Neue Umweltinitiative Schnaitsee

Mit eigener Liste bei der Kommunalwahl 2020 - Initiatorin Maria Dirnaichner

image_pdfimage_print

Erstmals seit 42 Jahren sind bei der Wahl für den Schnaitseer Gemeinderat wieder mehr als zwei Listen vertreten. Traten damals nach der vorangegangenen Gebietsreform die Ortsteile Waldhausen und Kirchstätt noch mit je einer eigenen Liste an, stehen jetzt 2020 Umweltziele ganz oben auf der Priorität der neuen Liste „Umweltinitiative Schnaitsee (UI)“.

Unser Foto vorne von links: Rosina Maron, Maria Dirnaichner und Christine Lechner, sowie Walter Behn (links) und Josef Deml stehen zusammen mit Elisabeth Unterhuber (nicht im Bild) auf der Kandidatenliste der „Umweltinitiative Schnaitsee“ für die Gemeinderatswahl 2020.

Bei der Aufstellung der Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl im Gasthof „Zur Post“ freute sich die Initiatorin Maria Dirnaichner auf die Unterstützung von Dr. Ute Künkele, die für die ÖDP im Kreistag einen Sitz hat und von Georg Huber, Gemeinderatsmitglied aus Waging, der nicht nur die Versammlung leitete, sondern nach einstimmigen Votum auch als Wahlleiter fungierte.

In kreativer Gesprächsrunde stellten sich die Kandidaten vor. Dazu gehören neben Dirnaichner noch Christine Lechner aus Waldhausen, Rosina Maron aus Schnaitsee und Josef Deml aus Kreuzstraße. Ebenfalls kandidiert Elisabeth Unterhuber aus Harpfing, die aber bei der Versammlung nicht anwesend sein konnte.

Ihnen allen gemein ist das große Interesse an dem Erhalt der Natur. Der Schutz des Bodens und des Trinkwassers hahaben oberste Priorität.

„Und es geht immer nur im Miteinander mit den Bauern. Sie haben die meiste Fläche und können am meisten dafür tun. Aber auch jeder Gartenbesitzer und sowieso jedermann kann und muss seinen Anteil mit beitragen.“ Dies freute auch die anwesenden Bauern, die versicherten, dass sowieso schon sehr viel gemacht werde. Franz Traunthaler: „Die Landwirtschaft macht ihre Hausaufgaben. Es ist gut wenn miteinander und nicht übereinander geredet wird.“

Besonders auch die Verhinderung von Lichtverschmutzung haben sich Listenmitglieder auf die Fahnen geschrieben. Überbordende Beleuchtungen, ob nun an Privathäusern oder an Straßen, brauche es einfach nicht. Das wäre besonders zum Insektenschutz ein Ansatz.

Nach der Diskussion erklärte sich Walter Behn spontan dazu bereit ebenfalls auf der Liste zu kandidieren. Ihm liegen die Geothermie und die Windkraft als erneuerbare Energiequellen am Herzen.

Vor dem Prozedere der Wahl freute sich Georg Huber, dass sich in Schnaitsee eine Umweltliste installiert hat.

„Bringt eure Ideale ein, tretet für sie ein und sucht vertretbare Kompromisse“ forderte er auf. Im Block wurden die Kandidaten jeweils einstimmig von den 13 Listenunterstützern gewählt.

So stehen die Hausfrau Maria Dirnaichner aus Stangern (59), die Angestellte Christine Lechner aus Waldhausen (63), der Berufskraftfahrer Josef Deml aus Kreuzstraße (57), die Lehrerin in Ruhestand Rosina Maron (68), der geprüfte Meister für Bäderbetriebe Walter Behn aus Schnaitsee (59) und die Krankenschwester Elisabeth Unterhuber aus Harpfing (63) auch in dieser Reihenfolge auf der Liste.

Es wurde beschlossen, dass die ersten vier Bewerber je dreimal genannt werden und die letzten beiden je zweimal auf der Liste stehen. Beauftragte für den Wahlvorschlag sind Maria Dirnaichner und Christine Lechner. Nach dem Einreichen des Wahlvorschlags muss noch einmal kräftig die Werbetrommel angestimmt werden, denn es müssen 80 Unterstützer für den Wahlvorschlag ihre Unterschrift leisten.

Und das alles unter der Prämisse, dass es für die Umwelt nicht erst fünf Minuten vor zwölf ist, sondern bereits nach zwölf. So drastisch drückte es Josef Deml aus.

ju

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren