Mit nie da gewesener Zielgenauigkeit

Großer Behandlungs-Fortschritt am Klinikum: Staunen über Hightech-Gerät

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Mit einem Kran wurden Geräteteile des insgesamt über zehn Tonnen schweren, neuen ‚Linearbeschleunigers‘ beim Krankenhaus eingehoben: Die Strahlentherapie am Klinikum Rosenheim hat jetzt ein Hightech-Gerät erhalten, das mit einer Zielgenauigkeit von unter 0,5 Millimetern die Behandlungsqualität weiter enorm verbessern wird. Chefarzt Dr. Ertan Mergen erklärt, dass die künftig mögliche, bislang unübertroffene Zielgenauigkeit …

… von unter 0,5 Millimeter vor Inbetriebnahme der gewaltigen Maschine eine Vielzahl an vorbereitenden Maßnahmen erfordere. Neben der perfekten Einmessung und Ausrichtung des Gerätes im Behandlungsraum werden in den nächsten Wochen täglich zehn Stunden verschiedene Testläufe stattfinden.

Beispielsweise erfolgen an einem aufgebauten Phantom eine Vielzahl von Hochpräzisions-Bestrahlungen aus sämtlichen erdenklichen Richtungen, Winkeln und Entfernungen mit unterschiedlichen Dosierungen.

Chefarzt Dr. Ertan Mergen (unser Foto): „Mit der neuen Maschine wird zweifellos auch eine neue Dimension faszinierender Medizin-Technik betreten. Der Grad zwischen Realität und einer sogenannten erweiterten Realität (augmented reality) – bei der der Patient sich selbst in Form eines über Oberflächenscanner erstellten 3D-Modells vor Beginn der Behandlung bereits am Behandlungstisch liegend sehen kann und sich anschließend quasi in sich selbst hineinlegt – wird immer schmaler.“

Bis Ende 2018 werden für Umbau und neue Geräte insgesamt über fünf Millionen Euro investiert. Die Behandlungsdauer kann auf Grund der enormen Geräteleistung auf eine Minute reduziert werden. Ein spezieller Roboter-Couch-Behandlungstisch, der um sechs Achsen mit einer Genauigkeit von 0,5 Millimeter und 0,3 Grad bewegt werden kann, bringt die Patienten dabei rasch in die exakte Behandlungs-Position.

„Einerseits wird unser Fachgebiet durch diese sich rasant verändernden, technischen Möglichkeiten immer noch komplexer – andererseits freuen wir uns natürlich sehr, dass wir künftig äußerst effektive Behandlungen im Routinebetrieb anbieten können, die wir selbst als Insider noch vor kurzem für technisch nahezu unmöglich gehalten haben“, erklärt Chefarzt Dr. Mergen.

Die außergewöhnliche, technische Präzision ermögliche eine maximale Schonung des umliegenden gesunden Gewebes – sowohl in der Behandlung von schmerzhaften, gutartigen Gelenkserkrankungen, ebenso wie bei der Behandlung von Tumoren.

Fotos: MVZ am Klinikum Rosenheim GmbH

 

 

 

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