Netzwerk gegründet

Hochschule Rosenheim unterstützt Ebersberger und Münchner Kommunen bei der Reduzierung des Energieverbrauchs

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Der Vertrag ist unterzeichnet: Das Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV), mit Sitz an der Technischen Hochschule Rosenheim, hat gemeinsam mit der Energieagentur Ebersberg-München und mit den Bürgermeistern von 14 Gemeinden das Kommunale Energieeffizienz-Netzwerk Ebersberg-München jetzt feierlich gegründet (Foto)! Mit diesem Netzwerk sollen die Themen Klimaschutz und Reduzierung des Energieverbrauchs in den Kommunen vorangetrieben werden.

Kommunale Liegenschaften energetisch zu sanieren und effizient zu betreiben, ist eine der vielen Herausforderungen auf dem Weg zur Klimaneutralität, die alle Gemeinden gleichermaßen betrifft. Um bei solchen und ähnlichen Aufgaben auf den Wissensschatz bereits gemachter Erfahrungen zu setzen und zugleich Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen zu können, haben sich die Gemeinden Anzing, Baierbrunn, Feldkirchen, Grafing, Gräfelfing, Grasbrunn, Haar, Kirchheim, Kirchseeon, Neubiberg, Neuried, Poing, Schäftlarn und Zorneding zum Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk Ebersberg-München zusammengeschlossen.

„Es ist damit eines der größten Netzwerke in Oberbayern“, sagt Dr. Willie Stiehler, Geschäftsführer der Energieagentur Ebersberg-München.

Gemeinsam mit dem Institut für nachhaltige Energieversorgung GmbH (INEV) an der Technischen Hochschule Rosenheim übernimmt die Energieagentur, eine gemeinnützige GmbH in der Trägerschaft der beiden Landkreise Ebersberg und München, die fachliche Beratung der 14 Kommunen.

„Es ist ein großer Vorteil, dass die Gemeinden sich sehr ähneln und nah nebeneinander liegen“, sagt Dr. Willie Stiehler und erklärt das Prinzip des Netzwerks: „Manche Gemeinden haben bereits die unterschiedlichsten Erfahrungen mit einzelnen Maßnahmen zur Energieeinsparung gemacht, andere wissen angesichts der Fülle an möglichen Maßnahmen gar nicht, wo sie anfangen sollen. Mit dem durch uns moderierten Austausch bringen wir all diese Gemeinden an einen Tisch, wo ganz offen darüber gesprochen werden kann, wo welche Gemeinde steht und welche Maßnahmen sich als sinnvoll erwiesen haben.“

Austausch und Beratung sind essentielle Bausteine des Energieeffizienz-Netzwerks

Dadurch profitieren alle Kommunen unabhängig davon, wie stark sie bisher im Klimaschutz aktiv waren, wie Prof. Dr. Dominikus Bücker sagt: „Neben dem Austausch ist ein weiterer Baustein des Netzwerks die Beratung der teilnehmenden Kommunen. Dadurch lassen sich auch in den Kommunen, die bereits Maßnahmen umgesetzt haben, weitere Potenziale identifizieren – und das ist notwendig, denn die Senkung des Energieverbrauchs ist nicht nur ein Mittel, um den Gemeindehaushalt langfristig zu entlasten, sondern auch ein wesentlicher Schlüssel auf dem Weg zur Klimaneutralität“, so der Geschäftsführer des Instituts für nachhaltige Energieversorgung und Professor an der Technischen Hochschule Rosenheim.

Bereits für Mitte November ist das erste Arbeitstreffen des Netzwerks geplant: „Zu Beginn der Netzwerkarbeit steht eine Analyse des Energieverbrauchs der Kommunen“, so Prof. Dr. Dominikus Bücker. Daraus leitet sich die Identifikation von Einsparpotenzialen ab, auf deren Basis individuelle Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs entwickelt werden.

Bei der Ausarbeitung und Umsetzung der Maßnahmen werden die Kommunen von INEV und der Energieagentur Ebersberg-München durch kontinuierliche und neutrale energietechnische Beratung unterstützt. „Die Förderung für die Netzwerkarbeit durch den Projektträger Jülich endet nach drei Jahren“, so Dr. Willie Stiehler von der Energieagentur: „Auch deshalb ist die Nähe der 14 Gemeinden zueinander ein Vorteil, denn so kann auch nach Ende der Förderphase ein Austausch unter den Gemeinden stattfinden, wenn diese eine Fortsetzung wünschen.“

Bei der Gründungsveranstaltung und Vertragsunterzeichnung zeigten sich alle Gemeinden optimistisch, dass das Netzwerk ein schlagkräftiger Baustein der Energiewende in der Region sein wird.

Auch Christoph Göbel, Landrat des Landkreises München und Dr. Rupert Pritzl vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie nahmen an der Auftaktveranstaltung teil und wünschten dem Netzwerk viel Erfolg.

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