Neubau-Pläne im Fokus

SPD-Bezirksräte aus der Oberpfalz zu Gast im Inn-Salzach-Klinikum

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Eine Delegation von SPD-Bezirksräten aus der Oberpfalz hat dem kbo-Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg einen Besuch abgestattet. Die örtliche Bezirksrätin, Elisabeth Jordan und der Zweite Bürgermeister der Stadt Wasserburg, Werner Gartner (unser Foto), begleiteten den Besuch. Beim Austausch mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Peter Zwanzger und dem Geschäftsführer Dr. Theodor Danzl wurden unter anderem die zukunftsweisenden Neubau-Pläne des Inn-Salzach-Klinikums vorgestellt.

Dr. Theodor Danzl berichtete, dass vier Mal einhundertvierzig Betten für die Psychiatrie und die Neurologie entstehen werden. Prof. Dr. Zwanzger betonte in seinen Ausführungen, dass die Strukturen der Psychiatrieversorgung in Oberbayern, die in der Verantwortung des Bezirks Oberbayern lägen, gut geplant seien. Seine Klinik sei für den südostbayrischen Raum zuständig, erläuterte er.

Der Spagat zwischen einer regionalen Versorgung und der Spezialisierung der Therapie gelinge im Inn-Salzach-Klinikum sehr gut, denn hier bündele sich der größte zusammenhängende Bettenbereich und gleichzeitig gebe es die Außenstellen der Klinik, so die Klinikleitung.  „Unser Aushängeschild vor Ort ist die Psychosomatik.“, betonte der Chefarzt. Er führte weiter aus, dass es jährlich 8500 Neuaufnahmen im Inn-Salzach-Klinikum in der Psychiatrie  gäbe, ein Viertel davon seien Patienten mit Depression. Neurotische – und Angststörungen, im Überbegriff affektive Störungen genannt, sind bei fünfzehn Prozent der Patienten der Aufnahmegrund.

Dem allgemein beklagten Fachkräftemangel in der Pflege könne man im Inn-Salzach-Klinikum durch die Krankenpflegeausbildung am Haus entgegen wirken. „ Wir schöpfen aus der hauseigenen Krankenpflegeausbildung unser Fachpersonal.“, zeigte sich Dr. Danzl zufrieden.

Abschließend erkundigten sich die Bezirksräte aus der Oberpfalz und Elisabeth Jordan aus Rosenheim bezüglich des noch vor der Sommerpause zu beschließenden Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz bei Chefarzt Prof. Dr. Zwanzger.

„Neunzig Prozent der Kritikpunkte am Gesetzesentwurf sind zum Positiven verändert und im Gesundheitsausschuss des  Landtags bereits auch so beschlossen. Ich bedanke mich bei der politischen Ebene des Bezirks, für die Unterstützung und den Anstoß der gesellschaftlichen Debatte zu diesem Gesetz.“, so Zwanzger.

Elisabeth Jordan hob in diesem Zusammenhang positiv hervor, dass durch dieses Gesetz nun der Krisendienst Psychiatrie bayernweit eingeführt werden könne, und sich auch der Freistaat an der Finanzierung beteilige.

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