Mit Osterbrunnen in die Festtage

In Haag wird altes Brauchtum großgeschrieben - Verschönerungsverein aktiv

image_pdfimage_print

Im nördlichen Altlandkreis kann man einen Brauch beobachten, den man sonst eher aus Franken kennt – den Osterbrunnen. Dabei wird der Dorfbrunnen mit grünen Girlanden, vornehmlich aus Buchszweigen, geschmückt und mit bunten Eiern behangen. Wichtig ist auch, dass er in Form einer Krone ausgebildet ist. In Haag (Foto) konnte man die Mitglieder des Verschönerungsvereins dabei beobachten, wie sie dieser Tage am Löwenbrunnen die Buchsgirlanden anbrachten.

Woher der Brauch des Osterbrunnens kommt, kann man so genau nicht ergründen. Hierzu gibt es christliche wie heidnische Interpretationen. Gesicherte Hintergründe sind nicht bekannt, alt ist der Brauch jedenfalls noch nicht. Mündliche Überlieferungen besagen, dass er erstmals 1909 in dem Ort Aufseß in der fränkischen Schweiz entstand. Damals hatte der Dorfbrunnen noch eine wichtige Funktion in der dörflichen Wasserversorgung und die fränkische Schweiz ist tatsächlich nicht die wasserreichste Gegend. Von hier aus gab es dann viele Nachahmer auch außerhalb der Grenzen Frankens. Schnell entwickelte sich daraus eine Touristenattraktion und später ein Wettbewerb wer den jetzt die meisten Eier an seinem Brunnen hängen hat.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Leitfaden für die Veröffentlichung von Kommentaren