Mit Stickstoff zu schnell unterwegs

Polizeiinspektion Wasserburg kontrollierte heute den Schwerverkehr

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Am heutigen Mittwoch waren Beamte der Polizeiinspektion Wasserburg, die speziell für den Schwerverkehr geschult sind, im Altlandkreis unterwegs. Hauptaugenmerk wurde dabei auf Sattelzüge und andere etwaige Gefährte mit besonderen Gefahrenpotenzial gelegt. Dabei fiel „wie immer“ auch ein Gefahrguttransporter auf. Er war mit Stickstoff beladen und zu schnell auf der Bundesstraße unterwegs.

Da er eine gefährliche Fracht an Bord hatte, erwartet den Fahrer eine Anzeige mit erhöhtem Bußgeld.

Kurze Zeit später wurde ein polnischer Sattelzug einer Kontrolle unterzogen. Dieser hatte 24 Tonnen gerolltes Blech geladen. Zunächst schien die Ladung ordnungsgemäß gesichert, jedoch bei genauerer Betrachtung fiel ins Auge, dass sieben Spanngurte spröde und rissig waren. Eine optimale Sicherung war so nicht mehr gegeben. Der ukrainische Fahrer musste die Ladung neu sichern und durfte anschließend seine Fahrt fortsetzten. Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn die Gurte beispielsweise bei einem starken Bremsmanöver gerissen wären und die Blechpakte in Größenordnungen von fünf Tonnen in Bewegung gekommen wären. Der Fahrer musste vor Ort das zu erwartende Bußgeld entrichten.

Kurz nach Mittag wurde dann ein Gespann bestehend aus Pkw und einachsigem, ungebremsten 750-Kilo–Anhänger kontrolliert. der Fahrer hatte kurz zuvor Sand laden lassen. Da der Lieferschein schon auf eine Überladung hindeutete, wurde das Gespann in Begleitung der Polizei zu einer geeichten Waage verbracht und gewogen. Es stelle sich heraus, dass der 750-Kilo-Anhänger um mehr als 30 Prozent überladen war. Dem Fahrer erwartet nun eine Anzeige mit einem nicht geringen Bußgeld.

Da sehr viele dieser kleinen einachsigen 750-Kilo-Anhänger im Umlauf sind, richtet sich die Polizei Wasserburg mit mahnenden Worten an die Bevölkerung: „Zum einen sind diese Anhänger sehr schnell überladen, der optische Eindruck täuscht zumeist. Zum anderen wird im Falle eines Unfalles, bei dem nachweislich das Gewicht des Anhängers eine Rolle gespielt hatte, der Fahrer zu Rechenschaft gezogen. Dann handelt es sich nicht mehr um ein Bagatelldelikt, sondern kann sich zur Straftat qualifizieren. Auch der prozentuale Anteil an Überladung kann bei solch geringen zulässigen Gesamtgewicht schnell ansteigen, was ein empfindlich hohes Bußgeld als Konsequenz hat.“

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6 Gedanken zu „Mit Stickstoff zu schnell unterwegs

  1. Die sollten mehr kontrollieren. Und das sag ich als Lkw Fahrer. Weil unsere osteuropäischen Kollegen den Unterschied zwischen Autobahn und Bundesstraße anscheinend nicht kapieren….
    Autobahn 80km/h
    Bundesstraße 60km/h
    Aber wenn meiner eins sich an die Regeln hält dann bekommst entweder die Lichthupe, oder wirst sogar überholt und bekommst den Mittelfinger. Also bitte mehr Kontrollen

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    1. Also abgesehen von der Fahrschule fährt da keiner 60 auf der B15.

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      1. Kann ich nur bestätigen. Bitte mehr Kontrollen!

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  2. Es geschehen noch Wunder. Es wurden LKW’s kontrolliert!! Ich fahre täglich die B304 von Wasserburg bis Traunreut und wieder zurück, LKW’s mit 60 km/h gibts so gut wie gar nicht, in der Regel 80 km/h, was ja noch verständlich ist, aber zum Teil mit 105 km/h und Überholmanövern, das bekomme ich wirklich täglich zu sehen., eben so wie LKW’s die immer wieder nach links auf die Gegenfahrbahn kommen (anscheinend übermüdet oder betrunken). Heute habe ich einen überholt und bekomme grundlos ein kostenloses Hupkonzert vom LKW-Lenker. Bitte liebe Polizei, kontrolliert öfter, eine sichere Einnahmequelle fürs Steuersäckle und mehr Sicherheit für alle anderen Straßenbenutzer.

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    1. Dem kann ich nur zustimmen, ich fahre die Strecke auch täglich.

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  3. Es wäre einfach mal wünschenswert wenn man im Straßen-Land Deutschland das Schienennetz sowohl für Personen- als auch Güterverkehr massiv ausbaut!

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