Mit Motorsense auf der Kiesinsel

Eine Kiesinsel im Simssee soll auch im kommenden Jahr von gefährdeten Bodenbrütern genützt werden können. Mehrere Mitglieder des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) und der Naturschutzwacht des Landkreises Rosenheim waren mit Motorsense, Pickel und Grabgabel angerückt, um die Insel von Gehölzen und hohen Gräsern zu befreien.

Im Frühjahr und im Herbst ist die Kiesinsel im Mündungsbereich der Thalkirchner Ache ein beliebter Rastplatz für Zugvögel. Zudem brüten dort im Frühjahr Flussseeschwalben und Flussregenpfeifer. Beide Vogelarten werden in Bayern als gefährdet eingestuft. Das kleine Eiland im Simssee ist der einzige Brutplatz auf einem natürlichen Standort in Bayern. Alle anderen Brutmöglichkeiten befinden sich auf künstlich angelegten Brutflößen.

 

Die Bodenbrüter benötigen freie Rundumsicht. Da die Simssee-Insel durch Weidenanflug zuzuwachsen drohte, war die Entbuschungsaktion notwendig. Margit Böhm von der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim bedankte sich bei den freiwilligen Helfern und dem Angelsportverein Simssee für den Einsatz und die Unterstützung wie dem Bereitstellen eines Bootes für die Entbuschungsaktion.

 

Zum Schutz der rastenden und brütenden Vögel weisen Bojen mit Hinweisschildern im See darauf hin, dass ein Anlanden nicht zulässig ist. Auch an Land stehen entsprechende Tafeln. Um die Vögel ungestört beobachten zu können, steht an der Simsseestraße ein Aussichtsturm zur Verfügung. Die Vogelschützer hoffen deshalb auf eine erfolgreiche und störungsfreie Brutsaison im kommenden Jahr.