Nächstes Spiel, nächster Sieg

Ihren achten Saisonsieg konnten in der Basketball-Bayernliga die Rotter Damen gegen MTSV Schwabing feiern. Während die Anreise aufgrund der Verkehrsstaus wegen der Münchener Sicherheitskonferenz schleppend verlief, startete das Spiel mit schnellen Punkten auf beiden Seiten.

Die Münchenerinnen konnten einfache Punkte kreieren, die Rotterinnen brachten im Gegenzug erneut durch ihre erfolgreichen Distanzwürfe den Ball im Korb unter. Das erste Viertel endete sehr ausgeglichen 18:17 für die Gastgeberinnen.

Leider brachte das Kampfgericht durch einige Unachtsamkeiten immer wieder Unterbrechungen in das Spitzenspiel.

In den letzten Jahren waren die Duelle Schwabing gegen Rott immer meisterschaftsentscheidend und im zweiten Viertel merkte man beiden Teams die Anspannung in dieser wichtigen Partie an. Abspielfehler und einfache Fehler brachten einige Brüche in den Spielaufbau beider Teams und keine Mannschaft konnte sich absetzen.

Mit einem 9:1-Lauf kurz vor der Halbzeit brachten sich die Gäste aus Rott aber in Front, mit 35:27 ging es in die Pause.

Mit der Wiederaufnahme des Spiels verlor die Rotter Mannschaft den Zugriff auf das Spiel, im Angriff haderte man mit dem eigenen Wurf und kassierte im Gegenzug Korb um Korb. Die Schwabingerinnen – vor der Partie auf dem zweiten Tabellenplatz liegend – konnten zum Ende des Viertels den Anschluss herstellen (47:50) und zu Beginn des Schlussabschnitts sogar in Führung gehen.

Der Ball wollte nicht in den Korb fallen und Ernüchterung machte sich auf Rotter Seite breit. Sechs Punkte Rückstand standen auf der Anzeigetafel. Acht lange Minuten vergingen im letzten Viertel ehe der Ball erstmals den Weg für die Rotterinnen in den Korb fand. Ein getroffener Freiwurf von Julia Theato läutete den Endspurt ein, plötzlich griffen defensive Absprachen und jeder Angriff der Gastgeberinnen konnte gestoppt werden.

Mit noch immer zwei Punkten Rückstand und 43 Sekunden verbleibender Spielzeit kamen die Rotterinnen mit viel Selbstvertrauen aus der Auszeit. Der aufgezeichnete Spielzug wurde perfekt ausgeführt und Julia Theato verwandelte mit Foul. Der Bonusfreiwurf fand ebenfalls den Weg ins Ziel und plötzlich war das Spiel gedreht.

In den letzten Sekunden bauten die Rotterinnen den Vorsprung an der Freiwurflinie aus.

Mit der Schlusssirene liefen bei den Schwabingerinnen die Tränen und die Gäste zum großen Jubel auf.

Coach Peter Bauer nach der Partie: „Die Trainingswoche war krankheitsbedingt nicht wirklich vorhanden und bis Donnerstag sah es aus, als würden wir zu fünft nach Schwabing fahren. Ein großes Kompliment an Julia Theato, die nach dem Ausfall von Lisa Lutz sofort signalisierte uns zu helfen und heute zur Matchwinnerin avancierte.“

Es spielten: Zeller 13 (3 Dreier), Sattler 13 (2), Bayerl 12 (2), Theato 9, Neef 8, Luthardt 4, Pfeiffer 2, Prochnow, Schweiger.

PB