Neuer Altar: Weihbischof in Babensham

Festgottesdienst am Sonntag zur Neugestaltung in der Pfarrkirche St. Martin

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In einem Festgottesdienst am kommenden Sonntag, 22. April, um 10 Uhr weiht Weihbischof Wolfgang Bischof, zuständig für die Seelsorgsregion Süd der Erzdiözese München und Freising, den neuen Altar der Pfarrkirche St. Martin in Babensham. Zum Abschluss der Innenrenovierung wurden die liturgischen Orte – Altar, Ambo, Taufort und Sitzgelegenheiten – von dem Bildhauer Thomas Link aus Waal bei Landsberg am Lech neu gestaltet.

Der neue Altar und der neue Ambo sind aus hellem, grau-beigem Kalkstein gearbeitet und setzen lichte Punkte im eher schwach belichteten Chorraum der Pfarrkirche.

Der Altar besteht aus einem schlanken, im Grundriss quadratischen Unterbau mit einer kreuzförmigen Aussparung, in die die Altarplatte mit leichtem Abstand eingesenkt ist. Diese Verbindung der beiden Teile verweist darauf, dass der Altar der Ort der Begegnung des Göttlichen mit dem Irdischen ist.

Der Taufort vor dem südlichen Seitenaltar mit dem Taufstein aus den 1950er Jahren wurde neu gestaltet: Eine jüngst aufgedeckte mittelalterliche Nische birgt jetzt den eleganten bronzenen Schrein für die heiligen Öle. Die Sitzgelegenheiten für Priester und Ministranten sowie das Chorgestühl wurden neu aus Eiche gefertigt.

Der Kirchenbau wurde im 15. Jahrhundert als spätgotischer Saalbau von Grund auf neu errichtet, wobei Teile des spätromanischen Vorgängerbaus einbezogen wurden. Dieses hohe Alter zeigt sich auch in der Baustruktur, so sind die Achsen von Langhaus und Chorraum gegeneinander verschoben und der Kirchenraum ist insgesamt sehr beengt. Die Neugestaltung der liturgischen Orte geht auf diese Bedingungen ein und verleiht dem Kirchenraum so eine neue sakrale Würde.

Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche sukzessive im Sinne des reifen Rokoko umgestaltet, wobei der angesehene Burghausener Bildhauer Johann Georg Lindt für die Altarausstattung verantwortlich zeichnete. Mehrere historisierende Überarbeitungen des 19. Jahrhunderts, die das barocke Raumbild verfremdeten, wurden 1937 rückgängig gemacht.

Im Zuge der aktuellen Innenrenovierung, die etwas mehr als zwei Jahre dauerte, wurden außerdem Wände und die Decke mit den Fresken sowie Altäre und Figuren restauriert, Heizung, Beleuchtung und Beschallung wurden erneuert. Für die Innenrenovierung und die Neugestaltung der liturgischen Orte wurden insgesamt rund 2,2 Millionen Euro investiert.

Der Altar, an dem die Gläubigen die Gemeinschaft mit Christus feiern, ist der Mittelpunkt des katholischen Kirchenraumes. Er enthält Reliquien von Heiligen oder Seligen. Bei der Weihe des Altares, die Bischöfen vorbehalten ist, wird er mit Weihwasser besprengt und mit Chrisam gesalbt.

Anschließend wird Weihrauch auf dem Altar verbrannt und die Altarkerzen werden feierlich entzündet, bevor der Bischof das Weihegebet spricht. Erst danach darf auf dem Altar Eucharistie gefeiert werden.

gob

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