Nach 124 Jahren ist jetzt Schluss

1896 – bis in dieses Jahr kann man die Geschichte der Wasserburger Metzgerei Rahm verfolgen. Damals kam ein Fleischer mit Familiennamen „Karl” aus dem Württembergischen an den Inn und heiratete nach Wasserburg ein. Die Geburtsstunde der Traditionsmetzgerei, die zwischenzeitlich sogar mal Wurst- und Fleischwaren-Fabrik war (Foto von 1925). Am Monatsende schließt der Laden in der Schustergasse jetzt für immer seine Pforten. Peggy und Lisa Rahm gehen in den verdienten Ruhestand. Einen Nachfolger gibt es nicht.

„Natürlich fällt es uns ein bisschen schwer. Immerhin haben wir 27 Jahre lang das Geschäft betrieben. Uns wird der Kontakt mit unseren Kunden fehlen. Und genauso wird uns unser Stand auf dem Wasserburger Christkindlmarkt fehlen, den wir 17 Jahre vom WFV gepachtet hatten. Aber irgendwann ist halt mal Schluss, wir haben beide das Alter für den Ruhestand erreicht”, so Lisa Rahm, die zusammen mit ihrer Schwester das Ladengeschäft in der Schustergasse seit 1993 führt. „Unsere beiden Söhne haben beruflich einen anderen Weg eingeschlagen. Es gibt also keine Nachfolge.”

Was mit dem Laden in der Schustergasse passiert, das steht noch in den Sternen. „Mal schauen, was sich ergibt. Da haben wir keine Eile, sagt Lisa Rahm. Auf jeden Fall ist am 31. Juli Schluss. „Ohne große Abschiedsfeier. Das liegt uns nicht.  Wir sperren einfach am Freitagabend zu und am Samstag nicht mehr auf.”