Neuer Wohnraum „südlich der Schmiedwiese“

Baugebiet aus insgesamt 14 Bauparzellen in Reitmehring - Bewerbungsfrist läuft

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„Südlich der Schmiedwiese“ in Reitmehring wird in landschaftlich reizvoller Ortsrandlage ein neues Baugebiet entstehen. Die Stadt Wasserburg konnte in den letzten Jahren den dafür erforderlichen Grunderwerb abschließen und plant nun 14 Bauparzellen, für die sich Interessenten ab sofort bewerben können …

Es handelt sich um fünf Einzelhausgrundstücke, sechs Reiheneckhaus- und drei Reihenmittelhausgrundstücke, die zwischen 200 und 400 Quadratmeter groß sind. Bei der Planung wurde ein besonderes Augenmerk auf flächensparendes Bauen gelegt. „Von Anfang an war es Ziel der Stadt, dass wir Einheimischen Baugrund anbieten, wo ein sparsamer Umgang mit Grund und Boden gewährleistet ist“, so Bürgermeister Michael Kölbl.

Hier sollen die neuen Wohnhäuser entstehen.

Die Bauinteressenten, die sich für den Erwerb eines Reihenhauses entscheiden, müssen zusammen mit den Nachbarn jeweils eine Bauherrengemeinschaft bilden, um ein stimmiges Gesamtbild der Wohnungen entstehen zu lassen.
Bei der Festlegung der Kriterien für die Grundstücksvergaben im Rahmen eines
Einheimischenmodells wurden die Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs und die Empfehlungen des Bayerischen Gemeindetags berücksichtigt. Dies bedeutet, dass die Bauherren Vermögens- und Einkommensgrenzen einhalten müssen. Hierbei gilt im Bezug auf das Einkommen ein jährliches Maximum von 40.000 Euro pro Person. Dieses erhöht sich pro Kind um 7.000 Euro. „Bei einer Familie mit einem Kind wären das also 87.000 Euro“, erklärt Projektleiter Robert Mayerhofer. Das Vermögen darf den Marktwert des Grundstücks nicht überschreiten. Der Kaufpreis für die Grundstücke beträgt 155 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Erschließungskosten.

 

Foto, von links: Bürgermeister Michael Kölbl, Bauprojektleiter Robert Mayerhofer und Stadtbaumeisterin Mechthild Hermann.

 

Die Grundstücksvergaben erfolgen dann auf Basis eines Punktesystems, das Ortsbezugs- und Sozialkriterien ausgewogen berücksichtigt, wie zum Beispiel einen Arbeitsplatz oder ehrenamtliche Tätigkeiten in Wasserburg. Die Bewerbungsfrist endet mit Ablauf des 30. Juni 2018. Der zeitliche Eingang der Bewerbungen innerhalb dieser Frist spielt bei der Vergabe der Grundstücke keine Rolle. „Wir raten den Bewerbern sogar, dass sie sich Zeit lassen, um alle wichtigen Voraussetzungen abzuklären und sich gscheid Gedanken zu machen“, so Kölbl. Die Grundstückszuteilungen an die Bauwerber sollen dann im Juli erfolgen. Für das zweite Halbjahr 2019 ist der Beginn der Brauprojekte geplant.

 

Die Bauwerber verpflichten sich insbesondere dazu, das erworbene Grundstück fünfzehn Jahre selbst zu nutzen und innerhalb dieses Zeitraums nicht zu veräußern,
außerdem müssen die Gebäude mindestens mit dem Energiestandard KFW 55
(KFW-Effizienzhaus) errichtet werden. Für ein Passivhaus würden Bauherren nach Fertigstellung gegen entsprechenden Nachweis einen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro von der Stadt erhalten. Zudem ist für das Baugebiet die Errichtung eines privaten Fernwärmenetzes (Biogas) geplant.

Am 4. Juni ist ab 18 Uhr auch eine Informationsveranstaltung im Rathaus vorgesehen, bei der die Interessenten etwaige Fragen erörtern und weitere Auskünfte einholen können.

Die Bewerbungsunterlagen und das Exposé stehen zum Download im Internet unter www.wasserburg.de bereit.

 

MP

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8 Gedanken zu „Neuer Wohnraum „südlich der Schmiedwiese“

  1. Bei der Lage des neuen Baugebietes fragt man sich schon, ob die Käufer und auch die Stadt mal darüber nachdenken, welche Straße dort in der Nähe vorbei geht?!

    Überall werden mittlerweile Umgehungsstraßen gefordert und auch gebaut und in Wasserburg wird ein Wohngebiet mit gerade einmal 100m (!) Luftlinie zur B15 ausgewiesen.

    Dort, wo laut offiziellen Zahlen täglich ca. 9000 PKW und 1200 LKW vorbei fahren und dazu noch geplant ist, die B15 in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Das kann man nicht verstehen ….

    In ein paar Jahren wird dann das „Geschrei“ wieder groß sein und Maßnahmen wie z.B. Bau von Lärmschutzwänden gefordert werden, wenn die neuen Anwohner „plötzlich“ feststellen, was für einen Lärm doch die B15 macht.

    Hierbei sollte man sich als Käufer und auch als Stadt schon mal fragen, ob es wirklich Sinn macht, dort ein Wohngebiet zu bauen?

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  2. Isarpreissn kon ma überall osiedln.

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  3. Bin nicht interessiert, aber die Vergabekriterien finde ich seltsam.
    Ist das heute gängige Praxis?

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  4. Ja, das wird mittlerweile in einigen Städten so gemacht. „Einheimischenmodell“ heißt das Stichwort. Laut Vorschrift der EU-Kommission muss jeder EU-Bürger, der die Einkommens- und Vermögensgrenzen erfüllt, die Chance haben, sich für den Baugrund zu bewerben. Damit das „Einheimischenmodell“ seinem Namen gerecht wird, geht es danach ums Punktesammeln. Dabei gelten Kriterien wie soziales Engagement in der Stadt, in der man sich um Wohnraum bewirbt, Nähe zum Arbeitsplatz oder der Familienstand.
    Das soll quasi dafür sorgen, dass niemand bei der Baugrundsuche im Vorneherein diskriminiert wird, aber trotzdem die Einheimischen bevorzugt werden.

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  5. Ohne überheblich wirken zu wollen, aber wie soll denn eine 3-köpfige Familie mit max. (!!!) 87 TSD € (brutto?) Jahreseinkommen das finanzieren können? Wenn man bisschen was Gescheites haben will, ist man da doch ganz locker 400 TSD € los.

    Diese Modelle habe ich noch nie ganz nachvollziehen können. Warum wird ein „Einheimischer“, der einen gutbezahlten Job hat (warum auch immer), benachteiligt? Da kann er sich noch so viel Ehrenamt ausüben und sich in die Gesellschaft einbringen … er ist raus!

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    1. Ohne Darlehen gehts halt ned, ob Einheimischer oder Zuagroaster. Und wennst dann für des Darlehen vom Tischeck runter beissn muasst, hast was falsch gmacht..

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    2. Naja, 87 Tsd brutto sind 55 Tsd netto (gemeinsam veranlagt). Wenn man die Hälfte davon spart, hast in 20 Jahren eine halbe Mio…

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    3. Nicht überheblich sein geht anders….

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