Neue Preise für das Badria

Stadtwerke gestalten Eintritt um: „Wollen familienfreundliches Bad bleiben"

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Gut 20 Prozent bei der Sauna, um bis zu fünf Prozent beim Bad – die Stadtwerke erhöhen die Preise für den Eintritt ins Badria, wollen aber gleichzeitig mit einem ausgeklügelten System dafür sorgen, dass man allgemein familienfreundlich bleibt. Dies gaben bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates (wir berichteten) Bürgermeister Michael Kölbl und Stadtwerkeleiter Marius Regler bekannt. Kölbl: „Die großen Sanierungsmaßnahmen sind abgeschlossen, jetzt müssen wir die Preise anpassen.“

Die neue Preisliste soll nach der Sommerpause Ende September in Kraft treten.

Kölbl versprach: „Wir wollen auch weiterhin ein Familienbad bleiben.“ Beim Baden hebe man die Preise deshalb nur sehr moderat an. Aber: „Bei der Sauna liegen wir weit hinter den Marktpreisen, deshalb müssen wir da doch etwas anziehen.“

Man wolle sich aber noch mehr für Familien öffnen, setze auf Familienkarten und Familientage.

Dazu Marius Regler: „Die Anpassung ist auf Grund allgemeiner Kostenentwicklung, der Erweiterung und der wirtschaftlichen Lage des Badria und der Stadtwerke dringend erforderlich.“ Man habe alles genau analysiert, eine Marktanalyse angestellt und eine Expertenrunde installiert und sei zum Ergebnis gekommen, dass man bewährte Strukturen erhalten wolle. „Das Badria als Familienbad mit einer Premiumsauna – diese Positionierung wollen wir beibehalten.“

2019 soll Testjahr werden

Beim Hallenbad habe man derzeit im Marktvergleich „übliche bis günstige Preise“, beim Freibad sei man dafür bis zu dreimal teurer als vergleichbare Wettbewerber, so Regler. Die Auslastung des Freibads sei leider auch bei schönem Wetter sehr gering. Dennoch zieht der Leiter der Stadtwerke eine positive Bilanz: „Insgesamt ist das Badria für Familien sehr günstig, wir sind und bleiben ein bezahlbares Familienbad.“

Deshalb soll es jetzt auch eine Familienkarte für die Sauna mit einem besonders attraktiven Gesamtpaket geben. Insgesamt werde man 2019 alle neuen Pakete und Preise testen und gegebenenfalls flexibel reagieren. „Da ist nichts festzementiert.“

Regler ging auch auf die Rahmenbedingungen beim Badria ein. So wolle man das Gastroangebot verbessern. „Wir bekommen da schlechte Kritik von unseren Besuchern –  vom Service und vom Speisenangebot her.“ Ab Herbst 2018 gebe es einen neuen Pächter.

Dr. Christine Mayerhofer (SPD) dankte Regler für „seine sehr detaillierte Vorarbeit“. Man habe die ganze Sache wirklich aus allen möglichen Blickwinkeln betrachtet und gute Angebote entwickelt. Mayerhofer: „Besonders freut es mich, dass die Familieneintrittskarte des Badria jetzt auch über die Rattkarte gekauft werden kann. Außerdem denke ich, dass die Preisanpassung angemessen ist.“

Peter Stenger (SPD) konnte es nicht nachvollziehbar, dass es für Rentner keine Ermäßigung gibt. „Warum können wir das beispielsweise nicht über den Rentenbescheid regeln und uns diesen vorlegen lassen. Gerade die, die eine ganz geringe Rente haben, können sich das Badria nicht mehr leisten. Ich bitte darum, dies bei der nächsten Preisgestaltung mitzubedenken.“

Rückenwind bekam Stenger von Friederike Kayser-Büker (SPD): „Man muss schon bedenken, dass Rentner und alleinerziehende Mutter das größte Armutsrisiko haben.“ Und sie ergänzte: „Kann man nicht einen Sommerpass anbieten, den man als Eltern den Kindern einfach in die Hand drückt. Das wäre toll, wenn die in den Ferien so lange bleiben könnten, wie sie wollen.“

Sophia Jokisch (Linke) wollte die neue Preisgestaltung nicht recht gefallen: „Mir tut das alles sehr weh. Die moderate Anhebung ist schon verständlich, aber wo ich’s brutal finde, ist bei der Saune. Die ist absolut toll geworden. Jetzt wird es Leute geben, die sich das nicht mehr leisten können.“

Markus Bauer (CSU) sagte: „Mir hat die Präsentation des Stadtwerkeleiters gut gefallen, da hat sich einer über alle Aspekte Gedanken gemacht hat und alles analysiert, auch die Wettbewerber. Ich fühle mich mit dieser Lösung gut aufgehoben. Man darf das Tarif-System auch nicht zu kompliziert machen.“

Die neue Preisgestaltung wurde ohne Gegenstimmen abgesegnet.

 

Hier geht’s zu den neuen Preisen …

 

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4 Gedanken zu „Neue Preise für das Badria

  1. Schöner Vorschlag von Frau Kayser-Büker! Ferienpass für die Kinder! Vielleicht eine Möglichkeit mehr Besucher anzulocken?!

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  2. Die Preisehöhung für die Sauna ist beinahe unverschämt,nach dem in den letzten Jahren schon mehrmals erhöht wurde. mfg. ein saunastammgast

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    1. Um ehrlich zu sein finde ich 33,30 € für einen Tag baden als Familie schon viel, wenn ich in Trostberg für 13 € den ganzen Tag (2 Erw/2Kinder) bleiben kann und dort den Kindern auch noch mehr geboten wird. Die Becken sind geheizt, es fließt die Alz durch das Freibad, es gibt einen Sprungturm,…. Und dort ist es immer voll. Vielleicht sollte sich Wasserburg einmal überlegen, warum man mehr Wasserburger/Eiselfinger/ Babenshammer/…. in Trostberg trifft als in Wasserburg.

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  3. Das Grösse Aussenbecken ist definitiv viel zu kalt für Kinder vor allem für kleinere. Da sind die Freibäder im Umkreis im Vorteil und da nimmt man gerne die Fahrerei in kauf. Alle Familien die ich kenne meiden das Badria aufgrund der Wassertemperaturen! Würde sich da was ändern wäre auch mehr los. Gespart und investiert an falscher Stelle!

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