ist mein Weg, dachte ich und so begann ich mein Osteopathie Studium.

Was waren die Momente, wo du gemerkt hast, dass die Osteopathie dein Traumberuf ist?

Grundsätzlich ist es einfach was wahnsinnig Schönes, wenn man Leuten, die schon sehr lange Beschwerden haben, endlich helfen kann. Die Erleichterung und die Dankbarkeit in Ihren Gesichtern – das ist sehr erfüllend. Es kam einmal eine Patientin zu mir mit sehr starken Rückenschmerzen und sie nahm vier bis fünf Schmerztabletten. Die Wirbelsäule war untersucht worden und es waren keine ernsthaften Veränderungen oder Brüche zu erkennen. Sie hatte blockierte Wirbel und eine hohe fasziale Spannung. Ihr konnte ich schnell helfen.
Eine Mutter kam mit ihrem Baby zu mir, das sehr unruhig war und viel gespuckt hat. Nach wenigen Behandlungen war das Problem gelöst. Bei Babys geht es relativ schnell, dass man eine Besserung erzielt.

Aber zu spät ist es trotzdem nie, wenn man seine Schmerzen wegbekommen will, oder?

Natürlich nicht! Es ist immer möglich etwas zu ändern und zu verbessern. Oft reicht es „alte“ Gewohnheiten zu ändern z.B. den Monitor am Arbeitsplatz in die Mitte zu stellen, damit man nicht schräg sitzt. Auch einseitige Bewegungsabläufe – wie immer oder oft auf einem Bein zu stehen oder immer den gleichen Arm zu verwenden – sollte man ändern. Einseitige Belastungen können zu Fehlhaltungen führen. Und das ist auch noch ganz wichtig: Nicht immer erst behandeln lassen, wenn’s schon zwickt – dann natürlich auch (lacht) – aber sich einfach mal vorbeugend seine Haltung und die Bewegungsabläufe durchchecken lassen. Damit kann man wahnsinnig viel erreichen und spätere Probleme vermeiden.

Kann dann quasi jeder jederzeit zu dir kommen und sich durchchecken lassen?

Absolut. Also vom Baby über Jugendliche, Erwachsene bis zum Rentner. Auch nach Unfällen, um Beweglichkeit und Einklang des Körpers wieder herzustellen.
Für Studenten oder Berufstätige, die dem heutigen Stress ausgesetzt sind und oft unter Schulter- und Nackenbeschwerden oder Kopfschmerzen leiden.
Für den ,,Gesunden, der sich vorbeugend behandeln lässt, um versteckte Blockaden aufzudecken oder um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Für Senioren kann Osteopathie hilfreich sein, um das gesamte körperliche System zu erhalten und zu stärken
Bringen tut’s jedem was.
Da kann man bei mir online oder telefonisch einen Termin ausmachen (zwinkert).

Danke für das Interview, Matthias und weiterhin gutes Einleben hier in Wasserburg!

Sehr gerne. Danke!

 

 

Weitere Infos zur Praxis gibt’s hier.

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