Munteres Aus- und Einpendeln

Die Beschäftigten sind mobil: Sogwirkung der Stadt München so hoch wie noch nie

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Auch wenn die Überschrift dieser Pressemitteilung der Agentur für Arbeit in einem Jahr 2020 seltsam und aus früheren Jahrzehnten anmutet – die Beschäftigten im Agenturbezirk Rosenheim sind zunehmend mobil – gab’s dennoch heute eine interessante Statistik dazu: Über die Pendlerströme in den Landkreis und aus dem Landkreis heraus …

Grafik oben: 104.310 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte haben den Landkreis Rosenheim als ihren Wohnort gemeldet. 45.270 (43,4 Prozent) davon sind Auspendler. Die meisten arbeiten in der Stadt Rosenheim (17.310), der Stadt München (8.850) und dem Landkreis München (4.140).

Grafik unten:

Im Landkreis Rosenheim sind 86.060 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze registriert. 26.850 davon, also gut 31 Prozent der Stellen, werden durch Einpendler besetzt. Die meisten davon kommen aus der Stadt Rosenheim (8.510), dem Landkreis Traunstein (4.870) und dem Landkreis Mühldorf am Inn (2.150).

Auf den ganzen Agentur-Bezirk bezogen:

„Unser Arbeitsmarkt ist in guter Verfassung. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in unserem Agenturbezirk, der Stadt und Landkreis Rosenheim sowie die Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, in den vergangenen Jahren immer weiter auf zuletzt knapp 196.590* gestiegen (Stand Ende Juni 2019)“, sagt heute Michael Vontra, der kommissarische Leiter der Rosenheimer Arbeitsagentur. „Wir konnten in unserem Agenturbezirk seit März 2018 in jedem Monat eine Arbeitslosenquote von unter drei Prozent verzeichnen, was landläufig der Definition von Vollbeschäftigung entspricht. Obwohl die Situation auf dem regionalen Arbeitsmarkt so gut ist, nehmen die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verstärkt einen weiteren Arbeitsweg in Kauf, um zu der Arbeitsstelle zu gelangen, die genau ihren Kenntnissen und Interessen entspricht.“

Vontra dazu: „38.430 Personen pendeln täglich oder wöchentlich in unseren Agenturbezirk ein, um einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachzugehen. Der Wert übersteigt den Vorjahreswert um 690 und ist damit so hoch wie noch nie. Da die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (+3.790) insgesamt stärker angestiegen ist, ist die Einpendlerquote im Jahresvergleich zurückgegangen und liegt mit 19,5 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert von 2018 und 2017 (Wert 2016: 19,5 Prozent).

Von den Einpendlern stammen mit 9.820 Personen die meisten aus dem Agenturbezirk Traunstein, gefolgt von 9.420 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus dem Agenturbezirk München (Stadt und Landkreis München), 4.750 Einpendlern aus dem Agenturbezirk Weilheim und 3.460 aus dem Agenturbezirk Freising. 1.580 weitere sind Grenzgänger und kommen aus einem anderen Staat, in der Regel aus Österreich.“

Die kommissarische Agenturleiter erklärt weiter: „157.900 der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze werden von Männern und Frauen besetzt, die im Bezirk arbeiten und wohnen*². Aber auch ihr Arbeitsplatz liegt häufig nicht in der Gemeinde, in der sie gemeldet sind. So haben Menschen, die in der kreisfreien Stadt Rosenheim wohnen, beispielsweise häufig ihren Arbeitsplatz im Kreis Rosenheim und Einwohner aus dem Landkreis Miesbach arbeiten im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.“

Rund 222.900 (4.610 mehr als im Vorjahr) Personen, die einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, haben ihren Wohnsitz im Bezirk der Arbeitsagentur Rosenheim. Immer mehr von ihnen, zuletzt 64.990 (1.530 mehr als im Vorjahr), sind sogenannte Auspendler und arbeiten außerhalb des Agenturbezirkes. Vontra dazu:

„Knapp 38.620 Menschen, also knapp 60 Prozent der Auspendler, sind im Agenturbezirk München angestellt. An zweiter Stelle steht der Agenturbezirk Weilheim mit 6.540 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die dorthin auspendeln. Darauf folgt der Agenturbezirk Freising mit 4.940 Personen. Daraus ergibt sich, dass 26.560 mehr Arbeitnehmer aus- als einpendeln, was die Sogwirkung der Landeshauptstadt unterstreicht. Die Differenz übersteigt den Vorjahreswert um 830 und ist so hoch wie noch nie.“

 

 

 

 

 

 

 

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