Mundart-Montag: „Des gäd auf koa Kuahaut!“

In Bayern eine häufig benutzte Redewendung - Aber wo kommt sie her?

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kuh„Des gäd auf koa Kuahaut!“, sagt man, wenn’s glangt, wenn das Maß voll ist. Die Wurzeln dieser Redewendung reichen bis ins Mittelalter zurück. Auch für dieses Sprichwort gibt es (wie letzten Mundart-Montag) mehrere Erklärungsmöglichkeiten. Die Geläufigste geht bis ins Mittelalter zurück, wo man noch auf Pergament statt auf Papier schrieb. Die Menschen waren der Überzeugung, dass ihre Sünden vom Teufel persönlich auf Pergament geschrieben wurden, um nach dem Tod über Himmel oder Hölle entscheiden zu können.

Pergament wurde aus Tierhaut hergestellt, von denen die Kuhhaut zu den großflächigsten gehörte.

Falls demnach jemand sehr viele Sünden begangen hatte, war auf dem Pergament nicht mehr genug Platz, um alle aufzuschreiben. Sie passten nicht einmal auf eine Kuhhaut.

Wenn also heutzutage etwas zu viel wird oder den Rahmen sprengt, dann „gäd des auf koa Kuahaut“.

Im Sprachgebrauch hört sich das dann etwa so an:

 

 

Morgen: Magdalena redet gern – im Voigas-Interview mit Wasserburgs Kino-Besitzer Rainer Gottwald.

 

magdalena

 

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