Nach fünf Jahren wieder passierbar

Inntal-Radweg bei Griesstätt: THW errichtet Behelfsbrücke über die Murn

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Fünf Jahre hat es gedauert, nun können die Anwohner und Radfahrer die Murn in Untermühle bei Griesstätt wieder überqueren. Nachdem die alte Murnbrücke dort aufgrund von Beschädigungen durch das Hochwasser 2013 gesperrt werden musste, ist der Übergang seit gestern Abend wieder möglich. Die Technischen Hilfswerke aus mehreren Landkreisen arbeiten den ganzen Tag zusammen an der Errichtung der Behelfsbrücke.

Florian Wigger, Bauleiter des Projektes (Foto), war vollends zufrieden mit der Durchführung der Bauarbeiten. „Alles hat perfekt geklappt, es gab keinerlei Probleme. Wir haben alle super zusammengearbeitet“, so Wigger vom THW Freising.

Insgesamt waren rund 40 Helfer von den Technischen Hilfswerken Rosenheim, Mühldorf und Freising zur Stelle. Sie arbeiteten von 8 Uhr in der Früh bis um 20 Uhr am Abend.

Gegen 17 Uhr wurde die neue Brücke von Pfarrer Herbert Weingärtner gesegnet. Auch Griesstätt Bürgermeister Robert Aßmus verschaffte sich vor Ort einen Überblick über den Fortschritt. Er freue sich für Griesstätt, dass die Murn wieder passierbar ist, weiß aber auch, dass die Behelfsbrücke keine Lösung auf Dauer ist.

Eine Sanierung der alten Brücke kommt für ihn nicht mehr in Frage, ein Neubau soll her: „Wir wollen nichts Halbes, das uns in ein paar Jahren wieder Probleme bereitet, sondern streben eine langlebige Lösung an“, so Aßmus.

Die neue Überquerung der Murn ist eine Bailey-Brücke, eine aus vormontierten Einzelbauteilen zusammensetzbare Behelfsbrücke. „Eigentlich stammt das Bailey-System aus dem militärischen Bereich, wird aber auch im zivilen Bereich für vorübergehende Überbrückungen eingesetzt“, erklärt Gruppenführer Florian Wigger.

Die Brücke misst gut 24 Meter und wurde Stück für Stück über ein raffiniertes Rollsystem (Foto) freischwebend über die alte, marode Murnbrücke geschoben.

Am Montag wird von der Gemeinde noch eine Rampe aufgeschüttet, um den Höhenunterschied zwischen der Brücke und dem Weg auszugleichen. Ab Dienstag kann die Brücke dann auch problemlos mit dem Pkw oder Rad überquert werden.

„Vor allem die direkten Anwohner und die Radfahrer wird das besonders freuen“, meint Gruppenführer Florian Wigger.

Im Anschluss an die Bauarbeiten wurde der Brückenbau noch gebührend im Griesstätter Feuerwehrhaus mit Brotzeit gefeiert.

Unsere Bilder

 

Fotos: STÜ/THW

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