Morgen der letzte Sprint für Franzi

Biathlon-Saison geht im russischen Tyumen zu Ende - Gemischte Gefühle

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Franzi Preuß aus Albaching ist dabei: Das ultimative Weltcup-Finale der Biathleten steht an – ab heute im russischen Tyumen! Das Programm für Franzi: Am morgigen Freitag um 14.45 Uhr der Sprint, am Samstag um 15 Uhr der Verfolger und – wenn es die 24-Jährige vom SC Haag unter die Besten schafft – am Sonntag dann noch um 16 Uhr der Massenstart. Normalerweise freuen sich die Athleten auf den letzten Stopp einer langen Saison. Aber diesmal sind die Gefühle gemischt, die Gemüter gespalten.

Auch deutsche Biathleten haben an einen Boykott des umstrittenen Weltcup-Finals gedacht. Doch während die Teams aus den USA, Kanada sowie Tschechien aus Protest ‚wegen des weiterhin schwelenden Dopingskandals‘ ab dem heutigen Donnerstag tatsächlich fehlen – die Ukraine fehlt zudem aus den politischen Gründen – habe sich die deutsche Mannschaft zu einem Start entschieden, heißt es.  

In einem gemeinsamen Brief an den Weltverband IBU hatten die DSV-Skijäger deutlich gemacht gehabt, dass auch sie gegen den Weltcup in Tyumen seien. Schwedens Staffel-Olympiasieger Sebastian Samuelsson wiederum macht dagegen einen Alleingang abseits von seinem Team. Er startet nicht.

Franzi geht nun am morgigen Freitagnachmittag im Sprint an den Start – sie wolle noch einmal alles geben, schreibt sie ihren Fans. Das ‚verflixte Stehendschießen‘ habe ihr eine gute Platzierung zuletzt im Verfolger von Oslo leider vermasselt – nach einem guten Start. Nun wolle sie sich noch einmal voll konzentrieren und Voigas geben. Am Samstag ist der Verfolger angesetzt – am Sonntag starten die 30 aktuell stärksten Athletinnen zum Final-Rennen Massenstart. 

Foto: Quelle ARD

 

 

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5 Gedanken zu „Morgen der letzte Sprint für Franzi

  1. Sehr schwach, sich für die Teilnahme entschieden zu haben, absolut fatales Signal ohne Rückgrat.

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  2. @ Beobachter, wovon leben ihrer Meinung nach Sportler?

    Da wird es vermutlich nicht so einfach sein, zu entscheiden „ich mach da nicht mit….“

    Aber schön, wenn Sie in Ihrem Job diese Wahlfreiheit haben. Herzlichen Glückwunsch dazu

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  3. Das Problem liegt meiner Auffassung in der Entscheidung des Biathlon Verbandes, Wettkämpfe an einem schwer belasteten Staat bzw. Verband zu vergeben. Der Sportler selbst hat dann für seine Entscheidung ganz wenig Spielraum. Ich meine aber, dass ein Start das Richtige ist.

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  4. @Ois Guade
    Wo diese Einstellung hingeführt hat, fragen Sie am besten ihre Urgroßmutter.
    Dass sich heute für „eine Hand voll Dollar“ lieber verkauft wird, als Moral zu beweisen, ist unglaublich traurig …

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  5. Eure Probleme möchte ich haben, dann bin ich Glücklich

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