Neue Verfügung zur häuslichen Quarantäne

Landratsamt schließt Lücke zwischen Kenntnis des Befundes und der Anordnung durchs Gesundheitsamt

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Der Landkreis Rosenheim hat heute eine neue Verfügung zur häusliche Quarantäne bekanntgemacht, die morgen, Donnerstag, 16. April, in Kraft tritt. Die Allgemeinverfügung gilt auch für bestätigte Fälle und begründete Verdachtsfälle und ordnet eine 14-tägige Quarantäne an. Parallel dazu werden die bestätigten Fälle von den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes kontaktiert und die Quarantäne zugleich mündlich angeordnet.

Die neue Allgemeinverfügung soll die Quarantäne bereits ab Kenntniserlangung des positiven Befundes anordnen. Dadurch kann die zeitliche Lücke zwischen Kenntnis des Befundes und Anordnung durch das Gesundheitsamt geschlossen werden. Dies ist nur relevant, wenn die Testung durch die Ärzteschaft oder die KVB erfolgt ist. In diesen Fällen erfahren die Patienten zunächst vom Hausarzt den positiven Befund und nicht direkt vom Gesundheitsamt. Die Allgemeinverfügung bewirkt hier, dass die Quarantäne bereits ab Kenntniserlangung und schon vor der mündlichen Anordnung durch das Amt gilt.

Begründete Verdachtsfälle sind enge Kontaktpersonen, bei denen Symptome auftreten. Diese werden wie bestätigte Fälle behandelt und die Quarantänezeit verlängert sich bei diesen Personen um weitere 14 Tage, beginnend mit dem Tag des Symptombeginns. Bei diesen Personen wird meist eine Testung nicht mehr durchgeführt, um die Testkapazitäten für die „unentdeckten“ Fälle zu schonen, heißt es aus dem Landratsamt.

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4 Kommentare zu “Neue Verfügung zur häuslichen Quarantäne

  1. Egal ob bayern- oder bundesweit: die Regelung wie die Betreuung Behinderter nun in der Coronakrise ( weiter) ablaufen soll, wird nie verabschiedet, schon gar nicht kommentiert! Als ob es sie nicht gäbe. Viele Eltern Behinderter fragen sich z.B. zur Zeit, wann wird mein Kind zur Betreuung nach Attel wieder abgeholt. Sie müssen auch seit Wochen unbezahlten Urlaub nehmen, mit ihrem behinderten Kind seit Wochen zuhause klar kommen, usw. … Dieser ganze Teil der Bevölkerung fällt mal wieder hinten runter.

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  2. War das nicht schon bisher auch so??? Und es ist doch klar, wenn ich Corona positiv getestet werde, dass ich dann in Quarantäne bin!

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    1. Scheint nicht jedem klar zu sein. Wie man der Presse entnehmen kann, arbeiten in einem Altenheim positiv getestete Pflegekräfte weiterhin weil sie nur “leichte Symptome” haben. Wo bitteschön ist hier die Quarantäne?

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  3. Marlen da muss ich widersprechen. Hier gelten in den Einrichtungen/Wohngruppen die gleichen Regeln wie für alle. Ein hin und her zwischen den Eltern und der WG gibt es nicht. Entweder, oder. Das wurde zumindest in der Einrichtung in der ich arbeite den Eltern auch klar kommuniziert. Holt eure Kinder/ Betreuten nur nach Hause wenn ihr sie dort auch eine lange Zeit betreuen könnt. Alles andere würde sowohl das Personal wie auch die Mitbewohner gefährden. Weiterhin gibt es zumindest bei uns die Möglichkeit im Notfall für 14Tage in eine betreute, freiwillige Quarantäne zu gehen und dann wieder in die WG.
    Sollte man sich aber gut überlegen.

    Im übrigen sehe keine Unterschiede. Ich darf auch nicht in andere Wohnungen etc..

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