Mundart-Montag: ,,A Kerzn okennten“

Bayerische Redensarten und ihr Ursprung

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Wenn jemand nach einem Kerzenlicht verlangt, so sagt bei uns so manch einer ,,kennt amoi a Kerzn o!“ Aber wo kommt das Wort ,,okennten“ her? Unser Mundart-Montag heute …

,,Okennten“ kommt aus dem Lateinischen von dem Verb ,,accendere“, was anzünden heißt. Der Einfluss der Römer in Bayern lässt sich also auch in unserem Dialekt immer wieder finden.

Morgen gibt’s unser Voigas-Interview.

 

 

 

 

 

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3 Gedanken zu „Mundart-Montag: ,,A Kerzn okennten“

  1. Dies sind immer wieder nette und interessante Informationen.

    Heute bin ich beim Spazieren durch den Wald auf ein paar Forstarbeiter getroffen. Auf meine rhetorische Frage, „ob’s jetzt a gscheids Brennhoiz gibt“, antwortete einer, „so a hoibscharigs“! Ich weiß was „hoibscharig“ bedeutet … aber wo kommt es her? Das MUSS ich jetzt unbedingt wissen. Danke.

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    1. Magdalena Beitragsautor

      Servus,
      „hoibscharig“ leitet sich von dem hochdeutschen Wort „halbschürig“ ab.

      Das kommt von der Schafschur, wenn ein Schaf nicht ganz geschoren ist.
      Ist bei uns etwas „hoibscharig“, dann ist es „ned gscheid gmacht“, so wie ein halb geschorenes Schaf.
      Gern geschehen 🙂

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      1. Vielen Dank, dank da schee! 😉

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