Mit Lebensgefahr ins Traumland

Bei Oberaudorf zu Fuß auf der Autobahn unterwegs: Bundespolizei „rettet" einen 15- und einen 24-Jährigen

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Nachdem zwei junge, syrische Staatsangehörige – 24 und 15 Jahre alt – offenbar von einem bislang unbekannten Schleuser an der Inntalautobahn im Landkreis ausgesetzt worden waren, hat die Rosenheimer Bundespolizei die Ermittlungen aufgenommen. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden die Beiden zu Fuß sowie auf Lastwagen und in Pkw quer durch Europa bis nach Deutschland geschleust. Auf der A93 nahe der Anschlussstelle Oberaudorf hatten am Wochenende nun Bundespolizisten zwei Personen, die auf dem Standstreifen der Autobahn liefen, bemerkt …

Sofort stoppten die Beamten ihr Fahrzeug und brachten die zwei Fußgänger hinter der Leitplanke in Sicherheit.

Bei der anschließenden Kontrolle berichteten die Beiden, dass sie zuvor an einem Parkplatz ihr Schleuserfahrzeug verlassen mussten. Da sie vom Fahrer dort einfach zurückgelassen worden waren, hätten sie sich schlichtweg zu Fuß auf den Weg gemacht.

In welche Gefahr sie sich damit begeben hatten, war ihnen offenbar nicht bewusst. Eigenen Angaben zufolge stammen die jungen Männer ursprünglich aus Syrien. Einreise- oder Aufenthaltspapiere führten der 24-Jährige und sein 15-jähriger Begleiter nicht mit.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Minderjährige der Obhut des Rosenheimer Jugendamtes anvertraut.

Seinem Mitreisenden hingegen verweigerten die Bundespolizisten die Einreise und überstellten ihn den österreichischen Behörden. Die Rosenheimer Bundespolizei konzentriert sich inzwischen auf die Ermittlungen gegen den unbekannten Schleuser.

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